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Arbeitsgruppe des ÖRK und der römisch-katholischen Kirche befasst sich mit Friedensförderung und Migration

Arbeitsgruppe des ÖRK und der römisch-katholischen Kirche befasst sich mit Friedensförderung und Migration

Mitglieder der Gemeinsamen Arbeitsgruppe der römisch-katholischen Kirche und des Ökumenischen Rates der Kirchen Bild: Rumänische Orthodoxe Kirche

07. Juni 2018

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 11. Juni 2018

Vom 24. bis 27. Mai traf sich die Leitung der Gemeinsamen Arbeitsgruppe der römisch-katholischen Kirche und des Ökumenischen Rates der Kirchen in Targoviste, Rumänien, um die Zusammenarbeit bei der Friedensförderung sowie die ökumenischen Herausforderungen und Gelegenheiten zu erörtern, die Migrantinnen, Migranten und Flüchtlinge darstellen.

Metropolit Nifon von Targoviste war Gastgeber der Gruppe in seiner Erzdiözese. Gemeinsam mit dem Erzbischof von Dublin und Primas von Irland, Diarmuid Martin, sitzt er der Gemeinsamen Arbeitsgruppe vor.

Targosivte ist eine ehemalige Hauptstadt Rumäniens, die wichtige architektonische und historische Schätze aus dem 15. Jahrhundert birgt, dabei Kirchen und Klöster, aber auch den ersten Druck der Heiligen Liturgie der östlich-orthodoxen Tradition aus dem Jahr 1508. Die Gemeinsame Arbeitsgruppe besichtigte die Stadt sowie die nahe gelegenen Klöster von Stelea und Dealu. Diese Besuche boten Einblicke in die Geschichte sowie in die gegenwärtigen Herausforderungen und Gelegenheiten für die orthodoxe Mission und den orthodoxen Dienst in Rumänien.

In einer Vesperandacht in der Metropolitan-Kathedrale von Targoviste, bei der der römisch-katholische Erzbischof von Bukarest, Ioan Robu, und viele junge Menschen teilnahmen, wurde die Lebendigkeit der Kirche und deren ökumenische Verpflichtung sichtbar.

Die Gruppe hatte auch das Privileg, Seine Seligkeit Patriarch Daniel von Rumänien zu treffen, was für die Teilnehmenden dank der reichen Erfahrung und der großen Weisheit des Patriarchen eine außerordentliche Gelegenheit für anregende und inspirierende Diskussionen gewesen sei, berichteten sie.

Die Gruppe führte ihre Arbeit mit Dokumenten zur Friedensförderung und Migration weiter und begrüßte auch die laufende Zusammenarbeit zwischen dem ÖRK und dem Dikasterium für die ganzheitliche Entwicklung des Menschen des Heiligen Stuhls bei den Vorbereitungen für eine Konferenz über Migration, Fremdenfeindlichkeit und politisch motivierten Populismus, die vom 12. bis 15. September in Rom stattfinden wird.

Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die nächste Plenarsitzung der Gemeinsamen Arbeitsgruppe im September in Augsburg, Deutschland, und der bevorstehende Besuch von Papst Franziskus beim ÖRK am 21. Juni.

Die Leitung der Gemeinsamen Arbeitsgruppe ist überzeugt, dass der Besuch von Papst Franziskus beim ÖRK als einmaliges Ereignis zur Zusammenarbeit ermutigen wird zwischen den Mitgliedskirchen des ÖRK und der katholischen Kirche, nicht nur auf internationaler Ebene, sondern auch in regionalen und nationalen Bereichen.

„Gemeinsam unterwegs sein, beten und arbeiten“, das Thema des Besuchs widerspiegelt Papst Franziskus' Anliegen, als Christen, die Christus nachfolgen, gemeinsam unterwegs zu sein sowie den Aufruf des ÖRK, sich dem Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens anzuschließen. Die Arbeitsgruppe wird an ihrer nächsten Plenarsitzung Zeit investieren, um die Wirkungen des Besuchs zu untersuchen und die Chancen zu analysieren, die sich dadurch bieten.

Kommuniqué der Gemeinsamen Arbeitsgruppe, Mai 2018 (in englischer Sprache)

Weitere Informationen über die Gemeinsame Arbeitsgruppe des ÖRK mit der römisch-katholischen Kirche