World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

2002 Gottesdienst und Hintergrundmaterialien

01. Januar 2002

Bei dir ist die Quelle des Lebens

Zum Geleit

Der Gottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen steht in diesem Jahr unter dem Thema "Bei dir ist die Quelle des Lebens" (Ps 36,6-10).

Das Symbol der Wasserquelle erinnert an die elementaren Kräfte des Lebens und der Erneuerung. Es verweist auf die Wurzeln des Glaubens und die Notwendigkeit, immer wieder zu ihnen zurückzukehren. Um gemeinsam auf dem Weg zu sein und zu bleiben, müssen Christen zum Anfang zurückkehren, d.h. zu Gott und seinem Wort, zu der Gemeinschaft seiner Liebe und zur Fülle seines Heils. Daraus wachsen Kräfte der Belebung und Hoffnung. Nur eine Spiritualität, die im Evangelium verwurzelt ist, kann auch Widerstände und Hemmnisse auf dem Weg der Ökumene überwinden.

Der Ausgangsentwurf für den Gottesdienst stammt von einer gemeinsamen Arbeitsgruppe der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE). Dadurch wird die ökumenische Gemeinschaft und das gemeinsame Zeugnis der Kirchen in dem zusammenwachsenden Europa ins Blickfeld der Gebetswoche gerückt. Auch vor Ort gewinnt diese Dimension der ökumenischen Gemeinschaft zunehmend an Bedeutung. Die Charta Oecumenica, die von KEK und CCEE in der Woche nach Ostern 2001 in Straßburg den Kirchen zur Annahme und Umsetzung übergeben wurde, will eine richtungsweisende Orientierungshilfe und Leitlinie für das Handeln der europäischen Kirchen sein. Im Gottesdienst wird im Rahmen der Erneuerung der ökumenischen Verpflichtung auf die Charta Bezug genommen. Denkbar ist, im Zusammenhang mit der Gebetswoche ergänzende Gesprächsabende durchzuführen, bei denen über die Anstöße und Perspektiven dieses Basistextes für die Gestaltung des örtlichen bzw. regionalen ökumenischen Zusammenlebens eingehender nachgedacht wird.

Anknüpfend an das Symbolelement Wasser hat die Erinnerung an die gemeinsame Taufe eine besonderen Stellenwert im Gottesdienst. Sowohl das Credo wie auch Zeichenhandlungen nehmen darauf Bezug. Den örtlichen Kontexten und konfessionellen Gegebenheiten entsprechend sollte unter den besonders für den Gottesdienstschluss angebotenen Optionen eine von allen beteiligten Gemeinden akzeptierte Form gewählt werden.

Die Liedeindrucke beschränken sich auf die Lieder, die sich speziell auf die Thematik bzw. den Leittext der Gebetswoche beziehen. Für die anderen Liedern kann unter den angegebenen Liedvorschlägen ausgewählt und gegebenenfalls ein ergänzendes Liedblatt angefertigt werden. Mit der Einführung in den Gottesdienst empfiehlt sich ein Ansingen der unbekannteren Lieder. Das "Lied zur Gebetswoche" (nach der Predigt) könnte möglicherweise auch schon vorher in den Ortsgemeinden eingeübt werden.

Die ergänzenden Wochentexte (Acht-Tage-Texte) erscheinen von diesem Jahr an nicht mehr im Gottesdienstheft, sondern in der Arbeitshilfe. Diese enthält auch einige alternative Gestaltungsvorschläge für den Gottesdienst sowie Anregungen für die Ökumene vor Ort (s. Inhaltsangabe auf der Rückseite des Heftes).

Unser Wunsch ist, dass sich der Ökumenische Gottesdienst zur Gebetswoche 2002 als ein Ort der geistlichen Stärkung und Ermutigung und als Impuls für das Wachsen und Vertiefen der ökumenischen Zusammenarbeit zwischen den Kirchen erweist.

Ihre Ökumenische Centrale der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen
(Verantwortlich für die Erstellung der deutschsprachigen Ausgabe)

Ordnung für einen ökumenischen Gottesdienst
 "Bei dir ist die Quelle des Lebens" (Ps 36, 10)

L = Liturgen/innen; G = Gemeinde.

Die mit L gekennzeichneten Texte sollten unter den Vertretern/innen der am Gottesdienst beteiligten Gemeinden aufgeteilt werden.

