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Junger Mann aus Uganda ist Hoffnungsträger für zukünftige bessere Versorgung von HIV-Kranken und für mehr Gendergerechtigkeit

Junger Mann aus Uganda ist Hoffnungsträger für zukünftige bessere Versorgung von HIV-Kranken und für mehr Gendergerechtigkeit

Hillary Nuwamanya. Foto: ÖRK 2020

28. Mai 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 28. Mai 2020

Hillary Nuwamanya, 24, kam HIV-positiv zur Welt und hat sich dazu entschieden, sein Leben so zu leben, dass er ein Beispiel für andere Menschen in ihrem Kampf für mehr Hoffnung sein kann.

Ein wichtiger Teil der Ökumenischen HIV- und AIDS-Initiativen und Advocacy des Ökumenischen Rates der Kirchen besteht darin, dass Menschen wie der aus Uganda stammende Hillary andere darin unterrichtet, wie sie ihre Gemeinschaften nach den Grundsätzen der Geschlechtergleichheit, der Gendergerechtigkeit und mit Null Toleranz für sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt leiten können. Hillary nimmt ebenfalls oft an generationsübergreifenden Workshops über HIV und Gendergerechtigkeit teil oder moderiert sie.

An Donnerstagen trägt Nuwamanya Schwarz und unterstützt damit die Bewegung Donnerstags in Schwarz. „Thursdays in Black“ ist die globale Kampagne für eine Welt ohne Vergewaltigung und Gewalt. Die Menschen in seinem Umfeld sehen in ihm einen Hoffnungsträger für zukünftige Entwicklungen.

Er ist oft freiwillig für unterschiedliche Nichtregierungsorganisationen tätig und setzt sich dort für die Rechte von Menschen ein, die mit HIV und anderen Krankheiten leben oder davon betroffen sind, damit sie in einer Gesellschaft ohne Stigmatisierung und Diskriminierung leben können. Zurzeit unterstützt er Menschen, die in diesen von Corona beherrschten Zeiten mit HIV leben, und hilft ihnen, ihre Therapien einzuhalten, indem er ihre Medikamente abholt und sie bei ihnen zu Hause abliefert. Hierzu verwendet er ein geliehenes Fahrrad, auf dem er auch größere Strecken zurücklegen kann, um die Menschen in ihren Wohnungen zu erreichen.

Seine Motivation, anderen bei der Einhaltung ihrer Therapien zu helfen, ist durch seine eigenen Erfahrungen zu erklären: „Ich war es irgendwann leid, meine antiretrovialen Medikamente (ARV) zu nehmen, und habe meine Ärzte gefragt, ob ich nicht eine Therapie-Auszeit von sechs Monaten nehmen könne, denn ich hatte das Gefühl, dass ich nicht dazu bestimmt sei, diese Tabletten zu nehmen. Das hat meinem Leben eine negative Wende gegeben und dazu geführt, dass ich an AIDS erkrankt bin.“

Seitdem hat er sich dazu entschlossen, diese ARV weiter zu nehmen. „Ich möchte andere Menschen davor bewahren, ein Leben führen zu müssen, wie ich es gelebt habe“, sagte er. „Ich habe mich entschlossen, zu helfen, weil ich über die Möglichkeit verfüge, das Leben von Menschen zu retten, die dieser Bedrohung ausgesetzt sind. Das bedeutet mir und meinem Gott sehr viel.“

Inzwischen legt er auf seinem Transport-Bike jeden Tag viele Kilometer zurück. „Raues Klima, rüpelhafte Autofahrer, die Radfahrer  auf der Straße drangsalieren, unzureichender Schutz wie fehlende Atemschutzmasken und Handdesinfizierer gehören zu den vielen Widrigkeiten, mit denen ich zurechtkommen muss“, sagte er.

Nuwamanya ist einer der vielen Millionen arbeitslosen jungen Erwachsenen in Afrika. Er setzt seine wenigen Ersparnisse, auch mit Unterstützung von Freunden und Freundinnen, dafür ein, seine lebensrettende Mission zu erfüllen. 2016 hat er einen Abschluss in Computerwissenschaft und Technologie am Namasuba College of Commerce und 2018 ein Diplom in Hotelmanagement und Catering ebenfalls an diesem College erworben.

„Eine Kerze vergibt sich nichts, wenn sie eine andere Kerze anzündet“, sagte Nuwamanya. „Jedesmal, wenn wir einer anderen Person helfen, hinterlassen wir im Leben dieses Menschen einen bleibenden Eindruck. Diese kleinen Beiträge haben für andere Menschen eine große Bedeutung, und es ist nie zu spät, dem anderen eine helfende Hand zu reichen.“

Ökumenische HIV- und AIDS-Initiativen und Advocacy (EHAIA))