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Erklärung zu Öko-Gerechtigkeit und ökologischer Schuld

02. September 2009

Und vergib uns unsre Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ (Matthäus 6,12)

1. Die Zeit des grenzenlosen Konsums ist an ihre Grenzen gestoßen. Die Zeit der grenzenlosen Gewinne und Abfindungen für einige Wenige muss ebenfalls zum Ende kommen. Auf Grundlage einer Reihe ökumenischer Konsultationen und unter Einbeziehung der Standpunkte vieler Kirchen schlägt die vorliegende Erklärung vor, dass ein Konzept anerkannt und angewendet wird, das die tiefe moralische Verpflichtung beinhaltet, ökologische Gerechtigkeit durch die aktive Auseinandersetzung mit unserer Schuld gegenüber Völkern zu fördern, die von der Zerstörung der Umwelt und der Erde selbst am stärksten betroffen sind. Sie beginnt mit einer Danksagung an Gott, dessen Vorhersehung und Fürsorge Ausdruck findet in seiner ganzen Schöpfung und der Erneuerung der Erde für alle Lebewesen. Ökologische Schuld schließt berechenbare harte wirtschaftliche Fakten sowie nicht berechenbare biblische, geistliche, kulturelle und soziale Dimensionen der Schuld ein.

2. Die Erde und all ihre Bewohner sind gegenwärtig mit einer beispiellosen ökologischen Krise konfrontiert, die uns an den Rand von Massenelend und breit angelegter Zerstörung bringt. Diese Krise ist vom Menschen verursacht worden, wobei die Hauptschuldigen der agro-industrielle Komplex und die Kultur des globalen Nordens sind. Diese Kultur ist zum einen von der vom Konsumdenken geprägten Lebensweisen der Eliten der Industriestaaten wie auch der Eliten in den Entwicklungsländern und zum anderen vom Standpunkt gekennzeichnet, dass Entwicklung gleichbedeutend ist mit Ausbeutung der „natürlichen Ressourcen“ der Erde. Was als „natürliche Ressourcen“ bezeichnet und zur Ware degradiert wird, ist die ganze Schöpfung – eine heilige Realität, die nicht zur Handelsware werden darf. Doch der agro-industrielle Komplex des Nordens hat in den letzten Jahrhunderten und insbesondere im gegenwärtigen Zeitalter der Globalisierung des Marktes menschliche Arbeit und Ideenreichtum sowie die Eigenschaften anderer Lebensformen benutzt, um Reichtum und Komfort für wenige auf Kosten des Überlebens und der Würde anderer zu schaffen.

3. Die Kirchen tragen aufgrund ihrer eigenen Konsumgewohnheiten und der Aufrechterhaltung einer Theologie der Herrschaft des Menschen über die Erde eine Mitschuld für diese geschichtliche Entwicklung. Die christliche Sichtweise, die den Menschen über die übrige Schöpfung erhoben hat, diente dazu, die Ausbeutung eines Teils der Erdgemeinschaft zu rechtfertigen. Doch menschliches Leben ist in höchstem Maße abhängig von einem heilen, funktionierenden Erdsystem. Wir lenken die Schöpfung nicht; wir können nur unser eigenes menschliches Verhalten lenken, damit es die Grenzen der irdischen Nachhaltigkeit respektiert. Weder die Weltbevölkerung noch die Weltwirtschaft kann sehr viel weiter wachsen, ohne das Überleben anderer Lebensformen definitiv zu gefährden. Eine solch radikale Sicht der Dinge erfordert eine Theologie der Demut und die Bereitschaft seitens der Kirchen, von Umweltethiken und Glaubenstraditionen zu lernen, die eine tiefere Wahrnehmung von einer allumfassenden Gemeinschaft haben.

