Ökumenisches Wassernetzwerk

Das ÖWN ist ein Netzwerk christlicher Kirchen und Organisationen, das sich weltweit für den Zugang der Menschen zu sauberem Wasser einsetzt.

Ökumenisches Wassernetzwerk

Das in Genf ansässige Ökumenische Wassernetzwerk ist eine Initiative des Ökumenischen Rats der Kirchen. Es setzt sich aus Kirchen und kirchennahen Organisationen zusammen, die sich für den Schutz, die verantwortungsvolle Bewirtschaftung und die gerechte Verteilung von Wasser für alle einsetzen, ausgehend von dem Verständnis, dass Wasser eine Gabe Gottes, ein öffentliches Gut und ein grundsätzliches Menschenrecht ist.

Wir glauben, dass Wasser zum Nutzen aller Menschen und der gesamten Schöpfung geschützt und gemeinsam genutzt werden soll. Darum erheben wir unsere Stimme und handeln, wenn das lebensspendende Wasser durchgängig und systematisch bedroht ist.

Wir setzen uns für den Schutz, die verantwortungsvolle Bewirtschaftung und die gerechte Verteilung von Wasser für alle ein.

Das Ökumenische Wassernetzwerk erleichtert den Austausch von Informationen, bietet Kirchen, Organisationen und Einzelpersonen Material über die globale Wasserkrise sowie Lösungen an und fördert und koordiniert die internationale Fürsprache für das Menschenrecht auf Wasser und Sanitärversorgung.

Das ÖRK-ÖWN ist ein führender Akteur im Glauben, der einen Beitrag zur Erreichung des Ziels für nachhaltige Entwicklung SDG 6 leistet: „Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten“.

Das Ökumenische Wassernetzwerk vergibt keine Fördermittel und subventioniert keine Projekte, aber wir prüfen gerne, wie wir bei der Bewältigung der Wasserkrise zusammenarbeiten können.

 

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Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2022 (Europa)

Das Ökumenische Wassernetzwerk des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) lädt Sie dazu ein, die Fastenzeit zu nutzen, um über das Wasser als Geschenk Gottes nachzudenken. Seit 2008 bietet der ÖRK durch die Kampagne „Sieben Wochen im Zeichen des Wassers“ für die sieben Fastenwochen und den Weltwassertag am 22. März (der immer in die Fastenzeit fällt) wöchentlich theologische Reflexionen und andere Materialien zum Thema Wasser an.

In der christlichen Tradition ist die Fastenzeit eine Zeit, in der wir uns darauf vorbereiten, den Tod und die Auferstehung Christi zu feiern. Vielen Menschen fasten in dieser Zeit, üben Mäßigung in ihrem Leben oder verzichten auf bestimmte Dinge, um sich auf die eigene Buße zu konzentrieren und sich Gott zuzuwenden. Während Wasser ein der christlichen Tradition als Geschenk Gottes eine starke spirituelle Bedeutung hat, ist diese lebenswichtige Ressource durch menschlichen Missbrauch und Verschmutzung auf der ganzen Welt bedroht, und Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser.

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2022 wird der regionale Fokus des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens des ÖRK auf der Region Europa liegen. So führen uns die Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2022 auf einen Pilgerweg zu Wassergerechtigkeit in Europa 

In den Reflexionen werden diverse Wasserprobleme behandelt, welche die Region Europa betreffen, und es werden unterschiedliche Perspektiven beleuchtet, darunter unter anderem Ungleichheiten, Gender und Interreligiosität.  

Während der Fastenzeit 2022 führen die Kirchen in Europa viele Aktivitäten zu den Sieben Wochen im Zeichen des Wassers durch. Aufgrund der COVID-19-Pandemie werden während der gesamten Fastenzeit eine Reihe von virtuellen Veranstaltungen stattfinden.

