World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

Sie sind hier: Startseite / Dokumentation / Dokumente / ÖRK-Zentralausschuss / Genf, 2005 / Reports and Documents / GEN 5 Bericht des Planungsausschusses für die Vollversammlung (APC)

GEN 5 Bericht des Planungsausschusses für die Vollversammlung (APC)

22. Februar 2005


Einleitung

1.    Der Planungsausschuss für die Vollversammlung (APC) tagte vom 9.-14. November 2004 in Porto Alegre. Neben der Besprechung des Programms der Vollversammlung traf sich der Ausschuss mit Vertretern und Vertreterinnen der örtlichen und nationalen Ausschüsse, besuchte den Tagungsort der Vollversammlung (die Päpstliche Katholische Universität - PUC) und traf sich mit dem Gottesdienstausschuss für die Vollversammlung (AWC), um die auf dessen Tagung (5.-9. November) ausgearbeiteten Empfehlungen zu erörtern. Der Ausschuss dankte der Mitarbeitergruppe für ihre Vorbereitungsarbeit, die es dem APC ermöglicht hatte, über noch offene Fragen zu diskutieren.

Örtliche und nationale Ausschüsse

2.    Der APC fühlte sich durch die Begeisterung und das Engagement der örtlichen Kirchen ermutigt. Diese waren deutlich geworden in einer Gottesdienstfeier zur bevorstehenden Vollversammlung in der Methodistischen Hauptkirche wie auch bei dem Treffen mit Vertretern und Vertreterinnen der örtlichen und nationalen Ausschüsse, auf dem der Generalsekretär eine Ansprache hielt. Bei dem Treffen wurden eine Reihe von Themen besprochen, Erwartungen und Hoffnungen ausgetauscht und spezielle Punkte zusammengetragen, die von der Koordinierungsgruppe nachbearbeitet werden müssen. Der APC würdigte insbesondere die Arbeit von Pfr. Rui Bernard, dem Koordinator in Porto Alegre, dessen Erfahrung und Beziehungen äußerst wertvoll sind.

Besuch der Päpstlichen Katholischen Universität (PUC), Logistik, etc.

3.         Der APC zeigte sich beeindruckt von den Einrichtungen und der Infrastruktur, die am Tagungsort der Vollversammlung zur Verfügung stehen. Das Tagungszentrum ist kompakt, gut ausgerüstet und angenehm. Die PUC verfügt über viel Erfahrung bei der Organisation großer Veranstaltungen, einschließlich des Weltsozialforums. Der APC ist zuversichtlich, dass alle logistischen und praktischen Voraussetzungen erfüllt werden können. Im Plenarsaal finden alle "Kernteilnehmenden"[1] an Tischen Platz, darüber hinaus gibt es 1000 weitere Sitzplätze. Für zusätzliche Möglichkeiten, das Geschehen zu verfolgen, wird ganz in der Nähe des Plenarsaals gesorgt werden. Die Räume für die weiteren Veranstaltungen befinden sich zwischen dem Gottesdienstzelt und dem Plenarsaal. In der Nähe des Plenarsaales können zudem Presseeinrichtungen und die Mitarbeiterbüros untergebracht werden. Technische Unterstützung ist gesichert und Computer stehen zur Verfügung. Die Restaurants und Cafés auf dem Gelände der Universität können 1500 Personen gleichzeitig aufnehmen (Buffet-Stil). Die Delegierten und andere angemeldete Teilnehmende werden in Hotels in der Innenstadt übernachten und mit Bussen morgens und abends an den Tagungsort und wieder zurück gebracht werden. Die Fahrt dauert je 15-20 Minuten.

Die Mitglieder der Koordinierungsgruppe für die Vollversammlung trafen sich für eine Woche nach dem APC, um detaillierte Abmachungen mit Universität, Verkehrsverein, Hotels, Essenszulieferern, Flughafen und weiteren Dienstleistungsunternehmen zu besprechen.