EG = Evangelisches Gesangbuch; GL = Gotteslob; TM = Thuma Mina.

Begrüßung und Einführung in den Gottesdienst

Dies sollte von einer/m Vertreter/in der gastgebenden Gemeinde geschehen. Verbunden damit kann ein Ansingen unbekannter Lieder sein (z.B. dem "Lied zur Gebetswoche" und der Psalmodie).

I. Eröffnung

Vorspiel / Einzug der Liturgen

möglichst mit einigen Symbolzeichen für die Gabe des Lebens von Gott: Bibel, Kreuz, Kerzen, Ikone, Wasserkrug und Wasserschale, Lebensbaum, Blumen u.a.

Eingangsvotum

L Im Namen Gottes, des Vaters, der uns alle ins Leben gerufen hat.
Im Namen des Sohnes, der unser Leben heilt und erneuert.
Im Namen des Heiligen Geistes, der uns zu neuem Leben erweckt
und uns das rechte Beten lehrt.

Bitte um den Heiligen Geist

L Gott, du hast uns aus unterschiedlichen Kirchen zusammengeführt.
In deinem Namen feiern wir wie viele Christen
in zahlreichen Ländern diesen Gottesdienst.
Wir erbitten dafür deinen Geist.
Lass uns mit einem Herzen und einer Seele
deinen Namen und deine Barmherzigkeit preisen.
Öffne uns für dein Wort, damit es für uns lebendig werde und unsere Herzen
erleuchte.
Dein Geist stärke uns und erneuere uns in deiner Liebe.
Er leite uns in unserem Beten und Handeln für die Einheit aller Christen.
Dies erbitten wir durch Jesus Christus,
der mit dir und dem Heiligen Geist
regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.


G Amen.

Lied Herr Jesu Christ, dich zu uns wend.... GL 516 / EG 155
(Alternative: Du hast uns , Herr, gerufen.... GL 505, 1-3 / EG 168, 1-3)

Lobpreis

L Lasst uns Gott, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist anbeten.
Wir wollen dies tun in dem einen Glauben, der uns verbindet,
und im Wissen um die eine Taufe, die wir im Namen des dreieinigen Gottes
empfangen haben.

L Wir preisen dich,
Vater, Schöpfer des Himmels und der Erde.
Bei dir ist die Quelle des Lebens.

Durch die Macht deiner Liebe
bist du die Quelle unserer Hoffnung und unseres Daseins.
Die Schöpfung ist von deinem Ruhm erfüllt
und erstrahlt in deiner Schönheit.
Mit der Zärtlichkeit einer Mutter
kümmerst du dich um jedes einzelne deiner Geschöpfe.

L Ehre sei dir, Vater,
für Jesus, deinen einzigen, geliebten Sohn,
Christus, unseren Herrn und Bruder.
In ihm haben sich deine Verheißungen für uns erfüllt.
In ihm finden wir Leben, Frieden und Heil.
In ihm und durch ihn ist die alte Welt vergangen und die neue erstanden.
Mit ihm loben und preisen wir dich.


L Ehre sei dir Gott im Heiligen Geist,
dem Atem des Lebens, den du allen Dingen einhauchst.
Er ist der Geist von Pfingsten,
Kraft und Stärke der Apostel.
Er ist die unversiegbare Quelle für das Leben unserer Kirchen.
Er bringt vielfältige Gaben und Früchte hervor
unter den Menschen und in der Mitte unserer Gemeinden.
In ihm ist Frieden und Gemeinschaft, Weisheit und Freude.
In ihm verherrlichen und preisen wir dich.

Lied Ich will dir danken, Herr, unter den Völkern... GL 278 / EG 291
(Alternativen: Nun lobet Gott im hohen Thron... GL 265 (ö) oder: Preisen lasst uns Gott den Herrn... TM 2)

II. Bußgebet

L Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld,
tilge meine Frevel nach deinem reichen Erbarmen.
Wasche meine Schuld von mir ab,
und mach mich rein von meiner Sünde.
Denn ich erkenne meine bösen Taten.
Meine Sünde steht mir immer vor Augen.
Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz
und gib mir einen neuen, beständigen Geist. (Psalm 51, 3-5.12)

L Lasst uns Christus, den Herrn, um Vergebung bitten für die Trennungen,
in denen wir leben und die unser gemeinsames Zeugnis beeinträchtigen.

