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ÖRK-Tagung „Working Together“ stärkt Beziehungen mit kirchlichen Diensten und Werken

ÖRK-Tagung „Working Together“ stärkt Beziehungen mit kirchlichen Diensten und Werken

In der Kapelle des Château de Bossey geben Teilnehmende der Tagung „Zusammenarbeit“ einander ein Zeichen des Friedens. Alle Fotos: Albin Hillert/ÖRK

08. Mai 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 09. Mai 2019

Am 7. und 8. Mai hat der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) im Ökumenischen Institut in Bossey eine Tagung mit dem Titel „Working Together“ (Zusammenarbeiten) organisiert, in deren Rahmen auch ein „Ökumenischer Markt der Möglichkeiten“ stattgefunden hat.

Eine Tagung wie dieses findet jedes Jahr statt und ist eine Möglichkeit, den Wissensaustausch zwischen dem ÖRK und den kirchlichen Diensten und Werken zu fördern. Ziel der Tagungen ist es, den Geist der Zusammenarbeit und der gegenseitigen Unterstützung insbesondere in Bezug auf die Programmarbeit des ÖRK zu stärken. Zudem sollen sie helfen, das gemeinsame Verständnis rund um bestimmte Themen zu vertiefen und die Planungs- und Berichterstattungsmechanismen des ÖRK zu verbessern.

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In der mittelalterlichen Kapelle in Bossey beten die Teilnehmenden gemeinsam für Versöhnung und Einheit.

In diesem Jahr beschäftigte sich die Tagung schwerpunktmäßig mit Themen wie Zeugnis und Dienst und die Teilnehmenden informierten sich gegenseitig über wichtige Entwicklungen seit der letzten Tagung, vertieften ihre Zusammenarbeit und berieten über ihre Finanzausstattung. Zudem stellte der ÖRK die regionale Schwerpunktsetzung im Rahmen des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens für das Jahr 2020 auf die Region Pazifik und Ozeanien und den thematischen Schwerpunkt „Sorge für Menschen, Land und die Erde“ vor.

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Im Kontext eines Marktes der Möglichkeiten hat der ÖRK darüber hinaus seine Rahmenpläne für 2020 vorgestellt, um weitere Rückmeldungen zu geplanten Aktivitäten zu erhalten und Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zu eruieren. Der ÖRK legte vorläufige Finanzergebnisse für 2018 vor, präsentierte ein Rahmenbudget für 2020 und informierte über den aktuellen Stand des „Green Village“-Bauprojektes.

In Vorbereitung auf die 11. ÖRK-Vollversammlung 2021 hat die Tagung den Anstoß gegeben für eine gemeinsame Reflexion über das Thema der Vollversammlung – „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ – mit den kirchlichen Diensten und Werken sowie für Gespräche über eine Zusammenarbeit mit ihnen in den Vorbereitungen und der Finanzierung der Veranstaltung, einschließlich der Pläne für vorbereitende Tagungen im Laufe des Jahre 2020.

Pastorin Dr. Mary Schaller Blaufuss (Wider Church Ministries der Vereinigten Kirche Christi) informierte über den aktuellen Stand der Arbeit des ÖRK-Planungsausschusses für die Vollversammlung und erklärte: „Bei einer Vollversammlung kommt die ökumenische Bewegung zusammen, um als Leib Christi und als eine Bewegung Zeugnis nach innen, an die Kirche selbst gerichtet, aber auch nach außen gerichtet Zeugnis abzulegen.“

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Pastorin Dr. Mary Schaller Blaufuss informiert über die Arbeit des Planungsausschusses für die Vollversammlung.

„In einer pluralistischen Welt gibt uns das Thema [der Vollversammlung] das Gefühl, Teil der ganzen Schöpfung, der ganzen Welt zu sein, und es betont den inklusiven Charakter der Welt, in der wir leben wollen“, führte Blaufuss weiter aus.

Aufbauend auf die Ergebnisse der internationalen Konsultation anlässlich des 20. Jahrestags des Endes der Dekade der Kirchen in Solidarität mit den Frauen wollte die Tagung auch die ökumenische Advocacy-Arbeit für Geschlechtergerechtigkeit stärken.

Die Stellvertretende ÖRK-Generalsekretärin, Dr. Isabel Apawo Phiri erklärte: „Wir haben uns in Jamaika getroffen, um festzustellen, wo wir Fortschritte gemacht haben und wo es noch Handlungsbedarf gibt.“

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass wir in vielerlei Hinsicht Fortschritte gemacht haben“, sagte Phiri und erinnerte daran, dass die Konsultation in Jamaika auch von Kirchen ausgerichtet wurde, in denen Frauen Führungspositionen innehaben.

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„Aber es gibt natürlich auch Bereiche, wo wir eher Rückschritte gemacht haben, und wir stellen fest, dass die Brutalität beim Thema geschlechtsspezifische Gewalt zugenommen hat“, führte sie aus. „Mit diesen Themen muss sich nicht nur der ÖRK als Gemeinschaft von Kirchen beschäftigen, hier ist eine breiter angelegte ökumenische Zusammenarbeit notwendig.“

„Wo ist hier die prophetische Stimme?“, fragte Phiri.

Pastorin Nicole Ashwood, ÖRK-Programmreferentin für Gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer, sagte weiterhin: „Ich möchte uns alle auffordern, über Rückschläge und über Geschlechtergerechtigkeit nachzudenken, auch aber nicht nur im Hinblick auf die kommende ÖRK-Vollversammlung. Wie können wir uns in Richtung Versöhnung und Einheit bewegen? Wer genau sorgt für Versöhnung und in Bezug auf was streben wir eigentlich nach Versöhnung? Wohin wollen wir uns in diesem Prozess bewegen?“

„Und lassen Sie uns nicht vergessen, dass Versöhnung auch einen Preis hat – für beide Seiten“, erklärte sie abschließend.

ÖRK zeichnet Weg hin zu ‚in die Macht der Liebe‘ gehüllter Einheit (Pressemitteilung vom 10. April 2019)

Planungsausschuss für die Elfte Vollversammlung 2021: „Die Liebe Christi bewegt, versöhnt und eint die Welt“ (ÖRK-Pressemitteilung vom 16. Januar 2019)

Engagement des ÖRK für gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer

Ökumenisches Institut des ÖRK in Bossey (in englischer und französischer Sprache)