World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

Sie sind hier: Startseite / Was wir tun / Religiöse Führungspersonen und HIV-Tests

Religiöse Führungspersonen und HIV-Tests

Religiöse Führungspersonen und Glaubensgemeinschaften können sehr viel bewirken, um der Stigmatisierung im Zusammenhang mit HIV-Tests ein Ende zu machen! Wir können darauf hinweisen, dass es für jeden wichtig ist, seinen HIV-Status zu kennen, weil HIV ein Virus ist und kein moralischer Zustand.

Mit gutem Beispiel vorangehen, um Aids zu beenden

Heute sind 37 Millionen Menschen HIV-positiv. Alle benötigen lebensrettende anti-retrovirale Medikamente, aber nur 16 Millionen erhalten sie aktuell auch.

Einer der ersten Schritte für die Behandlung ist zu wissen, ob man HIV-positiv ist. Aber es ist schwierig, Menschen zu einem Test zu bewegen. Momentan sind sich weniger als die Hälfte aller mit HIV infizierten Menschen ihres Status bewusst. Einige wissen nichts über die Ansteckung mit HIV oder über Behandlungsmöglichkeiten. Einige haben keinen leichten Zugang zu Tests. Aber viele fürchten sich vor der Stigmatisierung, die ihnen eventuell schon durch einen Test droht.

Religiöse Führungspersonen und Glaubensgemeinschaften können sehr viel bewirken, um der Stigmatisierung im Zusammenhang mit HIV-Tests ein Ende zu machen! Wir können darauf hinweisen, dass es für jeden wichtig ist, seinen HIV-Status zu kennen, weil HIV ein Virus ist und kein moralischer Zustand.

Die Rolle von Kirchen, religiösen Führungspersonen und Glaubensgemeinschaften

Religiöse Führungspersonen haben Einfluss auf die Menschen – von Politikern und wichtigen Entscheidungsträgern bis hin zur einfachen Bevölkerung.

Der Nationale Kirchenrat der Philippinen nutzt diesen Umstand in ihrer Plakatkampagne Testing the Clergy („Geistliche testen“): In der Stadt hängen Plakate von Bischöfen, die sich einem HIV-Test unterzogen haben, um andere zu inspirieren, es ihnen gleichzutun.

Machen Sie mit bei der Kampagne Mit gutem Beispiel voran: HIV-Tests ohna Stigma!

  • Fördern Sie Aids-Tests in Ihrer Kirche und Glaubensgemeinschaft: Geben Sie ein Beispiel, indem Sie sich testen lassen, und/oder lassen Sie sich für die Social-Media-Kampagne Mit gutem Beispiel voran: HIV-Tests ohna Stigma („Geistliche testen“) fotografieren
  • Ermutigen Sie die Menschen in Ihren Predigten, sich testen zu lassen, oder finden Sie andere Wege, fundierte Informationen über HIV-Tests und medikamentöse Behandlung zu verbreiten, und fördern Sie einen nichtdiskriminierenden Umgang in Ihrer Gemeinde. In einigen Gebieten kann über die Kommune oder das Gesundheitssystem ein mobiles HIV-Testlabor organisiert werden.
  • Setzen Sie in jedem Monat einen HIV-Test-Sonntag an, oder pro Jahr eine HIV-Test-Woche oder einen Monat.
  • Teilen Sie über die Medien mit, wie wichtig ein HIV-Test ist, und welches Beispiel Sie und Ihre Gemeinde geben. Zum Beispiel können Sie einen Brief an Ihre Lokalzeitung schreiben.


Wenden Sie sich an die weltweite Gemeinschaft! Verbreiten Sie Fotos und Nachrichten über Facebook oder Twitter mit dem Hashtag #KnowYourStatus , oder schreiben Sie eine E-Mail an eaa@e-alliance.ch.

Related News

Tansania: Langjähriges Problem mit Potenzial für Veränderungen

Tansania: Langjähriges Problem mit Potenzial für Veränderungen

Was wäre, wenn HIV einfach nur ein Virus und nicht auch noch ein Tabuthema wäre? Religiöse Führungspersonen sind in dieser Woche in Tansania zusammengekommen, um sich mit den Themen Stigmatisierung und Diskriminierung im Zusammenhang mit HIV zu beschäftigen.

Michel Sidibé: Die Rolle glaubensgestützter Organisationen ist entscheidend im Kampf gegen HIV

Michel Sidibé: Die Rolle glaubensgestützter Organisationen ist entscheidend im Kampf gegen HIV

In seinen Ausführungen während eines Workshops über HIV unter Migrierenden und Flüchtlingen sprach UNAIDS-Direktor Michel Sidibé über die Herausforderungen von HIV in einer sich schnell verändernden und überaus unberechenbaren Welt.

„Kräfte bündeln und zusammenarbeiten“ – ÖRK veranstaltet Workshop zu HIV unter Migrierenden und Flüchtlingen

„Kräfte bündeln und zusammenarbeiten“ – ÖRK veranstaltet Workshop zu HIV unter Migrierenden und Flüchtlingen

Am 20. und 21. Februar haben UNAIDS, der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) und die Internationale Katholische Migrationskommission einen Workshop zum Thema HIV unter Migrierenden und Flüchtlingen veranstaltet.