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Uganda: Junge Menschen beweisen Mut, zeigen Einsatzbereitschaft und haben vielfältige Ideen

Uganda: Junge Menschen beweisen Mut, zeigen Einsatzbereitschaft und haben vielfältige Ideen

Foto: CoVAB, Anglikanische Kirchengemeinschaft, Makerere University, 2020

13. Juli 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 14. Juli 2020

Mit einer feierlichen Zeremonie wurde das Engagement junger Uganderinnen und Ugander gewürdigt, die im Bereich Gesundheit und Heilung wahre „Botschafterinnen und Botschafter des Wandels“ seien. Pastorin Pauline Njiru, Regionalkoordinatorin für Ostafrika des Programms „Ökumenische HIV- und AIDS-Initiativen und Advocacy (EHAIA)“ des Ökumenischen Rates der Kirche betonte im Rahmen dieser Zeremonie, dass junge Menschen in vielen lokalen Gemeinschaften neuen Schwung in das Engagement für Gerechtigkeit bringen würden.

„Jeder Mensch hat eine Stimme und unsere Aufgabe ist es, jungen Menschen Chancen zu bieten und ihrer Stimme mehr Gehör zu verschaffen“, sagte sie. „Afrika ist eine reiche Nation – es gibt immensen Reichtum, wenn es um den Mut, die Einsatzbereitschaft und die Ideen von jungen Menschen geht.“

Als Beispiel führte sie Hillary Nuwamanya (24) an, der sich seit einiger Zeit aktiv einbringt, um Menschen zuzurüsten, dass sie in ihren Gemeinwesen eine Führungsrolle in der Umsetzung von Gendergerechtigkeit und der Gleichstellung der Geschlechter einnehmen können. Er nimmt oft an generationenübergreifenden Workshops zum Thema HIV und Gendergerechtigkeit teil oder leitet diese und verwendet dabei gerne vom ÖRK zur Verfügung gestellte Materialien.

In der aktuellen COVID-19-Krise unterstützt er darüber hinaus engagiert Menschen, die mit HIV leben: Damit sie ihre Behandlung fortsetzen können, ohne das Haus verlassen zu müssen, holt er für sie ihre Medikamente ab und bringt sie zu ihnen nach Hause. Weil er dafür aber immer wieder viele Kilometer zurücklegen muss, hatte er sich ein Fahrrad geliehen.

Dieses braucht er aber jetzt nicht mehr, denn Nuwamanya hat ein eigenes Fahrrad bekommen. Studierende der anglikanischen Kirchengemeinschaft an der Fakultät für Tiermedizin, Tiernutzung und Biosicherheit der Makerere-Universität in Kampala hatten Geld gesammelt, um ihm ein eigenes Fahrrad zu kaufen. Dies wurde ihm am 8. Juli endlich übergeben.

Sarah Ayer, Mitarbeiterin an der Makerere-Universität, war dabei, als Nuwamanya das Fahrrad übergeben wurde. Sie sagte, Haushalterschaft bedeute, „sich auf allen Ebenen für die Umsetzung von Gottes Plan einzusetzen“. Und an Nuwamanya gerichtet sagte sie weiter: „Der Weg, für den du dich entschieden hast, entspricht Gottes Willen und unser Gott enttäuscht uns nicht.“

Auf die Frage, warum er sich so sehr für andere Menschen engagiere, sagte Nuwamanya: „Ich will helfen, weil ich die Möglichkeit habe, anderen Menschen das Leben zu retten, die sehr unter den gegebenen Umständen leiden; ihnen das Leben zu retten ist mir persönlich sehr wichtig, aber auch meinem Gott.“

Junger Mann aus Uganda ist Hoffnungsträger für zukünftige bessere Versorgung von HIV-Kranken und für mehr Gendergerechtigkeit