4. Die Stärke der Kirchen liegt auch in ihrem prophetischen Zeugnis, in ihrer Verkündigung von Gottes Liebe zur ganzen Welt und der Verurteilung einer Philosophie der Herrschaft, die die Manifestation von Gottes Liebe bedroht. Die biblischen Propheten erkannten bereits vor langer Zeit die grundlegende Beziehung zwischen Umweltkrisen und sozioökonomischer Gerechtigkeit. Sie begehrten gegen die Eliten ihrer Zeit auf, die die Völker ausbeuteten und Ökosysteme zerstörten (Jeremia 14, 2-7; Jesaja 23, 1-24 und Offenbarung 22). Gestützt auf Jesu Gebot der Liebe, wie er es in seinem Leben und in seinen Gleichnissen zum Ausdruck gebracht hat, muss der ÖRK sein Verständnis von Gerechtigkeit und vom Kreis derer, die unsere Nächsten sind, erweitern. Der ÖRK fordert seit vielen Jahren, dass den Ländern des Südens rechtswidrige finanzielle Schulden gegenüber dem Ausland erlassen werden. Ausgehend von dem biblischen Erlassjahrbegriff (3. Buch Mose) trägt der ÖRK die Behandlung der ökologischen Dimension der wirtschaftlichen Beziehungen einen Schritt weiter.

5. Der ÖRK beschäftigt sich schon seit mehr als drei Jahrzehnten intensiv mit Fragen der ökologischen Gerechtigkeit. Angefangen hat es mit Überlegungen zu den „Grenzen des Wachstums“, die 1974 auf einer Konsultation von Kirche und Gesellschaft in Bukarest formuliert wurden, und mit der Reflexion über „verantwortbare Gesellschaft“ 1975 auf der Vollversammlung in Nairobi. Auf der Vollversammlung 1998 in Harare wurden die schädlichen Auswirkungen der Globalisierung auf Mensch und Umwelt durch den AGAPE-Prozess „Alternative Globalisierung im Dienst von Menschen und Erde“ in den Vordergrund gestellt, der wiederum zum gegenwärtigen Studienprozess „Armut, Reichtum und Umwelt“ führte. Als Nebenprodukt dieser wichtigen ökumenischen Überlegungen und Maßnahmen initiierte der ÖRK 2002 in Partnerschaft mit Kirchen und zivilgesellschaftlichen Organisationen im südlichen Afrika, in Indien, Ecuador, Kanada und Schweden Arbeitsprojekte zu ökologischer Schuld.

6. Ökologische Schuld bezieht sich auf die ökologischen Schäden, die im Lauf der Zeit durch Produktionsstrukturen und Konsumgewohnheiten angerichtet werden und Ökosysteme, geographische Regionen und ganze Völker in Gefahr bringen; und auf die Ausbeutung von Ökosystemen unter Verletzung der Rechte, die anderen Ländern, Gemeinschaften oder Einzelpersonen billigerweise zustehen. Es handelt sich dabei primär um die Schuld, die die Industrieländer des Nordens gegenüber den Ländern des Südens tragen, im Zusammenhang mit der früheren und gegenwärtigen Plünderung der Ressourcen, der Umweltzerstörung und der unverhältnismäßigen Beanspruchung von Umweltraum zum Ausstoß von Treibhausgasen und zur Entsorgung von Giftmüll. Es handelt sich dabei auch um die Schuld, die mächtige nationale wirtschaftliche und politische Eliten gegenüber marginalisierten Bürgern/innen tragen; die Schuld heute lebender Generationen gegenüber zukünftigen Generationen; und, auf den ganzen Kosmos bezogen, die Schuld der Menschheit gegenüber anderen Lebensformen und unserem Planeten. Sie schließt gesellschaftliche Verwerfungen wie die Zerstörung indigener und anderer Gemeinschaften ein.

7. Das Konzept der ökologischen Schuld gründet sich auf eine absolute Priorität für die Armen und auf eine moralische Verantwortung, alle Ungerechtigkeiten zu beseitigen. Es impliziert, dass die Länder des Südens die größten ökologischen Gläubiger und die Länder des Nordens die größten ökologischen Schuldner sind. Die ökologische Schuld des Nordens ergibt sich aus verschiedenen kausalen Mechanismen, deren Auswirkungen sich in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise verschärft haben.

