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Begrüßung durch ÖRK auf diplomatischer Konferenz in Griechenland

Begrüßung durch ÖRK auf diplomatischer Konferenz in Griechenland

Diplomatische Konferenz in Griechenland, Bild: Nikolaos Milonas

28. Februar 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 01. März 2019

Der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, übermittelte eine Grußbotschaft an die Konferenz über religiöse und kirchliche Diplomatie, die vom 28. Februar bis 3. März in Griechenland stattfindet. Vertreten wird der ÖRK auf der Konferenz durch den stellvertretenden Generalsekretär, Pater Prof. Dr. Ioan Sauca.

Die Botschaft diente der Ermutigung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich versammeln, um die diplomatischen Verbindungen und Beziehungen zu gestalten, die für den Schutz von Menschenleben, die Sorge für die Gesundheit und die Förderung des Wohlergehens für so viele Menschen unerlässlich sind.

„Griechenland ist in den letzten zehn Jahren für den Rest der Welt zu einem Sinnbild und einem Beispiel für Resilienz und Beharrlichkeit geworden, natürlich besonders was die Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme und der Herausforderungen durch die Flüchtlingsströme anbelangt, aber auch für das Mitgefühl für die Nächsten, die Offenheit für Partnerschaft und Zusammenarbeit sowie den Willen, nicht nur Hilfe zu erbitten, sondern auch selber Hilfe zu leisten“, sagte Tveit. „Kein Land, keine Nation, kein Volk kann im Alleingang handeln.“

Die vom Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Hellenischen Republik organisierte Konferenz soll „Politische Grundsätze und Strategievorschläge zur Umsetzung von religiöser und kirchlicher Diplomatie ausarbeiten“.

Wir alle müssten echte diplomatische Beziehungen sorgfältig aufbauen, nähren und auf sie zurückgreifen, forderte Tveit. „Dies gilt sowohl für Kirchen als auch für Regierungen“, sagte er weiter. „Meine Anerkennung gehört insbesondere den Kirchen in Griechenland für ihre Arbeit mit den Menschen in diesem Land, mit der Regierung und den internationalen Hilfsorganisationen, im Einsatz gegen die lebensbedrohenden Gefahren, mit denen Sie konfrontiert wurden.“

Der griechische Premierminister, Alexis Tsipras, sowie Hieronymus II, Erzbischof von Athen und Griechenland, schlossen sich Tveit an und begrüßten die Teilnehmenden.

Als einige der Herausforderungen für die Kirchen und die Regierungen erwähnte Tveit die Flüchtlingskrise, die Gesundheitsversorgung, die Sozialdienste, den Konjunkturaufschwung und wirtschaftlichen Wachstum sowie die Eindämmung der Auswirkungen des Klimawandels.

„Die Antworten müssen weit greifen, international getragen werden, aber gleichzeitig auch lokal verankert sein“, sagte er. „Aus diesem Grund begrüße ich es, dass Sie sich bei dieser Arbeit vom Fokus auf politische Maßnahmen und Strategien leiten lassen.“

Die Kirchen seien dabei eine wichtige Ressource, schloss Tveit. „Initiiert von den orthodoxen Kirchen hat das ökumenische Christentum während 100 Jahren das Streben nach Einheit in Vielfalt gefördert und größtenteils erreicht.“

Grußbotschaft an die kirchlich-diplomatische Konferenz, Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, 28. Februar 2019 (auf Englisch)

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