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Eine 26-Jährige in Jerusalem sagt „ohne einen Personalausweis verlor ich mein Recht auf ein normales Leben“

Die 26 Jahre alte Samyah* hat keinen Personalausweis – weder einen israelischen noch einen palästinensischen. Geboren im Westjordanland, hatte sie früher einen Jerusalemer Ausweis, weil ihr Vater dort lebte. Diese ID-Karte wurde ihr jedoch entzogen. Dass sie das Recht auf diese ID-Karte verloren hatte, erfuhr sie erst mit 16, als sie dachte, sie hätte die Möglichkeit, mit ihrer Schule in die Schweiz zu reisen. So konnte sie an dieser Klassenfahrt nicht teilnehmen. Seither kämpfen Samyah und ihre Familie darum, den Jerusalemer Ausweis wiederzuerlangen.

ÖRK spricht im Vorfeld von 11. ÖRK-Vollversammlung mit christlichen Organisationen im Heiligen Land

Eine Delegation des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) unter Leitung des geschäftsführenden Generalsekretärs Priester Prof. Dr. Ioan Sauca war vom 14. bis 17. Juli zu Besuch in Jerusalem und im Westjordanland und hat sich mit Patriarchen und Oberhäuptern christlicher Glaubensgemeinschaften sowie Geistlichen und Laiinnen und Laien als Vertretungen der Ortsgemeinden zu Gesprächen getroffen.

ÖRK fordert freien Zugang zu Gottesdiensten im Heiligen Land und Aufrechterhaltung des Status quo in Jerusalem

Nachdem das Orthodoxe Patriarchat von Jerusalem am 11. April seine große Besorgnis über die angekündigten polizeilichen Einschränkungen für das Heilige Feuer am Karsamstag ausdrückte, verurteilte der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) solche Maßnahmen zur Einschränkung des Zugangs zu Gotteshäusern als Verletzungen der Religionsfreiheit im Heiligen Land.

ÖRK-Exekutivausschuss appelliert an das „Gewissen der Welt“ angesichts „der Behinderungen der legitimen palästinensischen Bestrebungen nach der gleichen Menschenwürde und den gleichen Menschenrechten“

Der Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) drückte in einer öffentlichen Erklärung seine tiefe Besorgnis aus über die neusten Entwicklungen in Palästina und Israel, die darauf hindeuten, dass sich „die Situation in der Region verschlechtert, sinnbildlich für die vielen Arten, wie die andauernde militärische Besetzung der palästinensischen Gebiete eine Behinderung darstellt, unter den Menschen im Heiligen Land einen gerechten Frieden zu erreichen, weiter verschlimmert durch die COVID-19-Pandemie und die daraus folgenden Maßnahmen, die die Einschränkungen des Spielraums für Handlungen der Zivilgesellschaft in der Region noch weiter verschärften.“

Die Region Naher Osten reflektiert über „anhaltendes heiliges Zeugnis“ und die Vorbereitungen für die nächste Vollversammlung

Während ihrer Zusammenkunft am 24. Juni im Rahmen der Tagung des Zentralausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) haben Vertreter und Vertreterinnen teilnehmender Kirchen und ökumenischer Organisationen im Nahen Osten die Gelegenheit genutzt, alte und neue Probleme in der Region, die die Wiege des Christentums ist, näher zu beleuchten und sich Gedanken darüber zu machen, welchen Beitrag Christen und Christinnen im Nahen Osten zur anstehenden 11. Vollversammlung des ÖRK leisten können. 

EAPPI-Initiative zu Ostern folgt den Spuren Jesu und beleuchtet gegenwärtigen Lebensrealitäten unter Besatzung

Während sich Christinnen und Christen weltweit auf das Osterfest vorbereiten hat die militärische Besetzung an den Orten, an denen Jesus laut der Ostergeschichte selbst unterwegs war, weiterhin schwerwiegende Auswirkungen auf die Bevölkerung dort. Eine Initiative des Ökumenischen Begleitprogramms in Palästina und Israel (EAPPI) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu Ostern hat sich zum Ziel gesetzt, die biblische Geschichte in Beziehung zu setzen zu gegenwärtigen Lebensrealitäten in Palästina und Israel und dabei die herrschenden Ungerechtigkeiten im Besatzungsalltag zu beleuchten.

Ostjerusalem: Staatsbürgerschaft und Wahlrecht verweigert

Der Status Jerusalems ist völkerrechtlich umstritten und der größte Streitpunkt dabei ist das mehrheitlich palästinensische Gebiet Ostjerusalem. Israel hatte 1975 erklärt, dass das „vereinigte Jerusalem“ Hauptstadt des Staates Israel sei, und damit die Rechte und Ansprüche der Palästinenser einfach ignoriert. Dem humanitären Völkerrecht zufolge ist Ostjerusalem militärisch besetztes Gebiet. Um einige der Probleme für die Bewohnerinnen und Bewohner Ostjerusalems besser zu verstehen, haben wir mit Nivin Sandouka gesprochen, die Mitglied der internationalen EAPPI-Referenzgruppe ist und in At Tur, einem palästinensischen Dorf auf dem Ölberg in Ostjerusalem, lebt.