L Herr Jesus Christus, wir haben uns gegen dich und gegeneinander versündigt.
Unsere Ausgrenzungen und Spaltungen widersprechen deinem Willen.
Sie hindern uns daran, glaubwürdige Zeugen deiner Versöhnung zu sein.

G Gott, in deinem Licht erkennen wir unser Versagen.

L Herr Jesus Christus, wir haben dich nicht genug geliebt in unseren Schwestern und Brüdern.
So verschieden sie auch sind - alle sind nach deinem Bild erschaffen.
Vergib uns unseren Stolz, mit dem wir uns über andere erheben.

G Gott, in deinem Licht erkennen wir unser Versagen.

L Gott, der du uns geschaffen und erlöst hast, verhindere, dass wir wie Fremde aneinander vorbeileben. Vereine und führe zusammen, was in dir zusammengehört.
Erhöre unser Beten durch deinen Sohn Jesus Christus, der gemeinsam mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.

G Amen.

(Stille)

Zuspruch der Gnade Gottes

L Die Elenden und Armen suchen Wasser, doch es ist keines da;
ihre Zunge vertrocknet vor Durst. Ich, der Herr, will sie erhören,
ich, der Gott Israels, verlasse sie nicht. (Jes 41, 17)

Lied Nun saget Dank und lobt den Herren... GL 269, 1 / EG 294, 1
(Alternative: Nun lobet Gott im hohen Thron... GL 265 (ö))

III. Verkündigung

(Nach jeder Lesung kann, je nach der gewählten späteren Symbolhandlung, etwas Wasser aus dem Krug, der beim Einzug mit nach vorne gebracht wurde, in eine Schale bzw. einen Becher o. Kelch gegossen werden) Lesung Röm 6, 3-11 Psalm Ps 36, 6-10* Psalmodie von J. Hamill (Eindruck/Melodie zur Gebetswoche 2002) (Wenn keine Psalmodie möglich ist, dann sollte der Psalm im Wechsel von Liturg und Gemeinde gelesen werden.) Lesung: Joh 3, 1-6 G: Halleluja (TM 59) (Eindruck) Predigt

Lied Du wirst sein wie eine Wasserquelle...
(Eindruck/Lied zur Gebetswoche 2002)
Autor unbekannt bzw. konnte nicht ermittelt werden


(Alternativen: Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist... GL 301 / EG 277 oder: Wohl denen, die da wandeln vor Gott... GL 614 / EG 295)

IV. Glaubensbekenntnis

L Mit den Worten des Ökumenischen Glaubensbekenntnisses,
das alle Christen seit der Zeit der Alten Kirche verbindet,*
wollen wir unseren Glauben bekennen.
In Erinnerung an die Taufe, die wir empfangen haben,
wollen wir damit bekräftigen und erneuern,
worauf sich unser Leben gründet.

(Gemeinde steht auf)

L Glaubt ihr an Gott?

G Wir glauben an den einen Gott, / den Vater, den Allmächtigen, / der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, / die sichtbare und die unsichtbare Welt. /

L Glaubt ihr an den Sohn?

G Wir glauben an den einen Herrn Jesus Christus, / Gottes eingeborenen Sohn, / aus dem Vater geboren vor aller Zeit: / Licht vom Licht, / wahrer Gott vom wahren Gott, / gezeugt, nicht geschaffen, / eines Wesens mit dem Vater; / durch ihn ist alles geschaffen. / Für uns Menschen und zu unserem Heil / ist er vom Himmel gekommen, / hat Fleisch angenommen / durch den Heiligen Geist / von der Jungfrau Maria / und ist Mensch geworden. / Er wurde für uns gekreuzigt / unter Pontius Pilatus, / hat gelitten und ist begraben worden, / ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift / und aufgefahren in den Himmel. / Er sitzt zur Rechten des Vaters / und wird wiederkommen in Herrlichkeit, / zu richten die Lebenden und die Toten; / seiner Herrschaft wird kein Ende sein. /

L Glaubt ihr an den Heiligen Geist?

Wir glauben an den Heiligen Geist, / der Herr ist und lebendig macht, / der aus dem Vater hervorgeht, / der mit dem Vater und dem Sohn / angebetet und verherrlicht wird, / der gesprochen hat durch die Propheten, / und die eine, heilige, katholische (allgemeine) und apostolische Kirche. / Wir bekennen die eine Taufe / zur Vergebung der Sünden. / Wir erwarten die Auferstehung der Toten / und das Leben der kommenden Welt. Amen.

