World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

Sie sind hier: Startseite / Pressezentrum / Nachrichten / ÖRK fordert Schutz der Personen, die sich in Kolumbien für den Frieden einsetzen

ÖRK fordert Schutz der Personen, die sich in Kolumbien für den Frieden einsetzen

ÖRK fordert Schutz der Personen, die sich in Kolumbien für den Frieden einsetzen

Großflächiges Wandgraffiti in Bogota: „La Paz es Nuestra“ - Der Friede gehört uns. ©Sean Hawkey/ÖRK

19. Juli 2018

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 23. Juli 2018

Kolumbien ist auf dem Weg zu einem gerechten Frieden – und doch haben Paramilitärs Anfang der Woche neue Todesdrohungen gegen führende Persönlichkeiten in sozialen Bewegungen, Gewerkschaften und konfessionellen Organisationen und Institutionen ausgesprochen. Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) beobachtet diese Entwicklungen sehr aufmerksam und bekräftigt seine vorbehaltlose Unterstützung der Menschen, die sich für den Friedensprozess in diesem Land einsetzen.

Die paramilitärische Gruppierung „Águilas Negras“ hat am 14. Juli ein Kommuniqué veröffentlicht und darin gezielt Führungspersönlichkeiten sozialer Gruppen, Menschenrechtsaktivisten und -aktivistinnen und Journalistinnen und Journalisten bedroht. Justapaz, die mennonitische Organisation für Gerechtigkeit, Frieden und gewaltfreie Aktionen in Kolumbien, wurde in dieser Erklärung als Ziel möglicher Angriffe genannt.

„Gemeinsam mit unserer Mitgliedskirche, der Presbyterianischen Kirche von Kolumbien, und örtlichen ökumenischen Partnern rufen wir zum Gebet auf, um das Leben derjenigen Menschen zu bewahren, die in Gefahr sind. Wir schließen uns den Aktionen all derjenigen an, die sich für einen gerechten Frieden einsetzen und die das Leben derjenigen schützen, die sich für den Frieden in Kolumbien engagieren“, sagte ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit.

„Wir fordern ebenfalls die kolumbianische Regierung auf, Ermittlungen gegen diejenigen einzuleiten, die für diese Drohungen verantwortlich sind, und sie vor Gericht zu stellen. Wir fordern Sicherheitsmaßnahmen für die Mitarbeitenden von Justapaz und für alle Menschen, die öffentlich zum Ziel von Gewaltaktionen gemacht werden.“

Seit der Unterzeichnung des Friedensvertrags in Havanna wurden mehr als 300 prominente Führungspersonen sozialer Organisationen getötet. In den vergangenen Monaten ist diese Zahl deutlich gestiegen.

ÖRK-Mitgliedskirchen in Kolumbien

Informationen über Justapaz (nur auf Spanisch)