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Tveit: „Wir hoffen, dass dieser Nobelpreis die Suche nach Frieden und Gerechtigkeit in Äthiopien neu inspiriert und beflügelt.“

Tveit: „Wir hoffen, dass dieser Nobelpreis die Suche nach Frieden und Gerechtigkeit in Äthiopien neu inspiriert und beflügelt.“

Foto: Marianne Ejdersten/ÖRK

11. Oktober 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 14. Oktober 2019

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) gratuliert dem äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed zur Verleihung des Friedensnobelpreises 2019. Seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten im April 2018 hat Ahmed ein beeindruckendes Programm positiver und inspirierender Reforminitiativen durchgeführt, eine entscheidende Rolle in der Versöhnung der beiden Synoden übernommen und sich für die Einheit der Äthiopischen Orthodoxen Kirche Tewahedo  eingesetzt. Die Leistung, die der Friedensnobelpreis in besonderer Weise würdigt, ist jedoch die unter seiner Federführung entstandene Initiative, die den seit zwanzig Jahren bestehenden brudermörderischen Konflikt zwischen Äthiopien und Eritrea beendet hat.

„Das ist eine wohlverdiente Auszeichnung für einen Staatschef, der seine Aufgabe als Friedensstifter ernst nimmt“, sagte ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit in einem Kommentar. „Der ÖRK hat viele Jahre lang gemeinsam mit seinen Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen Initiativen für die Unterstützung von Friedensgesprächen in der Region unternommen. Heute können wir gemeinsam die Anerkennung der historischen Leistung von Ministerpräsident Ahmed feiern.“


„Trotz aller erreichten Fortschritte ist der Frieden aber niemals dauerhaft gewonnen und muss immer wieder neu erkämpft werden“, stellte Peter Prove fest, Direktor der ÖRK-Kommission der Kirchen  für Internationale Angelegenheiten. „Wir sind weiterhin alarmiert angesichts der erneut aufflammenden ethnischen Spannungen und Konflikte, die sowohl die Gesellschaft insgesamt als auch die Kirche betreffen.“

Nach Erkenntnissen des International Displacement Monitoring Centers (IDMC) wurden 2018 rund 2,9 Millionen neue Vertreibungen infolge von Konflikten registriert, das ist die höchste weltweit erfasste Zahl. In der ersten Hälfte 2019 wurden weitere 522.000 konfliktbedingte Vertreibungen gemeldet.

Tveit sagte abschließend: „Wir hoffen, dass dieser Nobelpreis die Suche nach Frieden und Gerechtigkeit in Äthiopien neu inspiriert und beflügelt und zur Umsetzung der Vision beiträgt, die Ministerpräsident Ahmed auf so überzeugende Weise vorgetragen hat.“

 

ÖRK-Mitgliedskirchen in Äthiopien