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Kampagne Donnerstags in Schwarz

Eintreten der Kirchen gegen sexuelle und geschlechtsbezogene Gewalt: Kampagne Donnerstags in Schwarz / Thursdays in Black

In jedem Land ist geschlechtsbezogene Gewalt eine traurige Realität. Diese Gewalt geschieht häufig im Versteckten, und Opfer bleiben oft still, aus Angst vor Stigmatisierung und weiterer Gewalt.

Wir alle tragen eine Verantwortung, uns gegen Gewalt auszusprechen, und sicherzustellen, dass Frauen und Männer, Jungen und Mädchen, vor Vergewaltigung und Gewalt allgemein in ihrem Zuhause, in der Schule, auf der Arbeit und in den Straßen – an allen Orten in unserer Gesellschaft – in Sicherheit sind.

Donnerstags in Schwarz: Widerstand und Resilienz
Die Kampagne ist einfach, aber tiefgründig. Tragen Sie am Donnerstag schwarze Kleidung. Tragen Sie einen Anstecker, um zu zeigen, dass Sie ein Teil der globalen Bewegung sind, die sich gegen Haltungen und Handlungen auflehnt, die Vergewaltigung und Gewalt dulden. Zollen Sie Frauen Respekt, die gegenüber Ungerechtigkeit und Gewalt resilient sind. Ermutigen Sie andere, sich Ihnen anzuschließen. 
Schwarz wird oft mit negativen Assoziationen in Bezug auf Rasse in Verbindung gebracht. In dieser Kampagne ist Schwarz die Farbe des Widerstandes und der Resilienz.

Worum geht es bei der Kampagne Donnerstags in Schwarz?

Donnerstags in Schwarz (oder Thursdays in Black) entstand aus der Dekade der Kirchen in Solidarität mit den Frauen (1988 – 1998) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), in der Berichte von Vergewaltigung als Kriegswaffe, geschlechtsbezogener Ungerechtigkeit, Misshandlung, Gewalt und von vielen Tragödien, die aus solcher Gewalt entstehen, ersichtlich wurden. Was aber auch ersichtlich wurde, war die Resilienzfähigkeit von Frauen, ihr Vermögen und ihre persönlichen Bemühungen, solcher Gewalt zu widerstehen.

Quellen der Inspiration für die Kampagne:

  • Die Mütter von Verschwundenen in Buenos Aires, Argentinien, die jeweils am Donnerstag auf der Plaza de Mayo gegen das Verschwinden ihrer Kinder während der Gewaltdiktatur demonstrierten.
  • Die schwarz gekleideten Frauen in Israel und Palästina, die bis heute gegen Krieg und Gewalt protestieren.
  • Frauen in Ruanda und Bosnien, die sich gegen die Verwendung von Vergewaltigung als Kriegswaffe während des Genozids auflehnten.
  • Die Black Sash-Bewegung (schwarze Schärpe) in Südafrika, die gegen die Apartheid und die Anwendung von Gewalt gegen schwarze Menschen protestierte.

Schließen Sie sich der Bewegung von Menschen und Organisationen an. Donnerstag in Schwarz kann für einzelne Menschen, Gemeinschaften sowie für nationale und internationale politische Foren einen Unterschied machen.

Lassen Sie sich von anderen inspirieren: in Südafrika: www.thursdaysinblack.com und in Neuseeland – Aotearoa.

Teilen Sie Ihre Bilder zur Donnerstags-in-Schwarz-Kampagne auf Twitter, Facebook und Instagram mit den Hashtags #ThursdaysinBlack und #WCC.

Materialien:

Donnerstag in Schwarz-Anstecker: print-ready pdf

Kontakt für weitere Informationen über die Kampagne:: media@wcc-coe.org

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