Gottesdienste und Andachten

4.    Bei seinem Treffen mit dem AWC stimmte der APC dessen Empfehlungen zu, die sich auf folgende Fragen beziehen: der Rahmen für den Eröffnungsgottesdienst, Vorkehrungen und Leitlinien für Morgen- und Abendandachten und andere Gottesdienstmöglichkeiten (Abendmahlsliturgien, konfessionelle Feiern etc.), Zusammenstellung von musikalischen Beiträgen und anderem liturgischen Material sowie die Vorbereitung eines Gottesdienstbuches. Nach einem Besuch der PUC unterstützte der APC zudem die Empfehlung des AWC zur Platzierung und Art des Gottesdienstzeltes.

Einladung und Nominierung der Delegierten

5.    Der APC nahm die Beschlussfassungen des Exekutivausschusses vom Februar und September 2004 zur Kenntnis. Diese sehen eine Erhöhung der Delegiertenanzahl von 700 auf 728 sowie die Schaffung einer neuen Kategorie von Vollversammlungsteilnehmenden vor: "Berater/in der Delegation", der/die zwar Rederecht, jedoch kein Stimmrecht hat. Der APC zeigte sich besorgt darüber, dass viele Kirchen die Frist vom 31. Oktober 2004 für die Nominierung ihrer Delegierten nicht eingehalten haben, und bat das Vollversammlungsbüro, sich dieser Sache vordringlich anzunehmen. In diesem Zusammenhang verwies er darauf, dass der Zentralausschuss die Liste der Delegierten verabschieden müsse (siehe Anhang 1).

Finanzen

6.    Der APC nahm den revidierten Haushaltsvoranschlag (siehe dazu Anhang 5) zur Kenntnis. Dieser weist ein ausgeglichenes Ergebnis auf. Der Ausschuss wies darauf hin, dass noch mehr Mittel aufgebracht und eine bessere Überwachung der Ausgaben erreicht werden müsse.

Kommunikationsarbeit

7.    Der APC begrüßte die Vorschläge zu den Vollversammlungsmaterialien und bot seine Ratschläge an. Er betonte, wie wichtig effiziente und benutzerfreundliche Kommunikation mit den Teilnehmenden vor und während der Vollversammlung sei. Der APC reagierte positiv auf das Logo der Vollversammlung, das von den leitenden Amtsträgern und Amtsträgerinnen im Juni 2004 gebilligt worden war. Er begrüßte den Fortschritt bei den Bibelstudien, die im Mai 2005 veröffentlicht werden sollen. Der APC legte großen Wert auf die kreative Verwendung technologischer Hilfsmittel und darauf, dass gute Beziehungen zu den Medien geknüpft werden, um die Bekanntmachung im Vorfeld und eine gute Berichterstattung während der Vollversammlung zu gewährleisten. Der APC empfahl, den Bericht der Vollversammlung in Buchform auf Englisch zu verfassen und eine CD mit weiteren Sprachversionen beizulegen. Der APC betonte, wie wichtig es sei, dass die Delegierten Material erhielten, um ihre Erfahrungen und die Botschaft der Vollversammlung ihren Heimatkirchen besser vermitteln zu können. Dies sollte mittels einer CD oder einem Video am Ende der Vollversammlung geschehen.

8.    Der APC kommentierte einen Entwurf über die Sprachenregelung während der Vollversammlung und berücksichtigte dabei, dass es sich um ein sensibles und komplexes Thema handelt. Unter anderem wies er darauf hin, dass für Plenarsitzungen Simultanverdolmetschung aus und in folgende Sprachen vorgesehen ist: Englisch, Französisch, Indonesisch, Spanisch und Portugiesisch. Der Bedarf für Deutsch und Russisch muss noch abgeklärt werden. Die Verdolmetschung an anderen Veranstaltungsorten wird auf der Grundlage des Programms und der technischen Möglichkeiten entschieden. Materialien und Dokumente der Vollversammlung werden auf Englisch verfasst. Die Übersetzung in andere Sprachen wird durch klare Kriterien und nach Absprache mit den Kirchen geregelt.

