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ÖRK Vorsitzende beteiligt sich am Interreligiösen G20-Forum zu Afrika

ÖRK Vorsitzende beteiligt sich am Interreligiösen G20-Forum zu Afrika

Dr. Agnes Abuom. Foto: Albin Hillert/ÖRK 2018

25. August 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 25. August 2020

Dr. Agnes Aboum, Vorsitzende des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), beteiligte sich an einem Interreligiösen G20-Forum zu Afrika, das vom KAICIID, auch als Internationales Zentrum für Dialog bekannt, ausgerichtet wurde und der Förderung des Dialogs zwischen den Anhängerinnen und Anhängern verschiedener Kulturen und Religionen gewidmet war.

Aboum befasste sich speziell mit dem Thema Umgang mit der Corona-Krise inmitten zunehmender Entwaldung, Hungersnöte und internationaler Schulden.

„Die Pandemie hat viele der vorherrschenden Ungerechtigkeiten und Missstände aufgedeckt und verschärft“, sinnierte Aboum, „das Leben in der Realität eines multireligiösen und vielfältigen Umfelds bewirkt, dass wir im Geiste der Solidarität handeln und uns engagieren, und es verlangt von uns, dass wir uns gegenüber der breiteren Gesellschaft, in der wir leben, verantwortlich zeigen.“

Ein Tag ohne Arbeit bedeutet häufig ein Tag ohne Essen, fuhr Aboum fort, „die Schließung der Schulen wegen der COVID-19-Pandemie hat auch dazu geführt, dass 370 Millionen Kinder (von 1,3 Milliarden, die nicht zur Schule gehen können) keine Schulmahlzeiten erhalten und somit nur eingeschränkt Zugang zu nahrhaftem Essen und den Projekten zur Gesundheitsförderung haben“, sagte sie. „Ungeachtet der Herausforderungen für Versammlungen und gemeinsame Gebete und trotz der in vielen Gemeinden fehlenden technischen Möglichkeiten für Online-Treffen und Internet-Kommunikation hat die Gemeinschaft auf effektive und inspirierende Weise reagiert.“

Sie sprach auch die Abholzung und Entwaldung an, die nach wie vor in alarmierender Geschwindigkeit voranschreiten. „In den vergangenen 30 Jahren hatten rund 60-70 Prozent der neuen, beim Menschen aufgetretenen Krankheiten ihren Ursprung im Tierreich“, gab Aboum zu bedenken. „Das Wohl der indigenen Völker, die 5 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, steht maßgeblich mit dem Überleben der Menschheit in Verbindung.“

Indem wir die Wälder achten und bewahren, schützen wir sowohl die Vielfalt der Schöpfung als auch die indigenen Völker, die als Hüter der Schöpfung fungieren, so Aboum. „Was noch wichtiger ist, wir schützen dadurch auch uns selbst vor tödlichen neuen Krankheiten.“

Weitere Sprecher vor dem Forum waren Seine Exzellenz Jalel Chelba, Leiter der Abteilung für Zivilgesellschaft, der Afrikanischen Bürgerunion und des Diaspora-Vorstands; Ihre Exzellenz Ministerin Pauline Tallen, Ministerin für Frauen und Soziales, Nigeria; Kardinal John Onaiyekan, emeritierter Erzbischof, Nigeria; Dr. Iyad Abumoghli, erster politischer Berater, Umweltschutzprogram der Vereinten Nationen; Seine Exzellenz Dr. Martin Pascal Tine, Botschafter der Republik Senegal beim Heiligen Stuhl.

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