Wie in den vorangegangenen Jahren  hat der Ökumenische Rat der Kirchen auch dieses Mal biblisch-theologische Reflexionen und Materialien zur Wasserkrise in der Region Europa in Auftrag gegeben, die online veröffentlichen werdenWir fordern unsere Mitgliedskirchen überall auf der Welt dazu auf, diese Materialien in der Fastenzeit für das Bibelstudium in Kleingruppen oder zur persönlichen Meditation zu nutzen

Das Ökumenische Wassernetzwerk wird eine Reihe an Webinaren mit den Autoren zu den folgenden Reflexionen anbieten

Hier sind die Themen der Reflexionen und die Veröffentlichungsdaten:   

Woche

Datum der Veröffent-lichung

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  1.  

2. März 2022

"Wassergerechtigkeit jetzt!", von Philip Peacock

 

  1.  

7. März 2022

„Von der Wassergerechtigkeit zur Geschlechtergerechtigkeit“, von Nicqi Ashwood

  1.  

14. März 2022

„Bewahrung der Schöpfung und Wasser zum Leben“ – Louk Andrianos

  1.  

21. März 2022

 “ Wasser für Frieden: eine konfessionsübergreifende Perspektive”, von Susanne Öhlmann

  1.  

28. März 2022

„Wasser – Segen oder Bedrohung?“, von Peter Pavlovic

  1.  

4. April 2022

 

„Wasser ist ein Geschenk Gottes, ein Gemeingut und ein Menschenrecht“ von Dinesh Suna

  1.  

11. April 2022

 

„Pilgerweg der Wassergerechtigkeit in Europa“, von Prof. Dr. Isabel Apawo Phiri

2021

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021, Woche 7: „Durch die Heilung des Wassers werden die Wunden der Erde und der Menschen geheilt“, von Andrew Schwartz

Die siebte und letzte Reflexion der Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021 des Ökumenischen Wassernetzwerks des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) schrieb Andrew Schwartz.* In der folgenden Reflexion für die Karwoche nimmt er einen kleinen Ort in den USA als Beispiel, um zu zeigen, wie lokale Gemeinschaften kleine Initiativen starten können, um verseuchtes oder „totes“ Grundwasser „auferstehen“ zu lassen und es in lebenspendendes Wasser verwandeln können. Er schließt mit den positiven Worten: „Wenn uns die Karwoche etwas lehren kann, dann, dass der Tod nicht endgültig ist.“

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021, Woche 6 „Eine Gesamtheit wird wiedergeboren: im Kontext von Standing Rock“ von Erzbischof Mark MacDonald

Die 6. Reflexion zu den Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021 des Ökumenischen Wassernetzwerks des ÖRK wurde von Erzbischof Mark MacDonald verfasst.* In der nachfolgenden Reflexion erkennt er, dass Jesus und sein Wirken in einem engen Zusammenhang mit Wasser stehen. Des Weiteren erinnert er sich an die Proteste in der Standing Rock Reservation im Jahr 2016, an denen er zusammen mit anderen Geistlichen und indigenen Wasserschützer*innen teilgenommen hat.  Damals hatte er das Gefühl, dass auch Jesus neben ihnen in der Standing Rock Reservation stand, um das Wasser dort zu schützen.

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021, Woche 5 „Wasser an der Wall Street: der endgültige Missbrauch von Gottes Geschenk“, von Susan Smith und Dinesh Suna

Die 5. Reflexion zu den Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021 des Ökumenischen Wassernetzwerks (ÖWN) des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) wurde von Susan Smith und Dinesh Suna verfasst.*  In der nachfolgenden Reflexion verurteilen sie die kürzlich erfolgte Zulassung von Wasser als handelbares Wirtschaftsgut an der Wall Street.  Unter Berufung auf das biblische Versprechen, dass Gott den Durst der Armen und Elenden stillen werde, und dass Wasser allen zur Verfügung stehen müsse, auch wenn diese kein Geld haben, verkünden sie den wahren Wert des Wassers als ein Geschenk Gottes, ein Menschenrecht, ein spirituelles Wunder und die Quelle allen Lebens. 