Lied: Wir glauben Gott... GL 276 / EG 184
(Alternativen: Laudate omnes gentes EG 694 / TM 134 oder Agios o Theos EG 185.4)

V. Fürbitten

(Gemeinde steht auf) L Allmächtiger Gott, du bist die Quelle des Lebens. Wir kommen zu dir mit dem Verlangen nach einer wahren Gemeinschaft, in der Jung und Alt, Männer und Frauen und verschiedene Kulturen miteinander versöhnt sind. Wir hoffen darauf, die Zerrissenheit unter uns zu überwinden. Indem wir dich anrufen, legen wir uns und unsere Welt in deine Hände. L Wenn wir den Mut verlieren im Anblick der Probleme, die sich in unseren Bemühungen um die Einheit aller Christen einstellen, dann hilf uns, immer wieder von neuem Kraft aus deiner Treue und Liebe zu schöpfen. G Zu dir rufen wir, Gott, denn bei dir ist die Quelle des Lebens. L Wenn wir angesichts der sich häufenden Widerstände von der Dunkelheit des Zweifels umgeben sind, dann lass uns unbeirrt und voller Zuversicht den Tag erwarten, an dem wir alle eins sind.


G Zu dir rufen wir, Gott, denn bei dir ist die Quelle des Lebens.

L Wenn die Barrieren, die wir durch unser gegenseitiges Mißtrauen errichtet haben, unüberwindlich erscheinen, dann gib uns den Mut, sie beiseite zu räumen und den guten Willen derer zu sehen, die uns begegnen.


G Zu dir rufen wir, Gott, denn bei dir ist die Quelle des Lebens.

L Wenn wir die Angst voreinander spüren, dann sende uns dein Licht, das uns fähig macht, einander die Ängste zu nehmen und das gegenseitige Vertrauen zu stärken.


G Zu dir rufen wir, Gott, denn bei dir ist die Quelle des Lebens.

L Wir bitten dich für die Kirchen und Christen in Europa, die sich auf den Weg einer intensiveren Zusammenarbeit begeben wollen. Erfülle sie mit dem Geist der Einsicht, der Eintracht und Liebe, um auf diesem Weg voranzukommen.


G Zu dir rufen wir, Gott, denn bei dir ist die Quelle des Lebens.

(Hier können sich Fürbitten mit lokalem Bezug und freie, spontane Fürbitten aus dem Kreis der Gottesdienstteilnehmer/innen anschließen.)

Vaterunser

Vater unser im Himmel / geheiligt werde dein Name, / dein Reich komme / dein Wille geschehe / wie im Himmel so auf Erden. / Unser tägliches Brot gib uns heute / und vergib uns unsere Schuld, / wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. / Und führe uns nicht in Versuchung, / sondern erlöse uns von dem Bösen. / Denn dein ist das Reich / und die Kraft / und die Herrlichkeit / in Ewigkeit. / Amen.

Lied Sonne der Gerechtigkeit.... GL 644, 1-4 / EG 262, 1-4
(Alternative: Gott liebt diese Welt und wir sind sein Eigen... GL 297 (ö))


Kollekte
(Informationen über das Projekt, für das die Kollekte bestimmt ist; s.S. .... Die Kollekte kann entweder an dieser Stelle von den Liturgen und begleitet von einem Instrumentalstück oder aber am Ausgang eingesammelt werden.)

VI. Erneuerung der ökumenischen Verpflichtung

L Gemeinsam haben wir unseren Glauben bekannt.
In diesem Glauben lasst uns leben und handeln
zur Ehre Gottes und zum Lob seines Namens.

G Amen.

L Mit Worten aus der Charta Oecumenica, die den europäischen Kirchen als Leitlinie für ihre ökumenische Gemeinschaft und ihr gemeinsames Zeugnis dienen soll, wollen wir bekräftigen, wofür wir uns gemeinsam einsetzen wollen.

L Im gemeinsamen Hören auf Gottes Wort in der Heiligen Schrift und herausgefordert zum Bekenntnis unseres gemeinsamen Glaubens sowie im gemeinsamen Handeln gemäß der erkannten Wahrheit wollen wir Zeugnis geben von der Liebe und Hoffnung für alle Menschen.

