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Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen sieht religiöse Vielfalt im Irak in Gefahr

Erklärung des Ökumenischen Rates der Kirchen sieht religiöse Vielfalt im Irak in Gefahr

Foto: Ivars Kupcis/ÖRK

18. November 2017

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 23. November 2017

Während der Tagung des Exekutivausschusses des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) in Amman vom 17.-23. November wurde eine Erklärung über die jüngsten Entwicklungen im Irak und die schwierigen Aussichten für die Aufrechterhaltung der religiösen und gesellschaftlichen Vielfalt und die Zukunft der Nation und ihrer Völker veröffentlicht.

Laut Erklärung des Exekutivausschusses hat zwar die Rückeroberung der Ninive-Ebene, der Stadt Mossul und anderer Gebiete den ‚Islamischen Staat‘ aus der Region vertrieben, aber dieser Erfolg musste mit dem erheblichen und tragischen Verlust zahlreicher Menschenleben und der Zerstörung von Besitztümern und Infrastrukturen bezahlt werden und bringt neue Herausforderungen für den Wiederaufbau der betroffenen Gemeinschaften und für die Förderung des sozialen und religiösen Zusammenhalts im Irak mit sich

Der ÖRK-Exekutivausschuss „fordert die Föderalregierung des Irak und die Regionalregierung von Kurdistan auf, die derzeitige Krise im Dialog und in Verhandlungen zu lösen und alle weiteren Konflikte in einer Region zu vermeiden, die schon so viel Gewalt und Leid erlebt hat.“

Der Ausschuss „fordert die irakischen Behörden ebenfalls nachdrücklich auf dafür zu sorgen, dass den Vertriebenen ihre Häuser und ihre Existenzgrundlage zurückgegeben wird, und appelliert an die internationale Gemeinschaft, den Wiederaufbau der Infrastruktur und der Gemeinschaften sofort und großzügig zu unterstützen.“

Weiterhin appelliert der ÖRK-Exekutivausschuss „an die internationale Gemeinschaft und besonders an die Länder, die sich 2003 an der Invasion des Irak beteiligt haben, umgehend und großzügig den Wiederaufbau von Infrastrukturen und von Gemeinschaften zu unterstützen (auch durch Programme zur Heilung psychosozialer Traumata) und Initiativen zur Förderung des sozialen und religiösen Zusammenhalts im Irak ins Leben zu rufen, bei denen es auch um die besonderen Verletzlichkeiten der Gemeinschaften religiöser Minderheiten geht.“

ÖRK-Erklärung zur Situation im Nordirak, 18. November, 2017

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ÖRK-Exekutivausschuss tagt in Amman, ÖRK-Pressemitteilung vom 16. November 2017

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