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ÖRK-Generalsekretär übermittelt buddhistischen Partnern Grüße zum Vesakh-Fest

ÖRK-Generalsekretär übermittelt buddhistischen Partnern Grüße zum Vesakh-Fest

Buddhistisch-Christliche Konsultation zum Thema „Gerechtigkeit schaffen: Christen im Gespräch mit Buddhisten über Religion, Gender, Sexualität und Macht“, 2015. Foto: Pastor Tony Franklin Ross

17. Mai 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 23. Mai 2019

Aus Anlass des bevorstehenden Vesakh-Festes, das Buddhisten in aller Welt demnächst feiern, übermittelte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, den buddhistischen Partnern des ÖRK seine Grüße. „Möge Sie die Weisheit von Gautama Buddha inspirieren, dessen Geburt, Erleuchtung und Tod Sie an diesem Festtag feiern“, schrieb Tveit.

Im Hinblick auf die wachsende Gewalt gegenüber Glaubensgemeinschaften bekräftigte Tveit: „In Zeiten wie diesen stehen alle Gläubigen und Menschen guten Willens in der Pflicht, sich gemeinsam für ein Ende der Gewalt in all ihren Formen einzusetzen.“ Er nahm auch Bezug auf die buddhistische und christliche Tradition, Gewalt abzulehnen. „Das Gebot, seine Feinde zu lieben und denen, die uns hassen, Gutes zu tun (Lukas 6,27), ist ein prophetischer Aufruf, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen. Ähnlich heißt es auch im Dhammapada: ‚Hass wird in dieser Welt niemals durch Hass besänftigt. Hass wird allein durch Nicht-Hass besänftigt. Das ist ein ewiges Gesetz.‘ (Na hi verena verāni sammantīdha kudācanaṃ, Averena ca sammanti esa dhammo sanantano.) Dieser Ausspruch lehrt uns, dass es sinnlos ist, Gewalt mit Hass überwinden zu wollen.“

Außerdem erwähnte Tveit, dass die „Liebe Christi“, die dem christlichen Engagement in der Friedensarbeit zugrundeliegt, essentieller Bestandteil des Themas der nächsten Vollversammlung ist, die 2021 in Karlsruhe stattfinden wird. „Wir werden uns mit dem prophetischen Potenzial befassen und erforschen, wie die „Liebe Christi“ nicht nur für die innerchristliche Einheit wichtig ist, welche ja das Ziel der Ökumene darstellt, sondern auch für das gemeinschaftliche Leben im weiteren Sinn als Mitglieder einer Menschheitsfamilie in unserem Streben nach umfassender Einheit und Versöhnung“, schrieb Tveit.

Tveit schloss seinen Brief mit der Hoffnung auf weitere Möglichkeiten für eine christlich-buddhistische Zusammenarbeit in der Zukunft: „Wir trachten danach, das Leid in seinen zahlreichen Erscheinungsformen in dieser Welt zu überwinden. Wir tun dies auf der Grundlage der Werte, die uns in unserer jeweiligen Glaubenstradition wichtig sind: Liebe, Mitleid, mitfühlende Freude, Gelassenheit, Frieden, Geduld und Gerechtigkeit.“