Wasser und Gender: Frauen kämpfen für sauberes Trinkwasser in ihren Gemeinschaften

Die vierte Reflexion der Sieben Wochen im Zeichen des Wasser 2021 des Ökumenischen Wassernetzwerks des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) wurde von Krystina Whitegeschrieben. In der folgenden Reflexion erzählt sie über ihre Erfahrungen damit, wie farbigen Menschen in Flint, Michigan (USA) wegen der Bleiverseuchung des Trinkwassers das Recht auf sauberes Wasser verweigert wird. Sie zeigt auch, wie zwei normale Frauen außergewöhnliche Dinge leisten können, genau wie Debora, die Prophetin in der Bibel. White und ihre Freundinnen kämpften gegen die Bleiverseuchung des Trinkwassers in Flint durch die Bewegung Black Millennials 4 Flint und boten nachhaltige Lösungen für die Gemeinschaften in Not an.

Wasser für die Schöpfung: Wasser für die heiligen C’iyaal, C’waam und Koptu schützen

Die 3. Reflexion der Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021 des Ökumenischen Wassernetzwerks des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK) schrieb Jesse Cruz Richards*. Die folgende Reflexion zieht ihre Inspiration aus der Rückkehr der Israeliten aus dem babylonischen Exil, wie von Hesekiel verheißen, und aus den Hoffnungen auf die und den Gebeten für die Rückkehr der Klamath-Stämme und anderer indigener Völker im pazifischen Nordwesten zu ihren Flüssen, Quellen und Fischen, insbesondere den C’iyaal, C’waam und Koptu.

Wasser für Leben: für das indigene Volk der Navajo Nation nicht garantiert

Die 2. Reflexion der Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021 des Ökumenischen Wassernetzwerks des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) schrieb Annika Harley.* In der folgenden Reflexion hebt Harley die Herausforderungen vonBergbau und Fracking in der Navajo Nation basierend auf ihrem Gespräch mit Bitahnii Wayne Wilson hervor, der diese nicht nachhaltigen Praktiken nicht nur infrage stellt, sondern den indigenen Gemeinschaften in Zeiten von COVID-19 auch angepasste Lösungen bietet.

Der regenbogenfarbige Pilgerweg zu Wassergerechtigkeit in Nordamerika

Die 1. Reflexion der Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2021 des Ökumenischen Wassernetzwerks (ÖWN) schrieb Michele Roberts*. In der folgenden Reflexion, die sich auf mehrere Fälle von grossen Wasserverschmutzungen in verschiedenen Städten der USA stützt, kommt sie zum Schluss, dass der mangelnde Zugang zu sauberem Wasser in den USA das Ergebnis von systembedingtem Rassismus ist.

Wenn Sie an weiteren Informationen über das Ökumenische Wassernetzwerk interessiert sind, setzen Sie sich bitte mit: 

 

Dinesh Suna, Koordinator des Ökumenischen Wassernetzwerks , Dinesh.Suna@wcc-coe.org in Verbindung.  

 

Besuchsadresse:
Ökumenisches Wassernetzwerk 

Ökumenischer Rat der Kirchen

Ökumenisches Zentrum
1 Route des Morillons
1218 Le Grand-Saconnex
Schweiz

Postanschrift: 
Koordinator

Ökumenisches Wassernetzwerk

Ökumenischer Rat der Kirchen
150 Route de Ferney
CP 2100
1211 Geneva 2
Schweiz

 

Treten Sie der Blue-Community-Bewegung bei

Am 25. Oktober 2016 wurde der ÖRK zu einer Blue Community. Das Konzept der Blue Community beruht auf den folgenden drei Kriterien:

·      Anerkennung von Wasser als Menschenrecht.

·      Kein Wasser in Plastikflaschen kaufen/verwenden, wenn das Leitungswasser sicher trinkbar ist, bzw. nach nachhaltigen Alternativen suchen.

·      Keine Privatisierung von Wasser: sich für die Wasserversorgung aus öffentlicher Hand einsetzen.