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Armut, Reichtum und Umwelt: Folgen der Globalisierung

Dieses Projekt bringt Kirchen und ihre Partner zusammen, um über den Zusammenhang zwischen Armut, Reichtum und Umwelt nachzudenken, wirtschaftliche Ungerechtigkeit zu bekämpfen, Initiativen zu gerechtem Handel, ökologischer Verschuldung und menschenwürdiger Arbeit durchzuführen und die Arbeit an dem Projekt

Die wirtschaftliche Globalisierung schafft Handels- und Finanzstrukturen, die die Kluft zwischen Arm und Reich zunehmend vertiefen und Bedrohungen für den Weltfrieden und die Erde darstellen.

Auf der ÖRK-Vollversammlung 2006 in Porto Alegre (Brasilien) wurde deutlich, dass dieser Sachverhalt unterschiedlich bewertet wird und es folglich auch verschiedene Reaktionen darauf gibt. Der ÖRK hat das Potenzial, ein neues Paradigma zu entwickeln, das diese unterschiedlichen Positionen zusammenführt.

Das Projekt will Kirchen ermutigen, Alternativen zur wirtschaftlichen Globalisierung zu entwickeln und sich dafür stark zu machen. Es will Kirchen und ökumenische Partner aus Nord und Süd, Ost und West zusammenbringen, damit sie gemeinsam über neue und kreative Weg nachdenken, wie der weltweite Wohlstand zur Beseitigung der Armut eingesetzt werden kann. Es ruft sie auf, neue Synergien zwischen den unterschiedlichen Standpunkten in Fragen von Armut, Reichtum und Umwelt zu schaffen.

Im Rahmen des 2006 begonnenen AGAPE-Prozesses (Alternative Globalisierung im Dienst von Menschen und Erde) führt das Projekt die Zusammenarbeit mit ökumenischen Partnern weiter und konzentriert sich auf Themen wie gerechter Handel, Schuldenerlass, Finanzmärkte, Steuerflucht, öffentliche Güter und Dienste, angemessener Lebensunterhalt und menschenwürdige Arbeit, lebenspendende Landwirtschaft, Macht und Imperium sowie ökologische Schulden.

Es gibt zahlreiche Studien über in Armut lebende Menschen, doch kaum Angaben zu den Reichen. Die Kirchen sind eingeladen, analog zur "Armutsgrenze" eine "Konsum- und Habgiergrenze" auszuarbeiten, die als Leitlinie für Christen dienen kann.

Mit Fallstudien und Arbeitskreisen werden auf regionaler und globaler Ebene Erfahrungen von Kirchen zusammengetragen. Die Kirchen werden ermutigt, in regionalen Workshops von ihren Erfahrungen im Umgang mit Armut und Reichtum zu berichten. Für die Tagungen des Weltsozialforums werden Seminare geplant. Die Gespräche mit Vertretern von Weltbank und Internationalem Währungsfonds zu Fragen von Armut, Reichtum und Umwelt werden fortgesetzt.

Sachbearbeiter/innen in den Kirchen, die für Fragen der wirtschaftlichen Gerechtigkeit oder Fragen von Armut und Reichtum zuständig sind, werden kontaktiert mit dem Ziel, ein kreatives und aktives Netzwerk zu bilden. Der Referenzgruppe für das Projekt gehören Vertreter und Vertreterinnen von Organisationen und Gruppen an, die sich in den Bereichen ökologische Schuld, Frauen, junge Menschen, indigene Völker und Menschen mit Behinderungen engagieren.

Video: The cup of justice

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