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Europäische Religionsakademie in Bologna findet großen Zulauf

Europäische Religionsakademie in Bologna findet großen Zulauf

Foto: Stephen Brown/ÖRK

04. März 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 06. März 2019

Über 1100 Religionswissenschaftler/innen, Theolog/innen, Ökumene-Vertreter/innen und andere Wissenschaftler/innen sind in Bologna (Italien) zur diesjährigen Europäischen Religionsakademie zusammengekommen, einer fünftägigen Veranstaltung mit über 320 verschiedenen Programmpunkten.

Bei der Eröffnung am 3. März betonte die Präsidentin der Akademie, Jocelyne Cesari, die Bedeutung des Themas „Menschen stärken, Gemeinschaft fördern“ im Europa von heute.

Die Akademie findet jedes Jahr statt, dieses Mal vom 3. bis 7. März.

Sie ging aus einer Auftaktveranstaltung im Dezember 2016 hervor, auf der die Tagung als Forschungsplattform für Einrichtungen, Verbände, Akademien, Verlage und religionswissenschaftliche Zeitschriften gegründet wurde.

Alberto Melloni, Generalsekretär der Stiftung Johannes XXIII. für religiöse Studien in Bologna, war einer der wichtigsten Antriebskräfte bei der Gründung der Akademie.

Bei der diesjährigen Eröffnung betonte er die Bedeutung der Akademie in der Förderung von Religionskompetenz in Zeiten, in denen die Menschen immer weniger über Religion und ihre Rolle wissen.

Laut Leitbild der Akademie spielt Religion „in unserer Welt eine zentrale Rolle. Gemeinsames Wissen und gemeinsamer akademischer Austausch können ein friedliches Zusammenleben fördern und religiöse Unwissenheit verhindern.“

Armando Barucco, Mitarbeiter des italienischen Außenministers, hob die Notwendigkeit „interreligiösen Engagements als gemeinsamer Verantwortung führender Religionsvertreter und Politiker auf partnerschaftlicher Ebene“ hervor.

Maria-Paz Lopez, Vorstandsmitglied des internationalen Verbandes von Religionsjournalisten, gab die Verleihung eines neuen Preises in Verbindung mit der Europäischen Religionsakademie bekannt, um eine fundierte Berichterstattung über Religion in Mainstream-Medien zu fördern.

Religion sei Teil der Gesellschaft, und es müsse korrekt, fair und ausgewogen über sie berichtet werden.

Viele der 320 Programmpunkte in diesen fünf Tagen beschäftigen sich mit verschiedenen Aspekten der ökumenischen Bewegung und der Zukunft der Ökumene in Europa.

Peniel Rajkumar, Programmkoordinator für interreligiösen Dialog und interreligiöse Zusammenarbeit beim Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), präsentiert eine neue Publikation des ÖRK mit dem Titel „Many yet one? Multiple Religious Belonging“, in der es um Fragen religiöser und kultureller Identität geht.

Stephen Brown, Herausgeber der ÖRK-Zeitschrift The Ecumenical Review, nimmt an einigen Podiumsdiskussionen über die Rolle ökumenischer Zeitschriften in der Geschichte der Ökumene teil.

ÖRK-Veröffentlichungen

Europäische Religionsakademie (auf Englisch)