World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

Sie sind hier: Startseite / Pressezentrum / Nachrichten / Gemeinsame Botschaft ruft zu Heilung von Wunden und einer gemeinsamen Zukunft auf koreanischer Halbinsel auf

Gemeinsame Botschaft ruft zu Heilung von Wunden und einer gemeinsamen Zukunft auf koreanischer Halbinsel auf

Gemeinsame Botschaft ruft zu Heilung von Wunden und einer gemeinsamen Zukunft auf koreanischer Halbinsel auf

Entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea. Foto: Grégoire de Fombelle/ÖRK

22. Juni 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 23. Juni 2020

Anlässlich des 70. Jahrestags des Beginns des Koreakrieges wurde im Rahmen einer Online-Veranstaltung am 22. Juni, die live im Internet übertragen wurde, eine ökumenische Friedensbotschaft verlesen. Absender der Botschaft waren verschiedene Kirchen und Kirchenräte aus aller Welt, insbesondere aus Ländern, die an dem Krieg beteiligt gewesen sind. Sie bezeichnen den Koreakrieg in der Botschaft als einen „entsetzlich destruktiven Konflikt“, den kein Friedensvertrag je beendet habe.

„Siebzig Jahre nach dem Beginn dieses Krieges ist es an der Zeit anzuerkennen, dass er lange vorbei ist“, heißt es in der Botschaft. „Mittlerweile sind neue Herausforderungen in Bezug auf Frieden und Stabilität in der Region aufgekommen, aber wir glauben nicht, dass die Bewältigung dieser neuen Herausforderungen dadurch ermöglicht oder erleichtert wird, dass dieser 70 Jahre alte Konflikt wachgehalten wird.“

Die Friedensbotschaft ruft zur Aussetzung und Einstellung jeglicher weiterer militärischer Übungen in der Region auf. „Wir rufen zur Umsetzung des Inhalts und des Geistes all jener Vereinbarungen auf, die so viel Hoffnung auf Fortschritte im Friedensprozess auf der koreanischen Halbinsel gemacht hatten – insbesondere die Erklärung von Panmunjom aus dem April 2018, die Erklärung von Pjöngjang aus dem September 2018 und die gemeinsame Erklärung von Singapur aus dem Juni 2018“, heißt es in der Botschaft. „Wir beten für die Verwirklichung der Vision von einer koreanischen Halbinsel ohne Atomwaffen und einer Welt komplett ohne jede Bedrohung durch Atomwaffen.“

Schon seit Anfang des Jahres 2020 richtet der Ökumenische Rat der Kirchen zusammen mit dem Nationalen Kirchenrat in Korea unter dem Motto „We Pray, Peace Now, End the War“ (Wir beten, Frieden jetzt, Krieg beenden) eine weltweite Gebetskampagne aus. Alle Kirchen und Christinnen und Christen sind aufgerufen, für das formelle Ende des Koreakrieges und die Ablösung der Waffenstillstandsvereinbarung von 1953 durch einen Friedensvertrag zu beten.

Nach der öffentlichen Präsentation der gemeinsamen ökumenischen Friedensbotschaft hat noch das Ökumenische Forum für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der Koreanischen Halbinsel getagt, um Informationen auszutauschen und die aktuellen Entwicklungen in der Region zu analysieren, sich gegenseitig über wichtige Initiativen zu informieren und Pläne für die Zukunft zu diskutieren.

Lesen Sie die ökumenische Friedensbotschaft im vollständigen Wortlaut

Schauen Sie sich die Aufzeichnung der Live-Präsentation der Friedensbotschaft an

Die weltweite Gebetskampagne für Frieden auf der koreanischen Halbinsel (in englischer Sprache)

WCC alarmed by escalation and renewed threats of military action on Korean Peninsula (ÖRK-Pressemitteilung in englischer Sprache vom 17. Juni 2020)

ÖRK-Mitgliedskirchen in der Republik Korea