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Kirchen und Naher Osten: Solidarität und Zeugnis für den Frieden

Die Lage im Nahen Osten erfordert von den ökumenischen Partnern ein kollektives Engagement für Frieden und Gerechtigkeit, auf lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Ebene. Der ÖRK zielt darauf ab, die Bemühungen der ökumenischen Bewegung für einen dauerhaften Frieden zu bündeln.
Kirchen und Naher Osten: Solidarität und Zeugnis für den Frieden

© Paul Jeffrey/ACT

Die Lage im Nahen Osten erfordert von den ökumenischen Partnern ein kollektives Engagement für Frieden und Gerechtigkeit, auf lokaler, nationaler, regionaler und internationaler Ebene. Zu den Hauptproblemen in der Region zählen die bewaffnete Besetzung von Territorium, Verweigerung von Menschenrechten und nationalen Bestrebungen, Versagen bei der Durchsetzung rechtsstaatlicher Grundsätze auf nationaler und internationaler Ebene, verschiedene Formen von Extremismus und Intoleranz sowie nukleare Weiterverbreitung in Israel und im Iran. Damit verknüpft ist die Frage der Kontrolle von Energiequellen.

Der ÖRK begleitet seine Mitgliedskirchen in der Region, insbesondere in Ägypten, Syren und Irak, wo die jüngsten dramatischen und gewalttätigen Entwicklungen die Präsenz und das Zeugnis der christlichen Gemeinschaften bedrohen. Er hat immer wieder die Aufmerksamkeit auf den israelisch-palästinensischen Konflikt gelenkt und sich für eine friedliche und gerechte Beilegung eingesetzt.

Der ÖRK strebt eine Erweiterung und Vertiefung des kirchlichen Engagements für einen gerechten Frieden im Nahen Osten an. Es soll den Kirchen helfen, Kapazitäten aufzubauen, damit sie als Friedensstifter Zeugnis ablegen, auf lokaler und nationaler Ebene Fürsprachearbeit leisten und die Politik der wichtigsten internationalen und regionalen Mächte beeinflussen können. Das Projekt stellt sicher, dass das Grundsatzprinzip des kirchlichen Vorgehens in der Region bekannt ist und von interessierten Mitgliedskirchen in aller Welt befolgt wird.

Konzeption und gemeinsames Handeln konzentrieren sich auf interreligiöse Beziehungen, Diakonie, Überwindung von Gewalt und öffentliches Zeugnis. Projektbeteiligte und Mitarbeitende motivieren kirchliche Verantwortliche wie Mitglieder, ihren Glauben in konkreten Aktionen für einen gerechten Frieden zum Ausdruck zu bringen. Lobby- und Medienarbeit soll die Position der Kirchen in der Region stärken.

Mit der Einrichtung eines Ökumenischen Forums für Israel/Palästina als ein globales Netz für die Fürsprachearbeit von Kirchen im Norden und Süden, welche die kirchliche Friedensarbeit gemeinsam ausweiten und vertiefen wollen, will der ÖRK zu politischen Veränderungen im Nahen Osten und speziell im israelisch-palästinensischen Konflikt beitragen.

Das Zwischenkirchliche Zentrum in Jerusalem (JIC) dient als Koordinationsstelle für ökumenische Aktionen in und für Jerusalem und seine Kirchen. Das Zentrum ist ein gemeinsames Projekt der Kirchen in Jerusalem, des ÖRK und des Rates der Kirchen im Mittleren Osten. Es hat die Aufgabe, die ökumenische Gemeinschaft regelmäßig mit aktuellen Informationen, Analysen und Berichten zu versorgen, die Kirchen am Ort in ihrer diakonischen Arbeit zu unterstützen und lokale ökumenische wie auch interreligiöse Beziehungen zu stärken.

Das im August 2002 eingerichtete Ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel (EAPPI) soll Palästinenser und Israelis bei ihren gewaltlosen Aktionen und gemeinsamen Anstrengungen zur Beendigung der Besetzung  begleiten.

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