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Libanon-Konsultation will das Thema Behinderung aus einer Menschenrechtsperspektive angehen

Libanon-Konsultation will das Thema Behinderung aus einer Menschenrechtsperspektive angehen

Foto: Anjeline Okola/ÖRK

11. Juli 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 12. Juli 2019

Achtzehn Führungspersonen des Ökumenischen Aktionsbündnisses von und für Menschen mit Behinderung des Ökumenischen Rates der Kirchen haben sich vom 3.–5. Juli in Beirut, Libanon getroffen, um die Probleme in der Region zu erörtern und einen strategischen Plan zu bewerten.

Wichtig war die Durchführung der Veranstaltung im libanesischen Kontext, da seit Beginn des brutalen Bürgerkrieges eine Millionen Menschen aus Syrien Schutz im Libanon gesucht haben. Dies war einem Kommuniqué zu entnehmen, das bei Abschluss der Konsultation veröffentlicht wurde. „Der Libanon muss als kleines Land damit leben, dass es der einzige Staat ist, der mehr Flüchtlinge pro Kopf aufgenommen hat als sonst irgendein Land in der Welt. Flüchtlinge haben hier inzwischen einen Anteil von mehr als einem Viertel der Bevölkerung“, heißt es in dem Kommuniqué. „Dieser Zustrom verschärft vorhandene Spannungen in einem Land, das bereits mit wirtschaftlichen Problemen kämpft und sich in einer komplexen inländischen und regionalen politischen Lage befindet.“

Die Delegierten erörterten die zahlreichen Probleme, mit denen die Flüchtlinge konfrontiert werden, und die Rolle der Vereinten Nationen im Kontext politischer Maßnahmen und finanzieller Unterstützung. „Im Rahmen unseres Engagements verpflichten wir uns auf globaler Ebene zur Advocacy-Arbeit für Flüchtlinge mit Behinderungen und wollen darüber informieren, dass alle Flüchtlinge mit Behinderungen Rechte haben“, heißt es im Kommuniqué.

Foto: Anjeline Okola/ÖRK

Das Kommuniqué ersucht die Regierung des Libanon, das  Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu ratifizieren. „Wir fordern ferner die Vereinten Nationen auf, das Thema Behinderung aus einer Menschenrechtsperspektive anzugehen und Inklusion von Anfang an zum festen Bestandteil aller Programme zu machen und verstärkt Personen mit Behinderungen zu konsultieren, um ihre Standpunkte besser zu verstehen und genauer abgestimmte Leistungen für inkludierende humanitäre Aktionen bereitstellen zu können“, so das Kommuniqué.

 

Ökumenisches Aktionsbündnis von und für Menschen mit Behinderungen (EDAN)