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GEN 20 Bericht des Weisungsausschusses für Grundsatzfragen I

22. Februar 2005

Einleitung

Der Ausschuss wurde von Anne Glynn-Machoul in die Konsensmethode insbesondere im Hinblick auf seine eigene Arbeit eingeführt. Als der Ausschuss seine Arbeit abgeschlossen hatte, war er der Auffassung, dass das Verfahren nach anfänglichen Schwierigkeiten Anklang gefunden hatte.

Würdigung

Der Ausschuss sprach dem Stab seine Anerkennung für das beständige Engagement für die Ökumene und die Tätigkeit des ÖRK und für die harte Arbeit aus, die der Stab vor allem in jüngster Zeit im Zusammenhang mit der Reorganisation und den Finanzproblemen geleistet hatte.

1. Bericht des Vorsitzenden (ZA-Dok. GEN 2)

Die Mitglieder des Ausschusses äußerten sich anerkennend über die biblische und theologische Reflexion im Bericht des Vorsitzenden. Kommentare wurden an den Weisungsausschuss für Grundsatzfragen III weitergeleitet.

2. Bericht des Generalsekretärs (ZA-Dok. GEN 3)

Die Mitglieder des Ausschusses äußerten sich anerkennend über die analytische Qualität, die thematische Bandbreite und die Zukunftsvision des Berichts des Generalsekretärs. Kommentare wurden an den Weisungsausschuss für Grundsatzfragen III weitergeleitet.

3. Bericht der Leitenden Amtsträger/innen (ZA-Dok. GEN 1)

Der Ausschuss äußerte sich anerkennend über den Bericht der Leitenden Amtsträger/innen und leitete die Kommentare an den Weisungsausschuss für Grundsatzfragen III weiter.

4. Von Harare nach Porto Alegre (ZA-Dok. GEN 7)

Der Bericht wurde anerkennend entgegengenommen und die Kommentare wurden an den Programmausschuss weitergeleitet.

5. Bericht über die Programmauswertung (ZA-Dok. GEN 8)

Der Ausschuss äußerte sich anerkennend über den Bericht und leitete die Kommentare an den Weisungsausschuss für Grundsatzfragen II weiter.

6. Erklärung zur Ekklesiologie (ZA-Dok. GEN 13)

Der Ausschuss hörte die Einleitung von Dr. Tom Best zur Erklärung zur Ekklesiologie. Der Ausschuss äußerte sich anerkennend zu dem Dokument, bezeichnete es als hilfreich und nützlich und empfiehlt es der Vollversammlung zur Annahme. Der Ausschuss ist der Auffassung, dass es von Vorteil sein könnte, das Dokument in einer stärker gebetsähnlichen und/oder einfacheren Sprache zu formulieren, um eine weitere Verbreitung und Rezeption und somit eine Diskussion auf der Ortsebene zu ermöglichen. Weitere Kommentare wurden Dr. Best zugeleitet, der sie in der von Glauben und Kirchenverfassung eingesetzten Redaktionsgruppe zur Diskussion stellen wird.

Der Ausschuss äußerte Bedenken im Hinblick auf die Formulierung des Absatzes 9 und ersuchte um die Klärung folgender Fragen: Was bedeutet der Satz "Die Kirche ist nicht ein Selbstzweck", da sie doch der Leib Christi ist? Was ist in diesem Zusammenhang mit "sich selbst entäußern" gemeint? Welcher Art ist der "Auftrag", der im Zusammenhang mit interreligösem Dialog erwähnt wird? Der Ausschuss empfiehlt die Streichung des ersten Satzes.

Der Ausschuss stellt fest, dass einige der Fragen in Absatz 12 sich auf bilaterale Gespräche beziehen, andere hingegen auf konziliare Kontexte. Es kann Verwirrung stiften, wenn sie zusammen aufgeführt werden. Der Ausschuss empfiehlt, den Absatz neu zu formulieren.

7. Mitgliedschaftsangelegenheiten (Dok. 9.1)

Der Ausschuss unterstützt die Vorgeschlagene Beschlussfassung 1 (Artikel II der Verfassung) Der Ausschuss unterstützt die Vorgeschlagene Beschlussfassung 2 (Artikel I der Satzung)Der Ausschuss unterstützt die Vorgeschlagene Beschlussfassung 3 (Artikel II der Satzung).

8. Bericht des Koordinierungsausschusses der Sonderkommission (Dok. GEN 10) und Bericht der Interorthodoxen Tagung vor der Vollversammlung, 10.-17. Januar 2005, Rhodos, Griechenland (POL 1.5 und Dok. GEN 10.1)

Der Ausschuss nahm den Bericht GEN 10 entgegen.

Der Ausschuss nahm den Bericht GEN 10.1 mit Anerkennung entgegen und empfiehlt ihn der Vollversammlung als Hintergrunddokument.

9. Übergang zum Konsensverfahren (Dok. 4, 4.1, 4.2, 4.3, 4.4)

Der Ausschuss nahm die Dokumente entgegen und leitete dem Weisungsausschuss für Grundsatzfragen III seine Kommentare zu.

