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Ausstellung „12 Gesichter der Hoffnung“ in Wales eröffnet

Ausstellung „12 Gesichter der Hoffnung“ in Wales eröffnet

Für Pastorin Branwen Rees und den Vorsitzenden der Synode Wales, Pastor Simon Walkling, ist die Ausstellung „12 Faces of Hope“ lohnend. Foto: URC

12. Dezember 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 12. Dezember 2019

Dank der Ausstellung „12 Faces of Hope“ (12 Gesichter der Hoffnung) können die Menschen in Wales derzeit aus erster Hand Geschichten der Hoffnung und Geschichten über Gerechtigkeit und über Frieden hören und lesen, die auch von der seit 50 Jahren andauernden Besetzung der palästinensischen Gebiete durch Israel erzählen.

Die Ausstellung war 2017 in Erinnerung an den Beginn des Sechstagekrieges 50 Jahre zuvor, mit dem die israelische Besetzung der palästinensischen Gebiete begonnen hatte, vom Ökumenischen Rat der Kirchen konzipiert und erstmals gezeigt worden. Und auch heute, zwei Jahre später, wird sie immer noch gerne gezeigt. Seit dem 30. November wird sie neben einer Reihe von Krippen mit dazugehörigen Texten als Teil der Ausstellung „Believe in Bethlehem“ (Glauben in/an Bethlehem) in der St. David‘s Uniting Church in Pontypridd (Wales/Vereinigtes Königreich) ausgestellt. Zur offiziellen Eröffnung berichtete Pastorin Branwen Rees, Regionalpastorin für Ostwales, über ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse in Palästina und Israel, wo sie im Herbst mit einer Besuchergruppe der Vereinigten Reformierten Kirche in Großbritannien zu Besuch gewesen war.

„Für mich war diese zehntägige Reise durch Israel und die besetzten palästinensischen Gebiete ein einschneidendes Erlebnis und hat alles verändert. Und dann hat mich der Alltag ganz schnell wieder eingeholt, als ich wieder zuhause war. Aber: Mein normales Leben, mein Stress und meine Sorgen waren nichts im Vergleich zu dem Leben der Menschen, die wir in Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten getroffen hatten, mit denen wir gesprochen und gemeinsam gegessen hatten. Einige dieser Menschen müssen schon einen Checkpoint passieren und sich ausweisen, wenn sie nur zu ihrer Kirche oder ihrem Gotteshaus gehen wollen, das manchmal eigentlich nur 50 Meter die Straße entlang war. Und dafür muss der Checkpoint natürlich auch noch geöffnet sein. Außerdem waren wir zum Beispiel in einem Beduinendorf zu Besuch, in dem die Menschen sich mit sehr begrenzten Mitteln eine eigene Schule gebaut hatten. Solche Erfahrungen relativieren den eigenen Stress und die eigenen Probleme irgendwie“, erzählte Rees.


Pastorin Branwen Rees und Pastor Phil Wall, Pastor der St. David‘s Uniting Church, mit zwei der ausgestellten Schautafeln. Foto: URC

Bevor die Ausstellung nach Pontypridd geholt wurde, war sie im Oktober auch schon während der Tagung der Synode von Wales der Vereinigten Reformierten Kirche in Großbritannien ausgestellt worden und Rees hatte auch dort über Ihre Erfahrungen und Erlebnisse berichtet.

„Wir müssen immer noch weiter darauf aufmerksam machen, unter welchen Bedingungen die Menschen in den besetzten palästinensischen Gebieten leben. Alle Christinnen und Christen, Jüdinnen und Juden, Musliminnen und Muslime, denen wir auf dieser Reise begegnet sind, haben das gleiche gesagt: ‚Erzählen Sie den Menschen in Ihrer Heimat unsere Geschichte‘“, sagt Rees weiter.

Die Ausstellung „12 Faces of Hope“ mit den berührenden Berichten und Erzählungen der Menschen sei ein guter Rahmen dafür, ist Rees überzeugt.

Der Vorsitzende der Synode von Wales, Pastor Simon Walking, ist ganz ihrer Meinung und hofft, dass noch mehr Kirchengemeinden in Wales die Gelegenheit nutzen werden, die Materialien der Ausstellung auszuleihen und auszustellen, um damit zu einem spirituellen Gespräch über das Thema anzuregen.
„Die Ausstellung ist ein großartiges Beispiel für eine ökumenische Initiative, die es uns mit wenig Aufwand ermöglicht, Ortsgemeinden anzuregen, sich für eine wichtige Frage des Friedens und der Menschenrechte zu engagieren“, erklärt er.

Vom 31. Januar bis 8. März 2020 wird die Ausstellung „12 Faces of Hope“ in der City United Reformed Church in Cardiff zu sehen sein und darüber hinaus können die Poster von allen Ortsgemeinden der Synode weiterhin ausgeliehen werden.

Weitere Informationen über die Ausstellung „12 Faces of Hope“ (in englischer Sprache)