L Wir verpflichten uns, Selbstgenügsamkeit zu überwinden und Vorurteile zu beseitigen, die Begegnung miteinander zu suchen und füreinander da zu sein.

L Auf Grund unseres christlichen Glaubens setzen wir uns für ein humanes und soziales Europa ein, in dem die Menschenrechte und Grundwerte des Friedens, der Gerechtigkeit, der Freiheit, der Toleranz, der Partizipation und der Solidarität zur Geltung kommen.

L Wir betonen die Ehrfurcht vor dem Leben, den Wert der Ehe und Familie, den vorrangigen Einsatz für die Armen, die Bereitschaft zur Vergebung und in allem die Barmherzigkeit.

L Wir verpflichten uns, jeder Form von Nationalismus entgegenzutreten, die zur Unterdrückung anderer Völker und nationaler Minderheiten führt und uns für gewaltfreie Lösungen einzusetzen.

L Wir verpflichten uns, die gerechte Gemeinschaft von Frauen und Männern in Kirche und Gesellschaft zu fördern.

L Wir wollen uns gemeinsam für nachhaltige Lebensbedingungen für die gesamte Schöpfung einsetzen. In jedem Fall muss die einmalige Würde jedes Menschen den Vorrang vor dem technisch Machbaren haben.

Friedensgruß

L Als Bekräftigung unserer Zusammengehörigkeit in Christus und als Zeichen der gegenseitigen Ermutigung und Unterstützung wollen wir einander, jeder seiner/m Nachbarn/in, den Frieden Christi zusprechen.

Austausch des Friedensgrußes

Lied Sonne der Gerechtigkeit... GL 644, 5-7 / EG 262
(Alternative: Du Gott des Friedens... TM 160)

VII. Sendung und Segen

Segen

(Gemeinde steht auf)

L Jesus spricht: "Wer Durst hat, der komme zu mir und es trinke, wer an mich glaubt.
Aus dessen Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen." (Joh 7, 37f)

L Christus sagt uns seinen Geist zu als Zeichen seiner Gegenwart
und als Quelle unserer Kraft.
Weil wir auf seinen Namen getauft sind,
dürfen wir wissen: Christus begleitet und stärkt uns auf unserem gemeinsamen Weg.

G Du Quelle des Segens, segne uns.
Du Quelle der Kraft, stärke uns.
Du Quelle der Friedens, belebe uns.

L So spricht der dreieinige Gott:
Empfangt meinen Segen.
Empfangt meine Kraft.
Seid von meinem Frieden erfüllt.
Geht und tut, wozu ihr durch mein Wort gesandt und berufen seid.

L Wir sind eingeladen, am Ende des Gottesdienstes nach vorne zu kommen und ein wenig Wasser zu empfangen als Zeichen für die Nähe und Stärkung, die Christus uns in seinem Wort verheißt.


(Ankündigung anpassen an die vereinbarte Symbolhandlung)

Lied Brunn alles Heils dich ehren wir.... EG 140 (ö)
(Alternative: Bewahre uns Gott, behüte uns Gott.... EG 171)

Symbolhandlung

Verschiedene Symbolhandlungen sind denkbar. Die Gottesdienstteilnehmer kommen nach vorne und
a) trinken einen Schluck Wasser aus Bechern
oder b) lassen sich ein Kreuzzeichen aus Wasser in die geöffnete Hand zeichnen
oder c) tauchen selbst eine Hand in das Wasser und bekreuzigen sich (je nach Gewohnheit)
oder d) machen eine andere von den beteiligten Gemeinden ausgewählte Symbolhandlung.

Bei einer größeren Gottesdienstgemeinde ist es ratsam, mehrere Anlaufstellen vorzusehen.

Anstatt die Gottesdienstbesucher einzuladen, nach vorne zu kommen, können die Wasserschalen oder Becher auch von den Liturgen in die Reihen gebracht werden. Jede/r vollzieht dann die jeweils angebotene Symbolhandlung und gibt Becher oder Schale an seine/n Nach- barn/in weiter. Diese Form kommt allerdings vornehmlich nur bei eher kleinen Gottesdienstgemeinden in Betracht.


Während der Zeichenhandlung: Orgelspiel/Instrumental und/oder Chorgesang.

VIII. Auszug und Postludium

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