10. Beziehungen zur römisch-katholischen Kirche (Dok. GEN 12, POL 1.6)

Der Ausschuss hörte die Einleitung von Bischof Dr. Jonas Jonson, Ko-Vorsitzender der Gemeinsamen Arbeitsgruppe, und Monsignore John Radano, Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen (PCPCU), zum Achten Bericht der Gemeinsamen Arbeitsgruppe (JWG) der römisch-katholischen Kirche und des Ökumenischen Rates der Kirchen. Der Ausschuss begrüsste die Dokumente Ekklesiologische und ökumenische Implikationen einer gemeinsamen Taufe; Wesen und Zielsetzung des ökumenischen Dialogs, und Inspiriert von derselben Vision: Die Mitarbeit der katholischen Kirche in nationalen und regionalen Kirchenräten.

Der Ausschuss begrüsste den Bericht wärmstens und empfiehlt die Weiterarbeit der JWG angesichts der Tatsache, dass die Aufrechterhaltung und der Aufbau dieser Beziehung gerade in der heutigen Welt sehr wichtig ist. Insbesondere empfiehlt der Ausschuss die Hinweise zur künftigen Arbeit, die im Absatz ‚Empfehlungen der JWG an die RKK und den ÖRK" unter den Punkten 1 - 4 aufgeführt sind.

Der Ausschuss würdigt die Überlegungen zur Rezeption des Berichts, die auf die Vorlage vor der Vollversammlung 2006, die Vorlage vor dem PCPCU und die Ausarbeitung von Studienanleitungen eingehen.

Der Ausschuss empfiehlt die Ausarbeitung von Studienanleitungen als Priorität einer neuen JWG. Der Ausschuss ersucht die ÖRK-Mitgliedskirchen nachdrücklich, den Bericht und die Begleitdokumente zur Diskussion zu stellen und hierbei ihre Relevanz für einzelne Zielgruppen zu berücksichtigen.

Der Ausschuss empfiehlt der JWG, die derzeitige Debatte über die Neugestaltung der ökumenischen Bewegung auf ihre Tagesordnung zu setzen.

Der Ausschuss empfiehlt, die für November 2005 zur Feier des 40-jährigen Bestehens der JWG geplante Konsultation wie vorgeschlagen abzuhalten und ihr Mandat zu überprüfen.

11. Beziehungen zu den Pfingstkirchen (POL 1.7)

Der Ausschuss hörte die Einleitung von Pfr. Dr. Bruce Robbins, Dr. Despina Prassas und Pfr. Jacques Matthey zum Bericht der Gemeinsamen Beratungsgruppe (JCG) des ÖRK und der Pfingstkirchen. Die Gruppe hat seit der letzten Zentralausschusstagung einmal getagt (Johannesburg, Südafrika, 2004) und wird 2005 in Kairo (Ägypten) erneut zusammentreten.

Der Ausschuss begrüsste den Zwischenbericht, der einen kommentierten Überblick über den abschliessenden Bericht der JCG an die Vollversammlung enthält, nahm ihn entgegen und würdigte die Arbeit der Gruppe seit ihrer Einsetzung in Harare 1998.

Der Ausschuss empfiehlt, dass die JCG ihren offiziellen Bericht für die Vollversammlung dem Exekutivausschuss auf seiner Tagung im September 2005 vorlegt.

Der Ausschuss hörte von den Schwierigkeiten bei der Anknüpfung des Dialogs zwischen Pfingstkirchen und ÖRK und bekräftigte, dass es gerade auch angesichts der Aktivität des Globalen Christlichen Forums wichtig ist, die Beziehung auszubauen.

Der Ausschuss begrüsst die Methode, die in der Ausarbeitung eines Dokuments mit gemeinsamen Glaubensaussagen in erzählerischer Form zum Ausdruck kommt, sowie die Tatsache, dass die Gespräche auf der Grundlage von Bibelarbeiten geführt werden.

Der Ausschuss empfiehlt die Fortsetzung der JCG und unterstützt ihr Ziel, Beziehungen zwischen den Pfingstkirchen und den Mitgliedskirchen des ORK anzubahnen. Der Ausschuss begrü?t die vorgeschlagene Ausrichtung der Gespräche einschlie?lich der Themen - Wesen der Kirche, Mission, Verständnis der charismatischen Gaben, Sakramente und das Wesen der Heiligen Schrift.

Der Ausschuss empfiehlt dem APC. Möglichkeiten für eine Mitwirkung der Pfingstkirchen an der Vollversammlung des ORK im Jahre 2006 zu sondieren.

