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Radio silence- A story where resistance becomes a form of survival

Foto: AKLKA Films

In „Radio Silence“ werden Probleme in Bezug auf die Redefreiheit, die Menschenrechte und die Demokratie hervorgehoben, ausgedrückt durch den Mut von Journalistinnen und Journalisten in Mexiko im Kampf gegen staatliche Korruption, Drogenkriminalität und Ungerechtigkeit.

Fünf Jahre lang (2015–2018) begleitete die Filmemacherin Fanjul die bekannte mexikanische Journalistin Aristegui, eine der kritischsten Stimmen des Landes im Kampf für die Pressefreiheit. Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen sind sich bewusst, dass sie damit ihr Leben aufs Spiel setzen, bekräftigen aber gleichzeitig, nicht suizidwillig zu sein. 

Der Film zeigt Aristegui auf einer Demonstration vor dem Innenministerium, wo sie für ihren ermordeten Kollegen, Javier Valdez, Gerechtigkeit fordert.

Die Gewalt ist allgegenwärtig: Pressemitglieder, Frauen und Kinder werden ermordet. Aristegui scheut sich nicht davor, Präsident Enrique Peña Nieto sowie in Drogensyndikate verwickelte Politikerinnen und Politiker offen zu kritisieren. Während der Dreharbeiten wird Aristegui vom Radiosender entlassen und sowohl sie als auch ihre Mitarbeitenden erhalten Morddrohungen. Mit eigener Finanzierung verbreitet sie ihr Anliegen weiter über das Internet und die sozialen Medien und spielt ihre Rolle als Verfechterin der Menschenrechte und der Gerechtigkeit im Dienst für die Menschen.

„Radio Silence“ veranschaulicht, dass der Kampf, den Machtlosen eine Stimme zu geben, mehr als nötig ist. Doch in dieser Zeit, in der die Mächtigen den größten Teil der Medien besitzen und kontrollieren, wird der Kampf immer ungleicher.

Das Internationale Dokumentarfilmfestival in Amsterdam beschrieb den Film als ein „kraftvolles Porträt einer ungewöhnlich mutigen und hartnäckigen Frau, das klar aufzeigt, was passiert, wenn die Pressefreiheit erstickt wird: ausbleibende Rechtsstaatlichkeit und bröckelnde Demokratie.“

Seit 2010 wird der Menschenrechtspreis jedes Jahr an Dokumentarfilme verleiht, die danach streben, Licht auf einen Aspekt der Menschenrechte zu werfen.

 
Weitere Informationen über die Weltvereinigung für Christliche Kommunikation (WACC) (auf Englisch)
Weitere Informationen über den Film (auf Englisch und Französisch)