Vorbereitung der Delegierten

9.    Grundsätzlich billigte der APC:

a)    Veranstaltungen im Vorfeld der Vollversammlung an der PUC für junge Menschen, Frauen und Mitglieder von EDAN, die höchstens 2-3 Tage dauern. Die Einzelheiten für solche Veranstaltungen werden vom ÖRK-Stab in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Ausschuss ausgearbeitet;

b)   eine Orientierungssitzung am Dienstag, 14. Februar, morgens: (1) zur Vorbereitung der Delegierten mittels Informationen über Tagesordnung, Verfahren der Vollversammlung (einschließlich des Konsensverfahrens bei der Entscheidungsfindung), praktische Organisation; (2) als Schulungs- und Informationssitzung für die Leiter/innen der Bibelstudien; sowie (3) als Anleitung für die Ausschüsse.

Zeitplan und Programm

10.  Der APC verbrachte den größten Teil seiner Zeit mit der Ausarbeitung des Zeitplans und des Programms für die Vollversammlung und berücksichtigte dabei speziell den Antrag des Exekutivausschusses, das Programm der Vollversammlung aufzulockern. Anhang 3 enthält das dem Zentralausschuss vom APC zur Billigung empfohlene Programm.

11. Der Zeitplan und das Programm spiegeln folgende Prinzipien und Überlegungen wider:

v     Das zweifache Ziel

1)   einen Ausgleich zwischen Gebet, Gemeinschaft, Beratung und Geschäftlichem zu finden, und

2)   einen "Fluss" durch die verschiedenen Stufen des Programms hindurch zu erreichen.

v     Die Notwendigkeit, den Delegierten angemessene Möglichkeiten zu bieten, um

1)      die Erkenntnisse und Erfahrungen ihrer Kirchen auszutauschen

2)      über die Arbeit des ÖRK seit Harare nachzudenken und

3)      die zukünftige Ausrichtung und Programmarbeit des ÖRK mitzugestalten.

v   Die Notwendigkeit, den lateinamerikanischen Kontext miteinzubeziehen und Möglichkeiten des Engagements und der Begegnung mit den brasilianischen und lateinamerikanischen Kirchen zu schaffen.

v   Die Notwendigkeit, die aktive Beteiligung junger Menschen an der Vollversammlung sicherzustellen.

v   Die Einschränkungen aufgrund der begrenzten Zeit, da frühere Vollversammlungen länger gedauert haben, und die Berücksichtigung der Tatsache, dass im Februar sehr hohe Temperaturen herrschen.

12. Bibelstudien: Es wird vorgeschlagen, dass sich die Kernteilnehmenden nach der Morgenandacht in Gruppen von 15 Personen in verschiedenen Sprachgruppen zu Bibelstudien zusammensetzen. Das Material für die Bibelstudien wird jeden Tag einen anderen Aspekt des Vollversammlungsthemas beleuchten: In deiner Gnade, Gott, verwandle…die Welt…die Erde…unsere Gesellschaften…unsere Kirchen…unser Leben…unser Zeugnis.

13.  Plenarsitzungen:

a)    Eröffnungsveranstaltungen: In dem Wunsch, dass auch örtliche Kirchenmitglieder teilnehmen können, wird vorgeschlagen, den Eröffnungsgottesdienst am 14. Februar um 18.00 Uhr abzuhalten. Das Eröffnungsplenum (Begrüßung, namentlicher Aufruf der Delegierten etc.) wird unmittelbar davor stattfinden. Für zwei Plenarsitzungen am darauf folgenden Tag empfiehlt der APC, dass der Vorsitzende in seiner Rede eine signifikante Reflexion über das Vollversammlungsthema erarbeitet, und dass der Generalsekretär in seinem Bericht den Schwerpunkt auf die Aktivitäten des ÖRK seit der letzten Vollversammlung legt. Nach jedem Beitrag soll es eine kurze Gelegenheit für Kommentare geben.

