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Gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer

Beim Aufbruch zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens stellt der ÖRK den Aufbau gerechter Gemeinschaften für Männer und Frauen in den Mittelpunkt all seiner Aktivitäten. Gerechte Beziehungen zwischen den Geschlechtern sind notwendig für eine verwandelnde Erneuerung von Kirche und Gesellschaft.
Gerechte Gemeinschaften für Frauen und Männer

Gebetsbaum für Gender-Gerechtigkeit auf der 10. ÖRK-Vollversammlung

Beim Aufbruch zum Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens, zu dem die 10. Vollversammlung 2013 aufgerufen hatte, stellt der Ökumenische Rat der Kirchen den Aufbau gerechter Gemeinschaften für Männer und Frauen in den Mittelpunkt all seiner Aktivitäten.

Für eine verwandelnde Erneuerung von Kirche und Gesellschaft sind die Erfahrungen, Perspektiven und die Teilnahme von jungen Frauen und Männern gleichermaßen erforderlich. Gerechte Beziehungen zwischen den Geschlechtern sind entscheidend, wenn es darum geht, uns dem Klimawandel zu stellen, eine Ökonomie des Lebens aufzubauen sowie gerechten Frieden und die Wahrung der Menschenwürde zu fördern.

Dabei spielen ökumenische Theologie-Ausbildung und die Ausbildung von Führungskräften eine Schlüsselrolle, insofern als sie sich unter anderem mit der Frage auseinandersetzen, was Gerechtigkeit und Frieden für Frauen bedeuten, die als Flüchtlinge, Opfer von Frauenhandel und sexueller Gewalt oder in anderen entmenschlichenden Situationen leben.

In den ÖRK-Lehrgängen werden gläubige Frauen befähigt, die Instrumente der Vereinten Nationen für die Verteidigung der Rechte der Frauen und der Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. Durch die Vernetzung von christlichen Frauenorganisationen und Teilnehmern und Teilnehmerinnen an der jährlichen Tagung der UNO-Kommission für die Stellung der Frau können sie ihren Stimmen mehr Gehör verschaffen.

Ferner wurde eine Beratungsgruppe aus Vertretern und Vertreterinnen der Mitgliedskirchen eingerichtet, die eine Politik der Geschlechtergerechtigkeit ausarbeiten und den Generalsekretär in Gender-Fragen beraten soll.

Donnerstag in Schwarz

Die Kampagne „Donnerstag in Schwarz“ soll mit der einfachen Geste, am Donnerstag schwarze Kleidung zu tragen, zum Ende der Gewalt an Frauen und Mädchen beitragen. Damit wird weltweit dem Wunsch Ausdruck verliehen, in sicheren Gemeinschaften leben zu können, in denen wir in uns gefahrlos und ohne Angst bewegen können, aufgrund unseres Geschlechts oder unserer sexuellen Orientierung vergewaltigt, angeschossen, geschlagen, verbal angegriffen oder diskriminiert zu werden. Die während der ökumenischen Dekade „Kirchen in Solidarität mit den Frauen“ (1988-1998) gegründete Kampagne wurde bei der 10. Vollversammlung 2013 zusammen mit dem Christian Aids Bureau for Southern Africa (Christliches Büro für AIDS im südlichen Afrika), Diakonia Council of Churches (Diakonischer Rat der Kirchen, Südafrika), Northern Territory Youth Affairs Network (Netzwerk für Jugendarbeit im Nordterritorium, Australien), Victoria University Students’ Association, (Studentenvereinigung der Victoria-Universität, Neuseeland), der Unionskirche in Schweden, der Kirche von Schweden und anderen Partnern wiederbelebt.

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