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Sondergesandter des indonesischen Präsidenten besucht ÖRK und tritt für interreligiösen Dialog ein

Sondergesandter des indonesischen Präsidenten besucht ÖRK und tritt für interreligiösen Dialog ein

Photo: Valter Hugo Muniz/WCC

05. Juli 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 05. Juli 2019

Bei einem Treffen mit Dr. Syafiq A. Mughni, dem Sondergesandten des indonesischen Präsidenten für Dialog und Zusammenarbeit zwischen den Religionen und Kulturen, hat der Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) seine Dankbarkeit für das Engagement des Sondergesandten für Menschenrechte zum Ausdruck gebracht und das Bekenntnis des ÖRK zu Zusammenarbeit im Engagement gegen Fremden- und Islamfeindlichkeit hervorgehoben. „Die Menschenrechte müssen als universelle Grundprinzipien verstanden werden“, erklärte Tveit. „Als Menschen und als Christinnen und Christen ist es unsere Pflicht, uns für die Rechte aller Menschen einzusetzen.“

Weiter führte er aus: „Ich weiß, dass Indonesien weltweit das Land mit den meisten muslimischen Bürgerinnen und Bürgern ist. Das allein verdeutlicht, wie wichtig interreligiöse Beziehungen für Sie sind. Ich glaube, Sie haben eine wichtige Aufgabe, nicht nur für Ihr eigenes Land, sondern auch als Vorbild für den Rest der Welt.“

„Wir dürfen nicht aufgeben“, sagte Tveit. „Wir müssen an diese Idee und Vorstellung der einen Menschheit glauben. Wir brauchen starke Partner wie Sie und Ihre Regierung, um zeigen zu können, was wir wollen und brauchen.“

Mughni war vom 3. bis 5. Juli zu Besuch in Genf, um sich mit Vertreterinnen und Vertretern religiöser Organisationen zu treffen, die in der Stadt vertreten sind.

„Ich habe in der humanitären Hilfe in Indonesien schon mit vielen Kirchen zusammengearbeitet, aber dies hier heute ist für mich die erste Gelegenheit, etwas über den Ökumenischen Rat der Kirchen zu erfahren“, erklärte Mughni und betonte dann sein besonderes Interesse an der Arbeit des ÖRK in den Bereichen interreligiöser Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit für Gerechtigkeit und Frieden.

Viele der 27 ÖRK-Mitgliedskirchen in Indonesien engagieren sich im interreligiösen Dialog mit den muslimischen Gemeinschaften vor Ort. „Auch wenn christliche Gemeinschaften unter den Opfern und Zielen extremistischer Gruppen in Indonesien waren – zum Beispiel bei dem Angriffen auf Kirchen in Surabaya im Mai 2018 – gibt es auch enge und fruchtbare Beziehungen zwischen Kirchen und ihren muslimischen Partnern im Land, und wir hoffen, dass diese zu mehr Harmonie und Frieden zwischen den Religionen in Indonesien beitragen können“, sagte Peter Prove, Direktor der ÖRK-Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten, unter dessen Leitung eine ökumenische Delegation im Februar 2019 Indonesien besucht hatte.


ÖRK-Mitgliedskirchen in Indonesien