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Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten

Die CCIA bietet eine Plattform für Informationsaustausch und gemeinsames Eintreten für Opfer von Krisensituationen und zur Unterstützung von Initiativen für Frieden, Gerechtigkeit und die Überwindung von Armut.
Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten

CCIA-Vizevorsitzende Emily Welty verliest interreligiöse Erklärung zu Atomwaffen, New York 2015. © Daniela Varano/ICAN

Zu den Aufgaben der Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten (CCIA) gehören:

  • Beratung in Fragen des öffentlichen Engagements und der Fürsprachearbeit;

  • Beratung zur Ausrichtung der Programmarbeit, einschließlich der Analyse systemimmanenter Faktoren, die Ungerechtigkeit und gesellschaftlicher Verwandlung zugrunde liegen;

  • Auseinandersetzung mit spezifischen Programm- und Grundsatzfragen - insbesondere zur Förderung der friedenstiftenden und versöhnenden Rolle von Religion in Konflikten und des interreligiösen Dialogs als Voraussetzung fürden besseren Zusammenhalt von Gemeinschaften, des Austausches in Glaubensfragen und eines besseren gegenseitiges Verständnis.

Die CCIA gibt Anleitung für die ÖRK-Programme Öffentliches Zeugnis und Diakonie und Interreligiöser Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit.

Die CCIA geht zurück auf das Jahr 1946. Durch die 2006 beschlossene Zusammenlegung mit drei anderen ÖRK-Beratungsgremien - der Kommission der Kirchen für Diakonie und Entwicklung (CCDD), der Kommission der Kirchen für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (CJPC) und der Referenzgruppe für interreligiöse Beziehungen und Dialog (IRRD) - erweiterte sich ihr Aufgabenbereich allerdings erheblich.

Struktur

Die Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten (CCIA) hat 35 Mitglieder, die von Kirchen und regionalen ökumenischen Organisationen ernannt werden, um den ÖRK zu beraten. Diese Männer und Frauen aus aller Welt sind leitende Kirchenvertreter, Pfarrer, Laien und Wissenschaftler mit Fachwissen in CCIA-relevanten Bereichen. Sie kommen in der Regel einmal im Jahr zusammen.

Themenspezifische Arbeitsgruppen bleiben auch in der Zeit zwischen den Kommissionstagungen, vor allem via Internet, in Kontakt miteinander. Auf diese Weise ist es möglich, die Beratung von ÖRK-Mitarbeitenden und Leitungsgremien in komplexen Fragen so zeitnah wie nötig zu gewährleisten.

Diese Arbeitsgruppen werden nicht auf permanenter Basis eingerichtet, sondern dienen dazu, drängende Herausforderungen aufzugreifen, mit denen der ÖRK und die ökumenische Bewegung konfrontiert sind. Zur Zeit gibt es fünf solcher Arbeitsgruppen:

  • Friedensförderung

  • Menschenrechte

  • Staatenlosigkeit und Migration

  • Gerechtigkeit in Wirtschafts- und Umweltfragen

  • Menschenwürde, Jugendarbeitslosigkeit und Diakonie.

Die Arbeitsgruppen setzen sich aus Kommissionsmitgliedern sowie Fachleuten aus den jeweiligen Bereichen zusammen. Obwohl ihre Bezeichnungen zum Teil an laufende Projekte oder Programme des ÖRK erinnern, leisten diese Gruppen doch programmübergreifende Arbeit.

Arbeitsmethoden

Insbesondere in den Programmbereichen Öffentliches ZeugnisGerechtigkeit und Diakonie sowie Interreligiöser Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit bietet die CCIA den ÖRK-Mitgliedskirchen, ihren Hilfswerken und anderen ökumenischen Partnern ein ökumenisches Forum sowie Informationen, Orientierung und Leitlinien zu nationalen und internationalen Problemen.

Die CCIA bietet eine Plattform für Informationsaustausch und gemeinsames Eintreten für Opfer von Krisensituationen und zur Unterstützung von Initiativen für Frieden, Gerechtigkeit und die Überwindung von Armut.

Die CCIA unterstützt den ÖRK auch bei der Formulierung von öffentlichen Erklärungen, Appellen an Regierungen und Solidaritätsbotschaften an Kirchen und andere, die sich für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Sie hilft den ÖRK-Leitungsgremien, Herausforderungen zu erkennen, mit denen die Kirchen konfrontiert werden, und gibt ihnen bei der Gestaltung einer kohärenten ökumenischen Antwort Hilfestellung.

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