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Erklärung von ÖRK und ACT Alliance zum Weltwassertag 2020 inmitten der COVID-19-Pandemie

Anlässlich des Weltwassertags 2020 und mit großer Besorgnis angesichts des Ernstes der COVID-19-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Menschen in allen Regionen der Welt, insbesondere die armen, bekräftigen der Ökumenische Rat der Kirchen und ACT Alliance die Verantwortung der Kirchen und glaubensbasierten Organisationen zu gewährleisten, dass Menschen Zugang zu sauberem und erschwinglichem Wasser in ausreichender Menge haben, um ihren Bedarf für Körper und Haushalt zu decken, wozu auch das Händewaschen zählt.

21. März 2020

Anlässlich des Weltwassertags 2020 und mit großer Besorgnis angesichts des Ernstes der COVID-19-Pandemie und ihrer Auswirkungen auf die Menschen in allen Regionen der Welt, insbesondere die armen, bekräftigen der Ökumenische Rat der Kirchen und ACT Alliance die Verantwortung der Kirchen und glaubensbasierten Organisationen zu gewährleisten, dass Menschen Zugang zu sauberem und erschwinglichem Wasser in ausreichender Menge haben, um ihren Bedarf für Körper und Haushalt zu decken, wozu auch das Händewaschen zählt.

Am 22. März begehen wir den Weltwassertag. Dieser Tag wird seit 1993 von der UN ausgerufen, um das Augenmerk auf die Bedeutung der sich rapide erschöpfenden Süßwasser-Ressourcen zu richten. In diesem Jahr feiern wir auch den 10. Jahrestag der Anerkennung des Menschenrechts auf Wasser und Sanitärversorgung durch die UN.

Das neue Coronavirus hat über 180 Länder erreicht, es gibt bereits mehr als 200.000 Infizierte und mehr als 10.000 Todesfälle. COVID-19 hat das Potential, mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung zu infizieren und zu einer unvorstellbaren Anzahl an Toten zu führen, wenn nicht strengste Maßnahmen ergriffen werden.

Ganze Länder haben sich für Wochen und Monate abgeriegelt, und der wichtigste Ratschlag zur Vermeidung einer Ansteckung ist ein einfaches „Händewaschen“ mit Wasser und Seife. Es hat jedoch nicht jeder Mensch auf der Welt die Möglichkeit, sich mehrmals am Tag die Hände zu waschen, einfach weil nicht jeder Mensch Zugang zu ausreichend sicherem und sauberem Wasser zum Trinken, geschweige denn zum Händewaschen hat. Menschen in Flüchtlingslagern sind zum Beispiel stärker gefährdet, weil ihnen Wasser in ausreichender Menge fehlt.

Die Gewohnheit, sich die Hände zu waschen, um für eine gute Hygiene zu sorgen, ist, genau wie Abstand zu anderen zu halten, der „Königsweg“, um eine Infektion an der Ausbreitung zu hindern. Bis die Welt eine Impfung gegen COVID-19 findet, besteht die beste Vorbeugemaßnahme im Händewaschen mit Wasser und Seife.

„Wasser ist die Quelle der Gesundheit und des Wohlbefindens und verlangt verantwortungsvollen Umgang von uns Menschen als Partner und Priester der Schöpfung (Röm 8,19ff; Offb 22). Als Kirchen sind wir zur Teilnahme an Gottes Plan einer neuen Schöpfung aufgerufen, in der allen ein Leben in Fülle gewährt wird (Joh 10,10; Am 5,24). Daher ist es geboten, die Stimme zu erheben und zu handeln, wenn das Leben spendende Wasser weltweit und systematisch gefährdet wird.“ ,Erklärung: Wasser - Quelle des Lebens‘ der 9. Vollversammlung des Ökumenischen Rats der Kirchen, Porto Alegre, 2006.

„ÖRK und ACT Alliance erkennen die Regularien der Weltgesundheitsorganisation zur Verhütung von Infektionen und Bekämpfung von Pandemien an und bekräftigen diese. Sie rufen ihre Mitglieder rund um den Globus auf, „alles zu tun, was wir können, um Leben zu schützen“ an oberste Stelle zu setzen und strikt die an den Regularien der WHO ausgerichteten Regeln und Richtlinien der Behörden zu befolgen.

Pastor Dr. Olav Fykse Tveit
Generalsekretär, Ökumenischer Rat der Kirchen

Hr. Rudelmar Bueno de Faria
Generalsekretär, ACT Alliance

Mit dem Coronavirus fertig werden“ - ÖRK Einstiegsseite


https://www.oikoumene.org/en/what-we-do/resources/documents/assembly/2006-porto-alegre/1-statements-documents-adopted/international-affairs/report-from-the-public-issues-committee/water-for-life