b)   Thematische Plenarsitzungen: Es werden sechs thematische Plenarsitzungen zu folgenden Themen vorgeschlagen: Wirtschaftliche Ungerechtigkeit (Betonung auf umsetzbaren Alternativen), religiöse Pluralität (Christliches Zeugnis in säkularen Gesellschaften und im Kontext anderer Religionen), Einheit der Kirche (einschließlich der Studie über die Einheit und einer Reflexion über die Zukunft der ökumenischen Bewegung), Lateinamerika (in Zusammenarbeit mit den regionalen und nationalen Organisationen), Überwindung von Gewalt (Mitte der Dekade), Vollversammlungsthema (Podiumsreflexion gegen Ende der Vollversammlung über Erkenntnisse, Erfahrungen und Eindrücke, die während der Versammlung gewonnen wurden). Der APC empfiehlt unterschiedliche Methoden und Ansätze für die thematischen Plenarsitzungen, d.h. nicht zu viele Redner, Redner/innen unterschiedlicher Herkunft einschließlich Beiträge aus Lateinamerika und von jungen Menschen; ein Ausgleich zwischen Männern und Frauen und den Sichtweisen von regionalen Organisationen und Kirchen; die Verwendung audio-visueller Mittel und ein Abschluss, bei dem sich Herausforderung und Gebet die Waage halten.

14.  Ökumenische Gespräche. Um Erkenntnisse und Anliegen über die Mitgliedskirchen und die Aktivitäten des ÖRK auszutauschen, schlägt der APC vor, "ökumenische Gespräche " zu Themen zu organisieren, die für die ökumenische Bewegung wichtig sind. Durch diese Gespräche können die Themen sinnvoll vorgestellt, der Austausch von Erfahrungen gefördert und aufkommende Anliegen und Richtungen benannt werden. Die Ergebnisse dieser Gespräche werden direkt in die Arbeit des Ausschusses für Programmrichtlinien einfließen, da dessen Mitglieder bei jedem Gespräch als "Zuhörende" anwesend sein werden.

15. Für Art und Weise, Methode und Inhalt der ökumenischen Gespräche schlägt der APC Folgendes vor:

a)    Ökumenische Gespräche sollen nur Kernteilnehmenden und angemeldeten jungen Menschen offen stehen.

b)   Die Themen der Gespräche sollen unter folgenden vier Oberthemen zusammengefasst werden:

v     die sich verändernde religiöse und kulturelle Landschaft

v     die sich verändernde ökumenische Landschaft

v     das sich verändernde internationale und politische Umfeld

v     das sich verändernde soziale und wirtschaftliche Umfeld

Jedes Oberthema beinhaltet fünf Themen, d. h. es werden insgesamt 20 Gespräche durchgeführt.

c)    Die Teilnehmenden können sich für ein Gespräch anmelden und während dreier Tage die Themen aus drei verschiedenen Blickwinkeln erörtern:

v        Wie sieht die Situation heute aus?

v       Was unternehmen unsere Kirchen?

v        Welchen Weg sollen wir als eine Gemeinschaft von Kirchen im Streben nach Einheit einschlagen?

d)  Ein Drittel der Zeit soll dazu verwendet werden, in die Themen einzuführen, ein Drittel, um Beiträge von Delegierten entgegenzunehmen, und ein Drittel schließlich für ein offenes Gespräch.

e)  Für bis zu vier Gespräche wird eine Simultanverdolmetschung angeboten.

