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ÖRK „hofft und betet für frischen Wind“ für Frieden auf koreanischer Halbinsel

ÖRK „hofft und betet für frischen Wind“ für Frieden auf koreanischer Halbinsel

Menschenkette für Frieden entlang der 500 km langen entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea. Foto: John C. Park/NCCK

10. Juli 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 11. Juli 2019

Im Rahmen des Ökumenischen Forums für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der Koreanischen Halbinsel, das vom 10. bis 12. Juli in Bangkok stattfindet, hat der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) seinen Aufruf zum Frieden auf der koreanische Halbinsel wiederholt und bekräftigt. 

Der ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit übermittelte am 10. Juli per Videokonferenzschaltung die Eröffnungsbotschaft an die Teilnehmenden und verwies darin auf die wichtige Botschaft der Hoffnung, die der Koreanische Christenbund und der Nationale Kirchenrat in Korea während der jüngsten ÖRK-Zentralausschusstagung vermittelt hatten.

„Der ÖRK bekräftigt seine Zusage und Einsatzbereitschaft, mit den nord- und südkoreanischen Partnern und mit allen unseren Mitgliedskirchen und Partnern weltweit für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der koreanische Halbinsel zusammenarbeiten zu wollen“, erklärte Tveit. „Nach so vielen Jahren der Konfrontation und Feindschaft und mit dem deutlich gestiegenen Risiko eines katastrophalen Konflikts, das mit dieser Konfrontationssituation verbunden ist, hat der ÖRK die von den beiden koreanischen Staaten bzw. der Demokratischen Volksrepublik Korea und den USA unternommenen politischen Friedensinitiativen begrüßt und gutgeheißen.“

Aber, so Tveit weiter, Frieden könne nicht innerhalb von einem Tag geschaffen werden. „Der ÖRK ist aufgrund der Hindernisse, die sie für die diakonische Zusammenarbeit und humanitäre Hilfe bei Naturkatastrophen darstellen, und aufgrund der negativen Auswirkungen auf die politischen Rahmenbedingungen für Dialog und die Schaffung von Frieden seit Langem beunruhigt über die kontraproduktiven Auswirkungen der strengen Sanktionen gegen die Demokratische Volksrepublik Korea“, sagte Tveit. „Der ÖRK unterstützt einen Ansatz, der Schritt für Schritt Vertrauen aufbauen und ein friedliches Zusammenleben auf der koreanischen Halbinsel fördern will.“

Die Teilnehmenden an dem Forum in Bangkok werden sich bis zum 12. Juli gegenseitig über ihre Aktivitäten und Initiativen für Frieden, Wiedervereinigung und Entwicklungszusammenarbeit auf der koreanischen Halbinsel informieren. Dies wird einen Berichte über den Runden Tisch für Frieden auf der koreanischen Halbinsel, der vom 9. bis 11. November 2018 in Atlanta (USA) stattgefunden hat, sowie einen Bericht über die „Menschenkette für Frieden“ entlang der 500 km langen entmilitarisierten Zone zwischen Süd- und Nordkorea, die im April dieses Jahres veranstaltet wurde, umfassen.

Eine Sondersitzung wird sich schwerpunktmäßig mit den Sanktionen und deren Auswirkungen auf den Dialog für Frieden, das diakonische Engagement und die Entwicklungszusammenarbeit auf der koreanischen Halbinsel beschäftigen. Zum Abschluss des Forums werden alle Teilnehmenden gemeinsam Ideen sammeln und sich erneut zu den nächsten Schritten und ökumenischen Initiativen bekennen, mit denen der Dialog für Frieden und Wiedervereinigung unterstützt werden soll.



Videobotschaft von ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit (in englischer Sprache)

Nationaler Kirchenrat in Korea (in englischer Sprache)