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Indigene Spiritualität soll Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens bereichern und verwandeln

Indigene Spiritualität soll Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens bereichern und verwandeln

Eine internationale ÖRK-Delegation besucht 2010 das Nungalinya College in Darwin (Australien). © Gabrielle Russell-Mundine/ÖRK

15 August 2016

English version published on: 17 August 2016

In einer Zeit, in der indigene Völker weltweit um Anerkennung, Überleben und das Recht kämpfen, als eigene und selbstbestimmte Völker zu leben, beruft der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) in Darwin (Australien) eine Konsultation zu indigener Spiritualität und Theologie ein.

Die Konsultation, die vom 27. bis 31. August stattfindet, steht unter dem Titel „Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens: Gemeinsam Landschaften der Hoffnung gestalten“. Dr. Katalina Tahaafe-Williams, ÖRK-Programmreferentin für Mission und Evangelisation, erklärt: „Da sich die Gemeinschaft von Kirchen gerade auf einem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens befindet, ist es wichtig, dass wir gemeinsam über ein indigenes spirituelles und theologisches Verständnis von diesem Pilgerweg nachdenken und dies artikulieren – ein Verständnis, das Kirchen und Glaubensgemeinschaften informieren und bereichern und ihnen Ressourcen geben kann, um gemeinsam nach Gerechtigkeit und Frieden für alle Völker zu streben.“

„Die gegenwärtige ungerechte Lage, in der indigene Völker weltweit politisch unterdrückt und wirtschaftlich ausgebeutet werden und unter Gewalt leiden, erfordert neuerliche politische und humanitäre Anstrengungen und Verpflichtungen“, meint Tahaafe-Williams.

Gastgeber der Konsultation in Darwin im August ist das Nungalinya Ecumenical Theological College. Sie ist die erste einer Reihe von Veranstaltungen, um indigene Theologinnen und Theologen aus der ganzen Welt zu versammeln und ein Forum zu schaffen, um strategisch und proaktiv darüber nachzudenken, wie eine indigene Spiritualität und Theologie die Ökumene beeinflussen und mitgestalten kann. Die Reihe dient außerdem dem Aufbau und der Stärkung von ökumenischen Netzwerken unter indigenen Völkern, sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene.

„Diese Konsultation könnte nicht zu einer besseren Zeit und an einem besseren Ort stattfinden“, sagt Tahaafe-Williams. „Ungerechtigkeit gegenüber indigenen Völkern ist in allen Kontexten inakzeptabel. Aber sie kommt in der ganzen Welt immer wieder vor – nicht zuletzt hier in Australien, wo es kürzlich zu einer öffentlichen Aufdeckung von Gewalt gegenüber jungen Aborigines in Haft kam.“

„Wir hoffen, dass wir uns mithilfe der Arbeit des ÖRK und all unserer Partner auf einen Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens begeben können, der einerseits die Landschaften verwandelt, in denen wir pilgern, und andererseits auch uns als Pilger verwandelt, so dass wir Menschen bzw. die Landschaften zu Orten werden, wo wahrhaft Gott herrscht“, schließt Tahaafe-Williams.

Weitere Informationen über die ÖRK-Konsultation zu indigener Spiritualität und Theologie vom 27. bis 31. August (in englischer Sprache)

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