f)                     Das Leitungsteam für jedes Gespräch setzt sich wie folgt zusammen:

v        zwei Vorsitzende (eine Frau und ein Mann aus den Reihen der Delegierten)

v        ein/e Zuhörer/in (aus den Reihen der Delegierten, die Mitglieder des Ausschusses für Programmrichtlinien sind)

v        ein/e Protokollführer/in

v        ein/e ÖRK- oder kooptierte/r Mitarbeiter/in

v        ein/e oder mehrere Vortragende, um sicherzustellen, dass die Themen aus verschiedenen Perspektiven heraus betrachtet werden.

g)    Von jedem Gespräch wird eine kurze Zusammenfassung erstellt. Diese werden dann in die vier Oberthemen gruppiert (insgesamt vier Dokumente). Die Dokumente werden dem neuen Zentralausschuss und dem Mitarbeiterstab nach der Vollversammlung als Ressourcen dienen (d.h. sie werden nicht während der Vollversammlung veröffentlicht oder verteilt).

16. Mutirao (Ökumenische Partnerschaft/"Besucher"-Programm). Der APC erachtet es als wichtig, dass die Vollversammlung eine inklusive Veranstaltung ist,  und empfiehlt deshalb die Übernahme des Mutirao-Konzepts - Mutirao ist Portugiesisch und bedeutet sich versammeln, feiern, nachdenken, austauschen und zusammen arbeiten. Bei der Entfaltung von Mutirao im Rahmen des Vollversammlungsprogramms wird vorgeschlagen, dass drei Grundaktivitäten - Feiern, Ausstellungen und Reflexion - angeboten werden. Mutirao deckt zudem das bei früheren Vollversammlungen durchgeführte Programm für Besucher und ökumenische Partner ab. Es ist vorgesehen, für diese Vollversammlung einen besser integrierten Prozess zu erreichen, wobei bei einigen Aktivitäten ein Austausch zwischen Delegierten und anderen Personen stattfinden kann, Nicht-Delegierten jedoch zeitweise auch ein paralleles Aktivitätsprogramm angeboten wird.

17.  Folgende Elemente für Mutirao werden vorgeschlagen:

a)    Bibelstudien für Mutirao-Teilnehmende mit dem gleichen Material und Textstellen wie für die Kernteilnehmenden. Die Teilnehmenden werden sich, anstatt in kleinen Gruppen, in Sprachgruppen treffen (Englisch, Spanisch, Portugiesisch).

b)   Während der thematischen Plenarsitzungen und den beschlussfassenden Plenarsitzungen wird eine große Anzahl von Mutirao-Teilnehmenden im Plenarsaal Platz finden. Darüber hinaus werden aber noch zusätzliche Räume nötig sein, die für jeweils eine Sprache vorgesehen werden sollten. Dort sollten Personen anwesend sein, die verfahrenstechnische und inhaltliche Fragen beantworten können. Während einiger der beschlussfassenden Plenarsitzungen können Alternativen angeboten werden.

c)    Während der ökumenischen Gespräche werden Vorträge über ökumenische Ausbildung angeboten, unter Verwendung des Plenarsaales und der Dolmetscheinrichtungen.

d)   Jeden Tag besteht die Möglichkeit, an Feiern teilzunehmen, die durch die örtlichen und nationalen Ausschüsse koordiniert werden. Diese beinhalten Musik, Tanz, Theater und weitere kulturelle Aktivitäten.

e)    In einem Ausstellungszentrum können Mitgliedskirchen und ökumenische Partner Aktivitäten, Präsentationen und Programme organisieren, und es besteht auch die Möglichkeit für örtliche und regionale kirchennahe Gruppen, Kunsthandwerk zu verkaufen. Es wird versucht, Wege zu finden, diese Gelegenheit so umfassend wie möglich zu gestalten, damit sie sich nicht auf Gruppen aus Lateinamerika oder aus reicheren Ländern beschränkt.

