World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

Sie sind hier: Startseite / Pressezentrum / Nachrichten / ÖRK ergreift Maßnahmen, um Ausbreitung von COVID 19 entgegenzuwirken

ÖRK ergreift Maßnahmen, um Ausbreitung von COVID 19 entgegenzuwirken

ÖRK ergreift Maßnahmen, um Ausbreitung von COVID 19 entgegenzuwirken

Foto: Grégoire de Fombelle/ÖRK

06. März 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 10. März 2020

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) ergreift verschiedene Maßnahmen, um einer Ausbreitung von COVID 19, dem neuen Coronavirus, entgegenzuwirken – Tagungen werden abgesagt oder verschoben, Reisetätigkeit eingeschränkt, das Besuchsprogramm bis April ausgesetzt und statt persönlicher Gespräche werden wo möglich online-Meetings organisiert.

In einem Brief würdigte ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit die wichtige Arbeit, die die ÖRK-Mitarbeitenden leisteten, und lobte ihr Engagement und ihre Fachkompetenz. „Auch wir sind einem gewissen Risiko ausgesetzt, wenn wir unsere Arbeit leisten“, schrieb er. „Und in der aktuellen Situation müssen wir gemeinsam versuchen, mit den Risiken im Zusammenhang mit COVID 19 umzugehen.“

Der ÖRK werde alles Notwendige und Mögliche unternehmen, um die Ausbreitung und Übertragung des Virus auf andere, die dadurch ernsthaft erkranken könnten, zu vermeiden, erklärte Tveit. „Wir müssen das tun, um all jene in unsere Mitgliedskirchen und unserem Umfeld zu schützen, die in Kontexten leben, in denen die Gesundheitssysteme Probleme hätten, einen derartigen Ausbruch zu bewältigen“, schrieb er weiter. „Außerdem müssen wir verhindern, dass unsere Arbeit durch Abwesenheitszeiten und Quarantänemaßnahmen hier oder anderswo in der Welt lahmgelegt wird.“

Weiter erinnerte er an die zahlreichen Menschen, die in vielen Kontexten weltweit unter diversen gesundheitlichen Problemen und Epidemien leiden und deren Leben tagtäglich bedroht ist. „Lassen Sie uns solidarisch und in der Überzeugung handeln, dass wir die Menschen für das Leiden der Anderen sensibilisieren können und mit unserer Arbeit und unseren Gebeten Bewusstsein und Aufmerksamkeit für ihre Situation schaffen“, schrieb er.

Dienstreisen und große Tagungen wurden verschoben, wenn sie nicht unentbehrlich sind. Die ÖRK-Mitarbeitenden sind aufgerufen, sich regelmäßig mit Seife und Wasser die Hände zu waschen, Husten- und Nies-Etikette einzuhalten und einen Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Menschen zu halten. Wenn es ihnen nicht gut geht, sollen sie zuhause bleiben. Wenn sie Fieber, Husten oder sonstige Atembeschwerden entwickeln, sollen sie sich frühzeitig medizinisch behandeln lassen und vorher telefonisch bei ihrem Gesundheitsversorger anrufen.

Mitarbeitende können einen Tag in der Woche Gebrauch von der Möglichkeit machen, von zuhause zu arbeiten, und sollen vermeiden, zu Stoßzeiten zur Arbeit zu pendeln.

Aufgrund der Bedenken angesichts der derzeitigen internationalen Ausbreitung von COVID 19, dem Coronavirus, und der Auswirkungen dieser Ausbreitung hatte der Vorsitz des ÖRK-Zentralausschusses beschlossen, die ursprünglich vom 18. bis 24. März geplante Tagung des ÖRK-Zentralausschusses und die unmittelbar davor geplante Tagung des Exekutivausschusses zu verschieben. Da Tveit den Posten des ÖRK-Generalsekretärs zum Ende März wie geplant aufgeben wird, wurde Priester Prof. Dr. Ioan Sauca ab dem 1. April zum geschäftsführenden ÖRK-Generalsekretär ernannt.

ÖRK-Vorsitz verschiebt Zentralausschuss-Tagung wegen Coronavirus, ÖRK-Pressemitteilung vom 28. Februar 2020

Fakten zu COVID 19 (in englischer Sprache)