8. Die Länder des Südens werden im Rahmen des heutigen internationalen Finanzsystems durch strenge Darlehensbedingungen sowie durch multilaterale und bilaterale Handels- und Investitionsübereinkommen dazu gedrängt, ausfuhrorientierte und ressourcenintensive Wachstumsstrategien zu verfolgen. Die Kosten für die Erosion der Ökosysteme und die zunehmende Verschmutzung werden in diesem System letztlich nicht einkalkuliert. Zahlreiche Mega-Entwicklungsprojekte (z. B. Staudämme) in Ländern des Südens werden durch ausländische Darlehen von internationalen Finanzinstitutionen finanziert und zwar in Zusammenarbeit mit undemokratischen und korrupten Politikern und Eliten vor Ort, ohne die sachkundige Zustimmung der Einheimischen und unter geringer Berücksichtigung der ökologischen und gesellschaftlichen Konsequenzen. Darüber hinaus beanspruchen die Industrieländer im Norden unverhältnismäßig viel Umweltraum, ohne dies angemessen zu kompensieren, Entschädigungen zu leisten oder wiedergutzumachen. Gegenwärtig beläuft sich der durchschnittliche ökologische Fußabdruck (eine ungefähre Berechnung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf die Umwelt) in den Ländern des Nordens auf 6,4 ha/Person. Dies übersteigt den ökologischen Fußabdruck in den Ländern des Südens, der durchschnittlich 0,8 ha/Person beträgt, um mehr als das Sechsfache.

9. Der durch den Menschen verursachte Klimawandel führt zu einer weiteren Verschärfung der ungerechten Nord-Süd-Beziehungen. Die Industrieländer tragen die Hauptverantwortung für die Treibhausgasemissionen, die den Klimawandel verursachen. Allerdings tragen auch die aufstrebenden Volkswirtschaften des Südens in absoluten Zahlen immer größere Mitverantwortung für den globalen Treibhausgasausstoß. Studien zeigen, dass die Länder des Südens eine größere Last der durch den Klimawandel verursachten negativen Auswirkungen zu tragen haben werden, darunter: Vertreibung von Menschen, die in tief gelegenen Küstengebieten und kleinen Inselstaaten leben, Verlust von Einkommensquellen, Ernährungsunsicherheit, erschwerter Zugang zu Wasser und Zwangsmigration.

10. Geleitet von der biblischen Lehre (cf. Matthäus 6, 12) bitten wir Gott um Buße und Vergebung, aber wir rufen auch dazu auf, ökologische Schuld anzuerkennen und sie auf verschiedenen Wegen zurückzuzahlen und wiedergutzumachen, und dabei auch marktunabhängige Wege der Kompensierung und Reparation zu finden, die über die begrenzte Fähigkeit des Marktes zu Berechnung und Verteilung hinausgehen.

11. Der ÖRK-Zentralausschuss erkennt die Notwendigkeit einer durchgreifenden Umwandlung auf allen Ebenen des Lebens und der Gesellschaft an, um der ökologischen Schuld ein Ende zu setzen und wieder gerechte Beziehungen zwischen den Völkern und zwischen Mensch und Erde herzustellen. Dies erfordert eine Neuordnung der ökonomischen Paradigmen, eine Umkehr von konsumorientierten, ausbeuterischen Modellen hin zu Modellen, die lokal orientierte Wirtschaftsformen, indigene Kulturen und indigene Spiritualität, die Erneuerbarkeit der natürlichen Ressourcen und das Existenzrecht anderer Lebensformen respektieren.

Der ÖRK-Zentralausschuss bekräftigt auf seiner Tagung vom 26. August – 2. September 2009 in Genf (Schweiz) die Aufgabe der Kirchen, im Blick auf die Herbeiführung dringend notwendiger Veränderungen einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung alternativer Praktiken sowie zur notwendigen politischen Willensbildung und moralischen Ermutigung zu leisten und fasst dazu folgenden Beschluss.