f)     Jeden Tag zwischen 12.30 und 15.00 Uhr werden 10 bis 15 Workshops (auf Portugiesisch oficinas genannt) angeboten. Diese Angebote werden im Voraus angekündigt und bieten Gelegenheit zum Austausch und gegenseitigen Lernen. Solche oficinas werden von den Kirchen aus Lateinamerika und der Karibik, von ökumenischen Partnern und von ÖRK-Mitarbeiterteams (je ein Drittel) vorbereitet.

g)    Für Gruppentreffen und Gruppenaktivitäten im Rahmen der ökumenischen Ausbildung (für ökumenische Organisationen, Gruppen, Theologiestudenten etc.) werden Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

18. Der Erfolg von Mutirao hängt davon ab, ob die Kirchen und die ökumenischen Partner ihre Ressourcen effizient einsetzen. Das Programm wird vom ÖRK-Mitarbeiterteam in Genf zusammen mit den örtlichen, nationalen und regionalen (Lateinamerika) Gruppen koordiniert. Angebote müssen von einer Mitgliedskirche oder von einer kirchennahen Organisation empfohlen werden. Sie sollten mit dem Vollversammlungsthema in Beziehung stehen und bedeutsame und konstruktive Beiträge zur ökumenischen Bewegung darstellen. Die endgültige Entscheidung obliegt der Leitung der Vollversammlung.

19. Ausschüsse und beschlussfassende Sitzungen. Der APC nahm die Entscheidung des Exekutivausschusses zur Kenntnis, dass die Ausschüsse für die Vollversammlung dem Exekutivausschuss in der Anzahl der Mitglieder (20-24 Personen) und in der Zusammensetzung ähnlich sein sollten. Der APC hält fest, dass folgende Ausschüsse eingerichtet werden sollen: Geschäftsausschuss, Nominierungsausschuss (beide sind in der ÖRK-Satzung vorgesehen), Ausschuss für Programmrichtlinien,  Weisungsausschuss für Grundsatzfragen, Ausschuss für öffentliche Erklärungen, Finanzausschuss und Ausschuss für die Botschaft der Vollversammlung. Außerdem wird der Gottesdienstausschuss für die Vollversammlung seine Arbeit während der Vollversammlung fortsetzen. Der APC empfiehlt, dass sich die Ausschüsse in der Mittagspause treffen und abwechselnd an den letzten vier Tagen der Vollversammlung Bericht erstatten. Die Übernahme des Konsensverfahrens bei der Entscheidungsfindung wird sich auf die Präsentation der Ausschussberichte und auf die benötigte Zeit für deren Annahme auswirken.

Zur Beschlussfassung durch den Zentralausschuss

20. Der Zentralausschuss wird ersucht,

a)    die Liste der von den Mitgliedskirchen nominierten Delegierten (85 % aller Delegierten) zu bestätigen (Anhang 1);

b)   zusätzliche Delegierte auf der Grundlage der Empfehlungen der Mitgliedskirchen zu nominieren (15 % aller Delegierten) (Anhang 2);

c)    das Programm und den Zeitplan der Vollversammlung zu prüfen und zu billigen (Anhang 4);

d)   die weitere Ausarbeitung von Mutirao zu unterstützen.

Anhänge

Anhang 1          Von den Mitgliedskirchen nominierte Delegierte zur Bestätigung durch den Zentralausschuss (85 % aller Delegierten) - wird in Genf verteilt

Anhang 2          Von den Mitgliedskirchen vorgeschlagene Delegierte zur Nominierung durch den Zentralausschuss (15 % aller Delegierten) - wird in Genf verteilt

Anhang 3         Zeitplan der Vollversammlung

Anhang 4         Bericht des Gottesdienstausschusses für die Vollversammlung

Anhang 5          Haushaltsvoranschlag - wird in Genf verteilt



[1] Delegierte der Mitgliedskirchen und angeschlossenen Mitgliedskirchen, delegierte Vertreter und Vertreterinnen, Beobachter/innen, Berater/innen und Gäste.