Der Ökumenische Rat der Kirchen und seine Mitgliedskirchen weltweit rufen nachdrücklich zum Frieden für das ukrainische Volk auf. Angesichts der ständig neuen Nachrichten über die wahnwitzige Eskalation von Kriegsvorbereitungen plädieren wir für eine andere, nicht auf dem geopolitischen Wettbewerb beruhende Logik, denn diese Logik nimmt unweigerlich den Tod und das Leid in Kauf, die jeder bewaffnete Konflikt für die Kinder, Frauen und Männer der Ukraine nach sich zieht. Wir beten für die Einsicht des Herzens und des Verstandes, für Deeskalation und für einen Dialog anstelle von Drohungen. Gottes Volk – und die Mitglieder der ökumenischen Gemeinschaft – finden sich auf beiden Seiten der derzeitigen Konfrontationslinien. Aber unser Gott ist ein Gott des Friedens und nicht des Krieges und des Blutvergießens. Die Möglichkeiten, Frieden zu schaffen, mögen die Augen derjenigen nicht sehen, die sich jetzt auf dem Weg zum Krieg befinden. Wir beten, dass ihnen die Augen noch geöffnet werden und dass der Frieden doch noch erhalten wird.

Priester Prof. Dr. Ioan Sauca
Geschäftsführender Generalsekretär
Ökumenischer Rat der Kirchen