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ÖRK zeigt sich schockiert und entsetzt nach Angriffen in Afghanistan

ÖRK zeigt sich schockiert und  entsetzt nach Angriffen in Afghanistan

Foto: Albin Hillert/ÖRK

13. Mai 2020

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 14. Mai 2020

Der Ökumenische Rat der Kirchen reagierte zutiefst schockiert und entsetzt auf den Anschlag auf ein Krankenhaus in Kabul, Afghanistan, bei dem mindestens 15 Menschen einschließlich zweier neugeborener Babys ums Leben kamen und zahlreiche weitere Personen verletzt wurden. Bei einem zweiten Zwischenfall in der Provinz Nangarhar riss ein Selbstmordattentäter mindestens 25 Menschen mit in den Tod und verletzte 68 weitere Personen, von denen die meisten an der Beerdigung eines örtlichen Polizeichefs teilnahmen.

„Diese beiden Tragödien waren gegen unschuldige Menschen gerichtet, die sich in einer existenziellen, von Tod und Leben bestimmten Situation befanden, die sie besonders verletzlich machte und die uns das Herz zerreißt. Neugeborenen und ihren Müttern das Leben zu nehmen und Menschen während der Beerdigung eines Gemeinschaftsmitglieds anzugreifen, sind eine Ohrfeige ins Gesicht der Menschlichkeit“, sagte Pastor Prof. Dr. Ioan Sauca, der amtierende Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen. „Der ÖRK beklagt diese Gewalttaten und betet für Gottes Stärke und Trost für alle diejenigen, die von diesen brutalen Angriffen betroffen sind. Mögen all diejenigen, die diese tragische Erfahrung und diesen Verlust erlebt haben, Gottes Liebe und Frieden erfahren inmitten ihres Schmerzes und ihrer Trauer“, sagte Sauca.

Diese Taten sind der vorläufig Höhepunkt einer langen Spur von Gewalt in der Region, verübt nach Abschluss des im Februar unterzeichneten vorläufigen Friedensabkommens zwischen den Vereinigte Staaten und den Taliban, das, so hoffte man, zwei Jahrzehnte Krieg in der Region beenden würde.  „Diese Angriffe sind ein gravierender Rückschritt für die Friedensinitiativen in einer Zeit, in der es zunehmende Anzeichen und Vorboten für ein Ende des gewalttätigen Konfliktes in der Region gab. Die aktuelle Situation angesichts einer globalen Pandemie, die uns zunehmend und in jedem Moment an die Fragilität und Unantastbarkeit menschlichen Lebens erinnert, lässt diese Angriffe vor dem Hintergrund des globalen Appells für ein Friedensabkommen umso brutaler erscheinen“,  sagte Sauca.