World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

100 Jahre epd

Brief von ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit an den Vorsitzenden des Verwaltungsrates des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik und den Chefredakteur der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes

01. Februar 2010

Herrn Landesbischof Dr. Ulrich Fischer,
Vorsitzender des Verwaltungsrates des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP)

Herrn Dr. Thomas Schiller,
Chefredakteur der Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd)

Genf, den 1. Februar 2010

Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist. (1. Petrusbrief 3, 15)

Sehr geehrter Landesbischof Fischer, sehr geehrter Herr Dr. Schiller,

im Namen des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) möchte ich dem Evangelischen Pressedienst (epd) anlässlich seines 100jährigen Bestehens meine herzlichsten Glückwünsche übermitteln.

Die Stimme der Kirche in der Gesellschaft kann nicht ohne die zentrale und wichtige Rolle gehört werden, die kirchliche und kirchennahe Pressdienste wie der epd übernehmen. Dass diese Stimme glaubwürdig und kompetent zu Wort kommt ist jedoch nicht nur eine Frage der bestmöglichen Instrumente und Strukturen, sie hängt entscheidend von der Glaubwürdigkeit und Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der Leitung ab. Ihre Vision, ihr Glaube, ihr Engagement bestimmen das Profil und das Gesicht des Dienstes. Meine Glückwünsche richten sich deshalb auch an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die heute im Evangelischen Pressedienst arbeiten oder auch früher für den epd tätig waren. Mit meinen Glückwünschen möchte ich Ihnen zugleich herzlich danken, wie sie durch Ihre Arbeit Rechenschaft von der Hoffnung gegeben haben, die uns in Christus geschenkt und verheissen ist.

Die Tatsache, dass der epd bereits seit einem Jahrhundert erfolgreiche Pressearbeit leistet, ist in der Tat beeindruckend. Im Laufe dieses Jahrhunderts hat sich die Kirche stark gewandelt und ihren Auftrag in einer sich stets verändernden Welt immer neuen Anforderungen anpassen müssen. Zu wissen, dass der epd seine Wurzeln in der Kirche hat und gleichzeitig unabhängig ist, bietet Gewähr dafür, dass die Stimme der Kirche auch in Zukunft authentisch und professionell zu Gehör gebracht wird.

Für den ÖRK war und ist der epd ein wichtiger Partner bei der Vermittlung der Geschichte der ökumenischen Bewegung unter Millionen Menschen in Deutschland und darüber hinaus. Die epdDokumentationen zu ÖRKVollversammlungen und Zentralausschusssitzungen oder zum Ökumenischen Bekenntnisprozess "Wirtschaft im Dienste des Lebens", die Berichterstattung über den konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie über die Debatte um das ÖRKProgramm zur Bekämpfung des Rassismus sind Beispiele für den besonderen Wert, den die sachgerechte, verständliche und anerkannt unabhängige Berichterstattung Ihres Pressedienstes für die Weiterverbreitung ökumenischer Themen im deutschen Sprachraum hat.

Die unabhängige und kritische Position des epd entspricht dabei den zentralen Kriterien für die Aufgabe von Nachrichtendiensten in demokratischen Gesellschaften. Wir sind dankbar für die Unterstützung und die kritische Begleitung, die sowohl der ÖRK als auch die ökumenische Bewegung durch den epd stets erfahren haben und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und Partnerschaft mit dem epd in den kommenden Jahren.

Mit besten Glückund Segenswünschen

Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit
Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen