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„Laudato si“ stärkt Kirchen und unsere Sorge für das gemeinsame Haus

„Laudato si“ stärkt Kirchen und unsere Sorge für das gemeinsame Haus

© Mazur/catholicnews.org.uk

18. Juni 2015

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 19. Juni 2015

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) begrüßt die am 18. Juni veröffentlichte Enzyklika „Laudato si“ von Papst Franziskus, die hervorhebt, was Kirchen und ökumenische Organisationen seit Jahrzehnten für die Bewahrung der Erde und für Klimagerechtigkeit tun.

„Dies ist die Zeit, in der wir uns auf unsere gemeinsame Verantwortung besinnen müssen, die wir als Menschen haben, und auf die Art und Weise, wie wir als Kirchen diejenigen unterstützen sollten, die bereit sind, die nötigen Veränderungen herbeizuführen“, sagte Pastor Dr. Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des ÖRK.

„Diese Enzyklika beweist allen, dass dies Themen sind, die in unserem christlichen Glauben im Mittelpunkt stehen, und dass wir Christen sie als Fragen der Gerechtigkeit und des Friedens als Kirchen gemeinsam mit allen Menschen, denen unsere gemeinsame Zukunft ein Anliegen ist, angehen sollten“, fügte er hinzu.

Tveit hob auch die positive Anerkennung hervor, dass „andere Kirchen und christliche Gemeinschaften [...] eine weitgehende Sorge und eine wertvolle Reflexion“ entwickelt haben (Absatz 7), und insbesondere den Verweis auf den Patriarchen Bartholomäus.

Der ÖRK-Generalsekretär wiederholte die Aussage des Papstes über die Notwendigkeit eines Dialogs zwischen Politik und Wirtschaft (189 - 198) und zwischen Religionen und Wissenschaften (199 - 201), welcher für die wirksame Bekämpfung der Umweltkrise eine unabdingbare Voraussetzung darstelle.

Auch der Bezug auf die ökologische Schuld (51 - 52) und die starke Aussage, dass der „Zugang zu sicherem Trinkwasser ein grundlegendes, fundamentales und allgemeines Menschenrecht“ sei (30), wurden von Tveit hervorgehoben.

Dr. Guillermo Kerber, Leiter des ÖRK-Programms „Bewahrung der Schöpfung und Klimagerechtigkeit“ begrüße die klare Aussage, dass Klimawandel von den Menschen herbeigeführt sei und auf die ärmsten und verletzlichsten Gemeinschaften schwerwiegendere Auswirkungen habe. „Die Enzyklika ist ein wichtiger Aufruf zum dringendem Handeln als Individuen, als Bürgerinnen und Bürger, sowie auf internationaler Ebene, um die Klimakrise wirksam anzugehen“, sagte Kerber.

Erklärung des ÖRK-Generalsekretärs, Pastor Dr. Olav Fykse Tveit (in englischer Sprache)