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Aufgrund „wachsenden Verlangens nach dauerhaftem Frieden“ richtet ÖRK historischen Dialog zwischen Sikh und Christen aus

Aufgrund „wachsenden Verlangens nach dauerhaftem Frieden“ richtet ÖRK historischen Dialog zwischen Sikh und Christen aus

Führungspersonen verschiedener Religionen entzünden mit musikalischer Begleitung gemeinsam eine Lampe. Foto: Rhoda Mphande/ÖRK

05. Juli 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 09. Juli 2019

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat am 5. Juli ein historisches Dialogtreffen zwischen Anhängerinnen und Anhängern der Sikhreligion und des Christentums ausgerichtet. Das Treffen stand unter dem Thema „Pursuing Peace in a Pluralistic World“ (Streben nach Frieden in einer pluralistischen Welt) und fand anlässlich des 550. Geburtstags von Guru Nanak, dem ersten Guru der Sikh, statt.

An der Veranstaltung haben rund 40 religiöse Führungspersonen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie unabhängige Aktivistinnen und Aktivisten der christlichen sowie der Sikhreligion teilgenommen.

ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit freute sich sehr, dass der ÖRK das erste offizielle Dialogtreffen von Sikh und Christinnen und Christen ausrichten durfte.

„Für die Sikh ist dieses Jahr ein sehr wichtiges, weil der 550. Geburtstag von Guru Nanak gefeiert wird“, sagte Tveit. „Ausgerechnet in diesem Jahr das erste offizielle Treffen zwischen christlichen Gläubigen und Sikh zu organisieren ist eine ganz besondere Art und Weise, das Leben und Wirken von Guru Nanak zu feiern.“

„Tagtäglich wird uns schmerzlich vor Augen geführt, wie dringend notwendig ein dauerhafter und nachhaltiger Frieden ist“, erklärte er. „Die Zunahme von Fremdenfeindlichkeit, gewalttätigem Extremismus und populistischem Nationalismus belegen, wie dringend wir Glaubensgemeinschaften unsere Anstrengungen verstärken und neue Formen für die Schaffung von Frieden entwickeln müssen.“

Wir könnten es uns nicht länger erlauben, als voneinander abgegrenzte einzelne Einheiten zu denken und zu handeln, so Tveit. „Wir müssen vielmehr erkennen, dass wir in unserem Sein voneinander abhängig sind, dass die Zeit reif ist, dass wir gemeinschaftlich denken und handeln und die spaltenden Tendenzen innerhalb unserer eigenen und zwischen unseren Glaubensgemeinschaften gemeinschaftlich angehen“, erklärte er. „In einer Welt, die durch Hass und Angst gespalten ist, ist es für Religionen am einfachsten, Teil der Lösung und nicht Teil des Problems zu sein, wenn sie gemeinsam Teil der Lösung sind.“

Guru Nanak betonte die universelle Bruderschaft aller Menschen als höchstes religiöses Ziel und rief seine Anhängerinnen und Anhänger auf, alle Menschen wie Brüder und Schwestern zu behandeln. Im Mittelpunkt des Dialogtreffens stand ein ganzheitliches Verständnis von Frieden, das zum Wesenskern des Christentums und der Sikhreligion gehört, unter Beachtung der Tatsache, dass Frieden ohne Gerechtigkeit kein vollständiger Frieden ist.

Mit dem Treffen soll eine neue Partnerschaft befördert werden, die helfen soll, die Zeichen der Zeit zu entschlüsseln und Antworten zu geben, die mutig und engagiert sind.

 

Engagement des ÖRK zur Stärkung von Vertrauen und Respekt zwischen den Religionen

Weitere Informationen über das englischsprachige Journal „Current dialogue Magazine“

Erfahren Sie mehr über „Christliches Selbstverständnis im multireligiösen Kontext“