Veranstaltung

Christliche Perspektiven zu menschlicher Würde und Menschenrechten

Als Teil der internationalen Konferenz, die vom 9. bis 12. April in Wuppertal in Deutschland stattfinden wird, wird die virtuelle Podiumsdiskussion die Herausforderungen einer gemeinsamen Vision von Kirchen zu Menschenrechten in der Gegenwart reflektieren und biblische, theologische und praktische Perspektiven zu menschlicher Würde zusammenbringen.

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Ukraine refugees family

Der Grenzübergang in Siret zwischen dem Nordosten Rumäniens und der Ukraine. Seit die Invasion der Ukraine durch russische Streitkräfte am 24. Februar begonnen hat, sind mehr als eine halbe Million ukrainische Flüchtlinge, meistens Frauen und Kinder, über die Grenze nach Rumänien geflohen.

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Infolge des Zweiten Weltkrieges nahmen die Vereinten Nationen 1948 die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte an. Im selben Jahr wurde der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) gegründet. Seitdem hat sich die ökumenische Bewegung aktiv für internationale Menschenrechte als Instrument zum Schutz der gottgegebenen menschlichen Würde jedes Menschen eingesetzt.

Mit dem ÖRK assoziierte Kirchen und religiöse Organisationen haben über viele Jahrzehnte hinweg gerade die Schutzlosen vertreten, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen geworden sind. Im gegenwärtigen globalen Kontext stellen eskalierende Konflikte, Spannungen, Spaltungen und diskriminierender Nationalismus erneut eine große Gefahr für die physische Sicherheit und die menschliche Würde und die Rechte von Gemeinschaften und Individuen auf der ganzen Welt dar.

Das Ziel eines Studienprozesses, der 2020 vom ÖRK, der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ins Leben gerufen wurde, ist es, Raum für ökumenische Reflexion zum Verhältnis zwischen menschlicher Würde und Menschenrechten aus biblischen, theologischen und Opferperspektiven zu geben.

Die vorläufigen Ergebnisse dieses Studienprozesses werden bei einer internationalen Konferenz vom 9. bis 12. April in Wuppertal und online vorgestellt und diskutiert werden. Die virtuelle Podiumsdiskussion wird die vorläufigen Ergebnisse des Studienprozesses diskutieren und Einblicke in die auf der Konferenz diskutierten Themen geben.

Der Livestream der öffentlichen Sitzung der Konferenz wird über den YouTube-Kanal des ÖRK via https://www.oikoumene.org/live zugänglich sein.

Wann: 11. April 2022, 13.30 – 15.30 MEZ

Wo: online unter www.oikoumene.org/live

Begrüßung:

  • P. Prof. Dr. Ioan Sauca (geschäftsführender Generalsekretär des ÖRK)
  • Präses Dr. h.c. Annette Kurschus (Ratsvorsitzende der EKD)
  • P. Volker Martin Dally (Generalsekretär der VEM)

Teilnehmende:

  • Natallia Vasilevich (Centre Ecumena, Belarus)
  • Erzbischof Angaelos (Koptische Orthodoxe Kirche)
  • P. Dr. Kenneth Mtata (Kirchenrat von Simbabwe)
  • Dr. Mathews George Chunakara (Christliche Konferenz Asiens)
  • Prof. Dr. Heiner Bielefeldt (FAU, Deutschland)
  • Pn. Ute Hedrich (EKD, Deutschland)
  • Peter Prove (CCIA, ÖRK)

Moderation: P. Dr. Jochen Motte (VEM, Deutschland)