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Das Ökumenische Wassernetzwerk des ÖRK fordert zu einem Pilgerweg der Wassergerechtigkeit in der Pazifik-Region auf

Das Ökumenische Wassernetzwerk des ÖRK fordert zu einem Pilgerweg der Wassergerechtigkeit in der Pazifik-Region auf

Foto: Pazifische Konferenz der Kirchen

21. Januar 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 23. Januar 2020

Die Auftaktveranstaltung des Fastenzeit-Kampagne „Sieben Wochen im Zeichen des Wassers“ fand am 21. Januar in Suva, Fidschi mit dem Thema „Ein Pilgerweg der Wassergerechtigkeit in der Pazifik-Region“ statt. 2020 hat der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) einen regionalen Schwerpunkt in der Pazifik-Region.

Seit 2008 hat das Ökumenische Wassernetzwerk des ÖRK Menschen weltweit eingeladen, die Fastenzeit zu nutzen und Betrachtungen zum Thema Wasser anzustellen. Im Rahmen der Kampagne wurden wöchentliche theologische Reflexionen und weitere Materialien zum Thema Wasser für die sieben Wochen der Passionszeit und zum Weltwassertag am 22. März veröffentlicht (der immer in die Fastenzeit fällt).

In seiner Predigt während des Gottesdienst anlässlich der Auftaktveranstaltung zur Fastenzeit-Kampagne hat Pastor Dr. Tevita Banivanua, Präsident des Rates der Kirchen in Fidschi, darauf hingewiesen, dass der Nutzen und die Heiligkeit des Wassers in vielerlei Hinsicht von (uns) Menschen bedroht werden, „denn wir zerstören langsam, aber sicher unsere eigenen Lebensgrundlagen durch unsere eigene Achtlosigkeit“, sagte er. „Menschen im Glauben haben erkannt, dass Umwelt, Gesundheit, Ökonomie und Wasser eng miteinander zusammenhängen, und deshalb ist das Thema der Wasserethik in der Region Ozeanien so wichtig.“

Pastorin Dr. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin des Werkes Brot für die Welt, sagte, dass unser Umgang mit Wasser „verantwortungslos“ sei und dass wir es verschwendeten, um ein komfortables Leben zu führen. „Vielerorts haben wir Wasser zu einer Ware gemacht und privatisiert - eine natürliche Ressource, zu der die Menschen keinen freien  Zugang mehr haben“, sagte sie. „Wir haben es Unternehmen durchgehen lassen, die Flüsse und das Grundwasser zu verschmutzen und dafür die Gesundheit der Menschen und das Leben unserer Mitgeschöpfe aufs Spiel zu setzen.“

In seinen Betrachtungen über den diesjährigen Kampagnenschwerpunkt sagte Dinesh Suna,  Koordinator des Ökumenischen Wassernetzwerkes des ÖRK, dass der Versorgungsgrad von 48% für eine grundlegende Wasserversorgung und 31% für eine grundlegende sanitäre Versorgung in der Pazifik-Region niedriger sei als in jeder anderen Weltregion.

„Aufgrund der in der Region zu erwartenden schwerwiegenden Auswirkungen des Klimawandels werden sich diese Zahlen noch weiter verschlechtern“, sagte er. „Sieben Wochen im Zeichen des Wassers ist eine wichtige Strategie, um die Mitgliedskirchen und ihre Gemeinden in der Pazifik-Region zu mobilisieren und das Problem des Zugangs zu Wasser zu thematisieren.“

Die Referenzgruppe für den Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens und die Theologische Studiengruppe des Pilgerwegs treffen sich vom 19.–22. Januar in Suva, Fidschi im Pacific Theological College, um sich über die Situation in der Region Pazifik aus der Perspektive des  globalen Themenschwerpunktes Klimawandel gemeinsam mit Mitgliedskirchen, nationalen Kirchenräten, der Pazifischen Kirchenkonferenz und anderen Akteuren auseinanderzusetzen.

Erfahren Sie mehr über das Ökumenische Wassernetzwerk des ÖRK

Fotos des Pilgrim Team-Besuchs in Fidschi