12. Okumene im 21. Jahrhundert (ZA-Dok. 11)

Der Ausschuss hörte eine Einführung zu der Abschlusserklärung der Konsultation über Okumene im 21. Jahrhundert von Dr. Beth Ferris. Der Ausschuss unterstützt die Fortsetzung der Arbeit dieser Gruppe. Der Ausschuss begrü?t die zentrale Stellung des theologischen Dialogs über das Wesen der Einheit und das Wesen der Kirche, die orientierende Studie über die derzeitige Programmarbeit, die klare Abgrenzung der betreffenden Zuständigkeiten der Hauptakteure in der ökumenischen Bewegung und der Rolle des ORK bei der Gewährleistung der Kohärenz der ökumenischen Bewegung. Unter Hinweis auf Absatz 8 - Einsetzung eines Fortsetzungsausschusses - empfiehlt der Ausschuss, auf der Grundlage der Arbeit der Sonderkommission, dass zwei von fünf Vertreter/-innen aus den orthodoxen Kirchen kommen sollen. Der Ausschuss überweist die Auswahl derjenigen, die den ORK vertreten sollen, an die Leitenden Amtsträger/-innen und empfiehlt, dass dafür Mitglieder des Zentralausschusses, die mit der Vielschichtigkeit der ökumenischen Bewegung vertraut sind, zur Neunten Vollversammlung delegiert werden sollen; dabei soll auf ein ausgewogenes Verhältnis von Männern und Frauen, der Konfessionen und der Regionen geachtet werden.

13. Weltweites christliches Forum (Pol 1.8)

Der Ausschuss hörte einen Bericht von Hubert van Beek (Berater) über die Entstehung und die weitere Entwicklung des globalen christlichen Forums und die künftige Planung. Der Ausschuss unterstützt das Ziel des Forums, die christliche Einheit durch die Aufnahme von Gesprächen zwischen Kirchen zu fördern, die zuvor untereinander keine Gespräche führten. Der Ausschuss würdigt die Arbeitsweise des Forums, in dem Vertreter/-innen der Kirchen von ihren Glaubenserfahrungen berichten. Der Ausschuss empfiehlt die Fortsetzung der Arbeit des Forums und ist sich dabei der Schwierigkeiten bei der Finanzierung der Arbeit bewusst; er bekräftigt jedoch die gro?e Bedeutung der Erweiterung der Gemeinschaft der Kirchen in der einen ökumenischen Bewegung und ihres Beitrags zu ökumenischer Erneuerung im 21. Jahrhundert.

Der Ausschuss empfiehlt, dass der Fortsetzungsausschuss des Forums der Vollversammlung einen Bericht vorlegen möge, in dem dargelegt werden soll, welche Erfahrungen seit seinen Anfängen in Harare, 1998, gewonnen worden sind, welche Fortschritte erreicht wurden und was für die Zukunft geplant ist.

Der Ausschuss empfiehlt dem Zentralausschuss, die ökumenischen Partner zu ermutigen, zu den Kosten der weiteren Arbeit des Forums beizutragen.

14. Beziehungen zu regionalen ökumenischen Organisationen (POL 1.9)

Der Ausschuss hörte eine Einführung in den Bericht von Dr. Beth Ferris. Die Generalsekretäre der Reos trafen sich im Jahre 2004 in Nairobi. Der Ausschuss nahm den Bericht entgegen und begrü?te die positive Atmosphäre des Treffens der Generalsekretäre des ORK und der Reos.

15. Beziehungen zu den weltweiten christlichen Gemeinschaften (CWCs) (POL 1.10)

Der Ausschuss erhielt von Teny Pirri-Simonian einen Uberblick über die weitere Entwicklung der Beziehungen zwischen dem ORK und den CWCs durch die Entsendung von Vertreter/-innen des ORK zu den Tagungen der CWCs, durch die jährliche Zusammenkunft der Konferenz der Sekretäre der CWCs und die Zusammenarbeit zwischen ORK, RWB und LWB. Der Ausschuss würdigte die Bedeutung dieser Beziehungen insbesondere im Zusammenhang mit der Neugestaltung der ökumenischen Bewegung und sieht weitere Möglichkeiten für engere Zusammenarbeit, Koordinierung und die Entwicklung grösserer Komplementarität auf der Ebene der Programmarbeit. Der Ausschuss dankt dem Stabsteam für die geleistete Arbeit.

Der Ausschuss empfiehlt

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die Bedeutung der Gemeinschaft der baptistischen Mitglieder des ORK und ihres Beitrags zu seinem Leben zu würdigen und

Pfr. David Coffey, den künftigen Präsidenten des Baptistischen Weltbundes, in seinem neuen Amt zu begrü?en.

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16. Leitende Okumenische Amtsträger (POL 1.11)

Der Ausschuss nahm den Bericht der Okumene Referenten entgegen, die im Jahre 2004 in Genf zusammengekommen waren, und begrü?t das Vorhaben, schon kurz nach dieser Tagung des ZA erneut zusammenzutreffen, um unverzüglich weitere Entscheidungen treffen und die Gespräche fortsetzen zu können.

17. Besuche und Besucher/-innen (POL 1.12)

Der Ausschuss nahm den Bericht entgegen und unterstützt die Weiterführung der Arbeit.

Alle im vorliegenden Bericht genannten POL-Dokumente sind auf Anfrage erhältlich