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Salpy Eskidjian Weiderud wird mit dem Internationalen Preis für Religionsfreiheit ausgezeichnet

Salpy Eskidjian Weiderud wird mit dem Internationalen Preis für Religionsfreiheit ausgezeichnet

Friedensaktivistin Salpy Eskidjian Weiderud. Foto: Claus Grue/ÖRK

17. Juli 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 18. Juli 2019

Salpy Eskidjian Weiderud, Leiterin des Büros für den religiösen Zweig des Friedensprozesses auf Zypern, wurde vom US Außenministerium mit dem Internationalen Preis für Religionsfreiheit ausgezeichnet. Dieser Preis „ist eine Anerkennung für Menschen, die sich in herausragender Weise für die Religionsfreiheit überall auf der Welt engagieren“, und wird am 17. Juli in Washington, D.C. überreicht.

Weiderud wurde auf Zypern geboren und ist die Enkelin armenischer Flüchtlinge. Sie ist die Architektin und Koordinatorin des so genannten religiösen Zweigs des Friedensprozesses auf Zypern, der unter der Schirmherrschaft der schwedischen Botschaft geführt wird.

Weiderud habe ihr berufliches Leben mit aller Leidenschaft der Friedensarbeit gewidmet, sagte der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), Pastor Dr. Olav Fykse Tveit. „Salpy hat ihre besonderen Fähigkeiten und ihre Energie für die Friedensförderung in zahlreichen Kontexten eingesetzt, oft auch im Dienste des ÖRK“, sagte er. „Wir sind dankbar für ihre zahlreichen Beiträge, und diese Auszeichnung für ihre Arbeit auf Zypern hat sie sich wirklich verdient.“

Zunächst als Studentin in den 1980er Jahren arbeitete Weiderud für eine Reihe von bikommunalen Friedensinitiativen von Frauengruppen und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf Zypern. Sie war die erste junge weibliche Programmreferentin des Rates der Kirchen im Mittleren Osten und dort mit Themen wie Religionsfreiheit, Menschenrechten und Friedensthemen befasst.

In ihrer Zeit beim ÖRK zwischen 1995 und 2005 war Weiderud Exekutivsekretärin für internationale Angelegenheiten für den Nahen Osten und Sonderberaterin für Palästina und Israel.

Sie gründete das ökumenische Begleitprogramm in Palästina und Israel, war Gründungsmitglied des Internationales Aktionsnetzwerks zu Kleinwaffen und hat das Ökumenische Aktionsnetzwerk gegen Kleinwaffen ins Leben gerufen, dessen Vorsitzende sie ist. Als leitende Koordinatorin des ÖRK-Programms zur Überwindung von Gewalt leitete sie die Kampagne „Friede für die Stadt“ (1997–1998) und war Initiatorin der Dekade zur Überwindung von Gewalt: Kirchen für Frieden und Versöhnung (2000– 2010).

Weiderud ist seit 2012 Exekutivdirektorin des Büros für den religiösen Zweig des Friedensprozesses auf Zypern. In den Anfängen zunächst eine unauffällige Initiative, die 2009 ins Leben gerufen wurde, ist dieser religiöse Zweig inzwischen eine aktive Friedensbewegung, deren Arbeit auf vier Säulen ruht: Vertrauen und Vertrautheit unter den religiösen Führungspersonen und Glaubensgemeinschaften aufbauen, vertrauensbildende Maßnahmen fördern, wichtige religiöse Stätten und Einrichtungen schützen und das Recht auf ungehinderten Zugang zu Kirchen, Moscheen und Klöstern und das Recht auf Gottesdienst verteidigen.

Büro des religiösen Zweigs für den Friedensprozess auf Zypern

2019 Internationaler Preis für Religionsfreiheit

Mit Leidenschaft den Frieden fördern. ÖRK-Pressemitteilung vom 26. Juli 2016

Kirchen und Naher Osten: Solidarität und Zeugnis für den Frieden

ÖRK-Mitgliedskirchen in Zypern