Der Zentralausschuss,

A. ruft die ÖRK-Mitgliedskirchen auf, die Regierungen, Institutionen und Unternehmen des Nordens nachdrücklich aufzufordern, Initiativen zur drastischen Reduzierung ihrer Treibhausgasemissionen zu verlangen und zwar nach und über die Vorgaben des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC) hinaus, das klar die historische Verantwortung benennt und das Prinzip der „gemeinsamen, aber differenzierten Verantwortung“ unter Zugrundelegung der im UNFCCC-Bericht 2007 definierten Fristen aufstellt;

B. bittet die ÖRK-Mitgliedskirchen eindringlich, ihre Regierungen aufzurufen, auf der Konferenz der UNFCCC-Vertragsparteien im Dezember 2009 in Kopenhagen (COP 15) eine faire und verbindliche Vereinbarung zu treffen, um die die CO2-Emmissionen auf weniger als 350 ppm zurückzufahren, und diese Vereinbarung auf Grundsätzen der Klimagerechtigkeit auszurichten und auf die wirksame Unterstützung von gefährdeten Gemeinschaften durch Anpassungsfonds und Technologietransfer, damit diese sich an die Konsequenzen des Klimawandels anpassen können;

C. ruft die internationale Gemeinschaft auf, den Transfer finanzieller Mittel an Länder des Südens sicherzustellen, um das Erdöl in empfindlichen Umfeldern im Boden zu belassen und andere natürliche Ressourcen zu schonen sowie Maßnahmen zur Milderung und Anpassung an den Klimawandel zu bezahlen, die im Rahmen von Instrumenten wie den „Entwicklungsrechten unter Treibhaus-Bedingungen“ (GDR) vorgesehen sind;

D. fordert die Streichung der rechtswidrigen Auslandsschulden der Länder des Südens, am dringendsten die der ärmsten Länder, und zwar als Teil sozialer und ökologischer Entschädigung und nicht der offiziellen Entwicklungshilfe;

E. empfiehlt den ÖRK-Mitgliedskirchen, von den Beispielen und der Vorreiterrolle von indigenen Völkern, Frauen-, Bauern- und Waldgemeinschaften zu lernen, die alternative Denk- und Lebensweisen innerhalb der Schöpfung aufzeigen, insbesondere weil diese Gesellschaften häufig den Wert von Beziehungen, des Füreinanderdaseins und Miteinanderteilens betonen und traditionelle Produktions- und Verbrauchsweisen praktizieren, die die Umwelt respektieren;

F. ermutigt und unterstützt die ÖRK-Mitgliedskirchen in ihren Fürsprachekampagnen zu den Themen ökologische Schuld und Klimawandel und erinnert in diesem Zusammenhang an die Einheit der Schöpfung Gottes und an die Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen den Staaten des Südens und des Nordens; er unterstützt insbesondere die Aktivitärten von Kirchen in Ländern, die unter dem Klimawandel leiden;

G. ruft zur kontinuierlichen Sensibilisierung und theologischen Reflexion in Gemeinden und theologischen Fakultäten für bzw. über eine neue kosmische Vision vom Leben, von Ökogerechtigkeit und ökologischer Schuld auf, und zwar mit Hilfe von Studien und Aktionen, einer intensiveren ökumenischen und interreligiösen Ausbildung sowie der Veröffentlichung und Verbreitung relevanter theologischer und biblischer Studienmaterialien;

H. ruft die ÖRK-Mitgliedskirchen und kirchliche Institutionen dringend auf, in Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft Audits über die ökologische Schuld durchzuführen, einschließlich der Selbsteinschätzung ihres eigenen Verbraucherverhaltens. Insbesondere sollte der ÖRK einen Mechanismus zur Wiedergutmachung der bei seinen Tagungen entstehenden ökologischen Schuld entwickeln und in Partnerschaft mit zivilgesellschaftlichen Gruppen und Bewegungen positive Beispiele der Anerkennung, Vorbeugung, Milderung, Kompensation, Reparation und Wiedergut­machung der ökologischen Schuld sammeln;

