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Friede und Sicherheit in der DR Kongo sind das Hauptthema der ÖRK-Konferenz

Friede und Sicherheit in der DR Kongo sind das Hauptthema der ÖRK-Konferenz

© Albin Hillert/ÖRK

27. Mai 2015

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 01. Juni 2015

Eine umfassende Konferenz über Friede und Sicherheit in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), einberufen vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), hat am Mittwoch mit ihrer Suche nach Lösungen für die dringendsten Probleme des Landes begonnen.

Peter Prove, Leiter der Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten, begrüßte die „lebendige ökumenische Familie des ÖRK“ und bezeichnete die einberufene Konferenz als die erste große Versammlung von Kirchen und ökumenischen Partnern des ÖRK in Genf.

Auf der dreitägigen Veranstaltung wollen sich die teilnehmenden Delegierten auf Möglichkeiten einigen, vier spezifische Probleme der DR Kongo anzugehen: Gewaltkonflikte, Integrität des Wahlprozesses, Umweltschutz und Menschenrechte.

Die Konferenz ist eine Anschlussveranstaltung nach dem „Living Letters“-Besuch einer ÖRK-Delegation 2009, die die DR Kongo als „Prioritätsland“ im Rahmen ihrer internationalen Arbeit besucht hatte, sowie nach der Teilnahme des ÖRK-Generalsekretärs Pastor  Dr. Olav Fykse Tveit an einem ökumenischen Forum in der Landeshauptstadt Kinshasa im April 2014.

Tveit erinnerte an den Geist des Pfingstfestes und sprach über den „klaren und gemeinsamen Zweck“ dieser Konferenz – gemeinsam zu erkennen, „wie der Geist Gottes uns ruft und auffordert, uns für das Amt und den Dienst der Kirchen in der DR Kongo zu stärken“. Nach vielen Jahren des ökumenischen Engagements im Kongo, so Tveit, sei die Zeit nun reif, „unseren Gesprächen Taten folgen zu lassen“ und uns zu fragen: „Welchen Weg gehen wir auf der Suche nach Frieden und Gerechtigkeit in der DR Kongo?“

Tveit verwies ebenfalls auf den Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens als eine Möglichkeit, die heutige Arbeit der ökumenischen Bewegung und die strategische Führungsrolle des ÖRK darin zu beschreiben.

Die DR Kongo ist zwar seit vielen Jahren in einer „Situation des Leidens“, sagte Tveit, „aber diese Versammlung ist ein Zeichen der Hoffnung für eine andere Geschichte, eine andere Wirklichkeit und eine andere Zukunft“ für diese Nation, denn die Kirchen entscheiden, wie sie ihre Mittel gemeinsam für Frieden, Sicherheit und eine nachhaltige Entwicklung in diesem Land einsetzen.

Ein ambitioniertes Ziel der Konferenz besteht darin, „eine ökumenische Straßenkarte mit Empfehlungen für eine umfassende nachhaltige Entwicklung innerhalb einer friedlichen Gesellschaft zu erstellen“, sagte Pastor  Milenge Mwenelwata von der Kirche Christi im Kongo.

Hauptreferent Bischof David Yemba von der Methodistenkirche in der DR Kongo beschrieb die schier unüberwindlichen Gefahren und Herausforderungen in der DR Kongo und besonders die überaus prekäre Situation, die durch Ressourcenplünderung, Korruption in der Wirtschaft und im öffentlichen Sektor und durch die daraus entstehende Armut hervorgerufen wird. „Wo ist die Kirche in all diesem Elend?“ fragte er.

„Die Aufgabe der Kirche ist ihre prophetische Mission im Kampf gegen das Übel“, fuhr er fort, obwohl „der fehlende Zusammenhalt der Kirchen ihre prophetische Stimme und ihre Wirkung beeinträchtigen.“

Dr. Zainab Hawa Bangura, UN-Sondergesandte für sexuelle Gewalt in Konflikten, übermittelte ihre Ansprache an die Konferenz per Videoschaltung an die Konferenz und begrüßte das Engagement der Kirchen als „Wächter moralischer Werte“ besonders im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt und Ungleichheiten.

Die Konferenz begann mit Morgengebeten in der Kapelle des ökumenischen Zentrums und einer Predigt des Patriarchen John Baudouin Kayuwa Mikenyi von der Kirche Christi — Licht des Heiligen Geistes.

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