World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

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Bulgarien, Ungarn, Rumänien

Bulgarien, Ungarn, Rumänien

Reformierte Kirche in Văleni, Transylvanien.

05. - 11. April 2020

Anregungen für Dank und Fürbitte

Wir danken für:

  • die Vermischung von christlichen Traditionen und Praktiken aus dem Westen und aus dem Osten.
  • das treue Zeugnis von Kirchen inmitten von politischen Veränderungen.
  • diejenigen, die sich in diesen Ländern für eine stärkere demokratische Regierungsführung einsetzen.
  • diejenigen, die Neuankömmlinge willkommen heißen und für sie sowie für andere bedürftige Menschen sorgen.

Wir bitten um/für:

  • bessere Beziehungen zwischen verschiedenen ethnischen Gruppen und Traditionen.
  • Respekt für die Rechte der Kinder, Frauen, jungen sowie älteren Menschen, damit sie eine angemessene Ausbildung, Arbeitsstellen und Gesundheitsfürsorge erhalten.
  • wirtschaftliche Entwicklungen, die allen Menschen dienen.
  • ein Ende des für Luft, Boden und Wälder schädlichen Verhaltens und für den Schutz der Umwelt.

Gebete

Bitte um die Gabe der Einheit

Oh Gott, der jedem Land seinen Platz, seine Zeit und seine Aufgabe gibt:
Gib uns die Gabe der Einheit des Geistes im Bande des Friedens,
damit die frühe Kirche und alle Christen dieses Landes, treu in Bekenntnis, Kultur und Nationalität bleiben und dennoch neue Formen des gemeinsamen christlichen Zeugnisses entdecken und vor der geteilten Welt als vereinte bescheidene Gemeinschaft stehen mögen.

Oh Gott, der du deine Jünger gebeten hast, sowohl für ihre Nächsten als auch für ihre Feinde zu beten:
Gib uns diese Liebe füreinander, damit wir mit einer Stimme und mit einem Herzen deinen Namen heiligen, den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

(Dr. Ion Bria, Rumänische Orthodoxe Kirche. WAGP S. 161)

Gott, 
du kommst mit deinem Licht in unser Leben und sagst: ‚das sollte nicht sein‘; du verschontest nicht einmal deinen kostbarsten Schatz, um die erdrückende Weltordnung in die Freiheit zu verwandeln, die Leben spendet!
Gib uns deinen Geist, damit wir uns gegen Gleichgültigkeit, Unterdrückung und Egoismus in uns und in der Welt auflehnen können!
In Jesus Christus beten wir:
Herr, erhöre unser Gebet!

Gott, 
du kamst als Fremder in diese Welt, um uns zu erlösen; du wurdest von den Ägyptern aufgenommen, als du wegen der Verfolgung durch Herodes aus deinem Zuhause fliehen musstest!
Gib uns deinen Geist, damit wir dir in unserem Handeln nachfolgen, wenn wir Einwanderern und Einwanderinnen begegnen!
In Jesus Christus beten wir:
Herr, erhöre unser Gebet!

Gott, 
Dank sei dir für die Familien und für die Zusammengehörigkeit und Unterstützung der Familie!
Gib uns deinen Geist, damit wir Christus folgen können, und unsere Familie nicht als die egoistische Quelle unseres eigenen Stolzes und unserer eigenen Macht sehen, sondern als solides Fundament, das uns ermöglicht, Unbekanntem gegenüber offen zu sein und unsere Mitmenschen zu unterstützen.
In Jesus Christus beten wir:
Herr, erhöre unser Gebet!

Jesus Christus,
du vertrautest deine Kirche den Aposteln an – Petrus und Paulus, Johannes, Jakobus, Maria Magdalena und sogar Thomas...
Gib uns deinen Geist, damit wir der Welt das Evangelium in bunter Einheit verkündigen!
Wir beten für alle Kirchenleitenden, dass sie aus der Geschichte des Kreuzes Kraft schöpfen mögen; dass sie die Worte von Hoffnung, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit ohne zu zögern sprechen können!
In Jesus Christus beten wir:
Herr, erhöre unser Gebet!
Amen.

(29. August 2015, anlässlich der Ordination des Autors, Áron Bence, Pastor der Evangelisch-Lutherischen Gemeinde in Alberti, Ungarn)

Schuldbekenntnis

L1:       Christus, du sagst: Ich bin der Weg!
L2:       Wir bekennen, dass wir oft trotz besseren Wissens an unseren alten Wegen festhalten.
Das Streben nach Erfolg bestimmt, was wir tun. Der Erfolg heiligt die Mittel. Wir bevorzugen eher den bequemen und leichten Weg und gehen uns so aus dem Weg. Das Ziel, zu dem du uns führen willst, bestimmt zu wenig unser Denken und Tun. Wir bleiben stehen, obwohl du uns auf dem Weg mit dir weiterführen willst.
Christus, zu dir rufen wir:


G:        Sfinte Dumnezeule

L1:       Christus, du sagst: Ich bin die Wahrheit!
L2:       Wir bekennen, dass wir uns immer wieder in Lügen und Falschheit verstricken. Sorgfältig hüten wir die Bilder und Vorurteile, die wir voneinander haben. Wir sind oft nicht bereit, den leeren Parolen der Macht, der Intoleranz und der Habgier entgegenzutreten. Wir leben in einer Welt und sind doch unwillig, sie miteinander in Gerechtigkeit und Frieden zu teilen.
Christus, zu dir rufen wir:

G:        Sfinte Dumnezeule

L1:       Christus, du sagst: Ich bin das Leben!
L2:       Wir bekennen, dass wir den Reichtum und die Fülle des Lebens, die du für uns bereit hältst, immer wieder missachten. Die einen bestreiten den anderen das Lebensrecht: die Starken den Schwachen, die Gesunden den Kranken, die Reichen den Armen, eine Generation der anderen. Zunehmende Gewalt und Aggression zerstören das Leben. Die Erneuerung und Heilung, die du verheißt, lassen wir oft genug nicht zur Entfaltung kommen.
Christus, zu dir rufen wir:

G:        Sfinte Dumnezeule

Zuspruch der Vergebung

L:         Christus, dem wir unsere Schuld bekannt haben, spricht uns seine Vergebung und seinen Frieden zu:
"Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich: nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht!"
G:        Dank, Lob und Ehre sei Gott!

(Gebetswoche für die Einheit der Christen 2001, Rumänien)