World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

Sie sind hier: Startseite / Pressezentrum / Nachrichten / Friedfertigkeit ist der gemeinsame Nenner aller Weltreligionen

Friedfertigkeit ist der gemeinsame Nenner aller Weltreligionen

Friedfertigkeit ist der gemeinsame Nenner aller Weltreligionen

Foto: Marcelo Schneider/ÖRK

05. März 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 07. März 2019

Die Christian Conference of Asia (Asiatische Christliche Konferenz, CCA) hat mehr als 100 Vertreter/innen von sieben Religionen - Christentum, Buddhismus, Islam, Judentum, Bahaitum, Hinduismus und Sikhismus -zusammengebracht, um sich mit Mitgliedern der Referenzgruppe des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu treffen und sich über wichtige Religionsfragen und deren Bedeutung für die Gesellschaft in Asien auszutauschen.

„Ein beständiger interreligiöser Dialog ist der Schlüssel für ein besseres gegenseitiges Verständnis, für Toleranz und Respekt und langfristig für Frieden und Stabilität“, sagte Dr. Mathews George Chunakara am 4. März anlässlich eines Empfangs mit Abendessen der interreligiösen Gemeinschaft in Chiang Mai, Thailand. Chunakara repräsentierte das Christentum und ist Generalsekretär der Asiatischen Christlichen Konferenz. „Zwar sind die Kirchen und die Menschen christlichen Glaubens nur gering an der Zahl und auch nur eine kleine Minderheit, aber sie sind trotzdem in Asien in vielfacher Weise und direkt an friedensbildenden Maßnahmen beteiligt. Sie setzen sich für die Würde und die Rechte von Menschen und Gemeinschaften ungeachtet ihrer Religion und ihres Glaubens ein. Friedfertigkeit ist der gemeinsame Nenner aller Weltreligionen.“

Frank Sethi, Vertreter der Sikhs, sagte: „Eine großartige Möglichkeit, andere Religionen zu verstehen, ist der Besuch ihrer Andachtsstätten. Gehe zu einer Kirche oder einer Moschee und frage, ob du eintreten darfst. Wir müssen offen sein und voneinander lernen.“

Prof. Dr. Isabel Apawo Phiri, stellvertretende ÖRK-Generalsekretärin, sagte: „Als Menschen christlichen Glaubens suchen wir Frieden, und wir erziehen unser Volk zu Gerechtigkeit und Frieden, denn dies ist ein klarer Ausdruck unseres Gehorsams gegenüber dem Ruf Christi, Gott zu lieben und unsere Nächsten zu lieben wie uns selbst.“ Eine der zahlreichen Manifestationen dieser durch die Liebe motivierten Taten von Christen und Christinnen in und zum Wohle der ganzen Welt ist die Suche nach Frieden.“

Phiri erklärte abschließend: „Die Asiatische Christliche Konferenz ist ein Vorbild und inspiriert Kirchen zu einem Dialog mit anderen Religionen. Dies ist der richtige Weg, der uns zu Frieden und Harmonie führt.“

Die ÖRK-Referenzgruppe für den Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens und die Theologische Studiengruppe treffen sich bis zum 6. März in Thailand, um sich mit Berichten über die Situation in Asien aus der Perspektive der globalen Themenschwerpunkte 2019 des Pilgerwegs auseinanderzusetzen: Rassismus und Asien. Dabei geht es auch um die Zusammenarbeit mit Mitgliedskirchen, nationalen Kirchenräten, der Asiatischen Christlichen Konferenz und anderen Akteuren in der Region.

Der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens schaut auf Asien, ÖRK-Pressemitteilung, 5. März 2019

Christian Conference of Asia (Asiatische Christliche Konferenz)