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ÖRK fordert langfristiges Bekenntnis zum neuen Friedenskapitel zwischen den USA und Nordkorea

ÖRK fordert langfristiges Bekenntnis zum neuen Friedenskapitel zwischen den USA und Nordkorea

ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit entzündet Kerzen anlässlich eines Gebetsgottesdiensts in der Kapelle des Ökumenischen Zentrums. Foto: Ivars Kupcis/ÖRK

12. Juni 2018

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 13. Juni 2018

Nach dem Abschluss des Gipfels zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und der Demokratischen Volksrepublik Korea (Nordkorea) sagte Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit Dank für einen, wie er es nannte, „wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zu einer friedlicheren und sichereren Zukunft in der Region“:

Der Nordkorea-Gipfel in Singapur fand nach einer Zeit der gegenseitigen Konfrontation statt, die immer gefährlichere Ausmaße angenommen hatte. Nun jedoch verkündeten die Staatsoberhäupter der USA und Nordkoreas ihr Bestreben, neue Beziehungen im Einklang mit dem Wunsch ihrer Bevölkerungen nach Frieden und Wohlstand aufzubauen und gemeinsam einen anhaltenden und stabilen Frieden auf der Koreanischen Halbinsel zu schaffen. Nordkorea beteuerte nochmals die in der Panmunjom-Erklärung vom 27. April 2018 gemachte Zusage, auf eine vollständig atomwaffenfreie Koreanische Halbinsel hinzuarbeiten.

Der ÖRK setzt seit über 30 Jahren auf Dialoge, verbindliche Gespräche und persönliche Kontakte zwischen den Menschen als Mittel zur Beilegung des Konfrontationskurses und zur Überwindung der Teilung der Koreanischen Halbinsel. „Wie in der gemeinsam unterzeichneten Erklärung der beiden Staatsoberhäupter eingeräumt wird, beginnt jetzt erst die umfangreiche und schwierige Arbeit, die gegenseitigen Beteuerungen in die Tat umzusetzen“, sagte Tveit. „Wir appellieren an die Staatsoberhäupter beider Nationen, den begonnen Friedensdialog weiterzuverfolgen und nicht dem Impuls nachzugeben, zur provokativen Rhetorik der Vergangenheit zurückzukehren.“

Tveit fügte hinzu, dass der ÖRK seine Bemühungen mit Hilfe der Kirchen in den USA sowie in Nord- und Südkorea fortführen und ausweiten wird, um Brücken des Vertrauens und des gegenseitigen Verständnisses zwischen den Völkern aller drei Länder zu schlagen und daran mitzuwirken, die eingefahrenen Muster zu überwinden, die durch jahrzehntelange Spannung, Feindseligkeit und Isolation entstanden sind.

„Als weitere wichtige vertrauensbildende Maßnahme rufen wir die USA und Südkorea auf, zukünftige gemeinsame Militärmanöver auszusetzen und die gegen Nordkorea verhängten Sanktionen zu lockern“, sagte Tveit. „Wir fordern insbesondere, dass im Anschluss an den Nordkorea-Gipfel der Korea-Krieg rasch offiziell für beendet erklärt und mit der Ausarbeitung eines Friedensvertrags begonnen wird, der das Waffenstillstandsabkommen von 1953 ersetzt, um den ausgesetzten Kriegszustand zu beenden und so bessere Bedingungen für eine Lösung der aktuellen Probleme in der Region zu schaffen.

Abschließend sagte Tveit: „Und wir beten dafür, dass die Zusagen für eine atomwaffenfreie Koreanische Halbinsel den Anstoß zu einem weltweiten Streben nach nuklearer Abrüstung geben werden, denn ohne ein solches kann nicht sichergestellt werden, dass diese Bedrohung für unser aller Leben je verschwindet.“

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