I. fordert, dass unter den ökumenischen, religiösen, wirtschaftlichen und politischen Akteuren und zwischen den Kirchen in den Ländern des Südens und des Nordens der Dialog über die ökologische Schuld vertieft wird und Bündnisse gebildet werden;

J. unterstreicht, wie wichtig es ist, laufende Initiativen zu begleiten und die Anstrengungen von Bauern-, Frauen-, Jugend- und indigenen Bewegungen über das Weltsozialforum und andere Veranstaltungen strategisch zu vernetzen und zu unterstützen, um alternative Vorschläge für die Entschädigung zu entwerfen und zu verhindern, dass die ökologische Schuld noch größer wird;

K. ruft die ÖRK-Mitgliedskirchen auf, ihre Regierungen durch Fürsprachearbeit zu ermutigen, sich für die Anerkennung der aus der ökologischen Schuld resultierenden Ansprüche, einschließlich der Streichung rechtswidriger Schulden, einzusetzen;

L. ruft die ÖRK-Mitgliedskirchen auf, ihre Kampagnen zum Klimawandel um das Thema Klimawandel als ökologische Schuld zu erweitern und für deren Rückzahlung auf der Grundlage des Prinzips der ökologischen Schuld eintreten;

M. ruft die ÖRK-Mitgliedskirchen auf, sich für die Verankerung der sozialen Verantwortung von Unternehmen in internationaler und nationaler Gesetzgebung einzusetzen und die Unternehmen und internationalen Finanzinstitutionen aufzufordern, in ihren Bilanzen ökologische Verbindlichkeiten zu berücksichtigen und die Verantwortung für ihre Umweltzerstörung verursachende Politik zu übernehmen;

N. ruft die ÖRK-Mitgliedskirchen auf, nachhaltige wirtschaftliche Initiativen auf Gemeinschaftsebene, wie Produzentengenossenschaften, Gemeinschaftsland-Trusts und bioregionale Nahrungsmittelverteilung zu unterstützen;

O. ermutigt die Kirchen in aller Welt, auch weiterhin für die ganze Schöpfung zu beten, und erinnert daran, dass am 1. September dieses Jahres, dem Tag des Umweltschutzes, des Schutzes von Gottes Schöpfung, der 20. Jahrestag der Enzyklika Seiner Heiligkeit, des Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. begangen wird.

 

Das folgende Gebet soll die Kirchen dabei unterstützen, sich für die Anliegen zu engagieren, die in der vorliegenden Erklärungen angesprochen sind:

Schöpfer und schöpfender Gott,

in dem Wunder deiner Welt erfahren wir deine providentielle Fürsorge für den Planeten und seine Bewohner.

Dafür danken wir und lobpreisen dich.


Schöpfer und schöpfender Gott,

in der Ausbeutung deiner Welt erkennen wir unsere Selbstsucht und Habgier.

Wir bekennen vor dir unsere Sünde.


Wir bekennen, dass wir einander brauchen, denn wir sind alle Teil deiner weltweiten Familie, die von Norden nach Süden reicht.

Und so beten wir: „Vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben allen, die an uns schuldig werden.“


Nimm unser Sündenbekenntnis an, oh Gott, und vergib uns,

gib uns die Kraft, unser Lebens als Einzelne, Kirchen und Nationen zu verändern,

deine Liebe für die Erde und ihre Bewohner zu verkündigen

das Erlassjahr-Prinzip in unseren Beziehungen untereinander und mit der Erde zu verwirklichen,

unsere ökologischen Schulden in einer Weise abzutragen, die deine Gerechtigkeit und dein Shalom bekräftigt.