World Council of Churches

Eine weltweite Gemeinschaft von Kirchen auf der Suche nach Einheit, gemeinsamem Zeugnis und Dienst

Sie sind hier: Startseite / Pressezentrum / Nachrichten / Evangelische Kirchenleitende aus den USA fordern Gebete für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel

Evangelische Kirchenleitende aus den USA fordern Gebete für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel

Evangelische Kirchenleitende aus den USA fordern Gebete für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel

Kerzenmahnwache für Frieden auf der koreanischen Halbinsel Foto: Paul Jeffrey/ÖRK

29. März 2018

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 10. April 2018

Eine umfassende Gruppe Kirchenleitender, Pastoren und Pastorinnen aus den USA hat am 27. März mit einem gemeinsamen Aufruf Christinnen und Christen auf der ganzen Welt aufgefordert, für den Frieden auf der koreanischen Halbinsel zu beten.

Die gemeinsame Erklärung wird getragen von der Sorge um die Millionen Menschenleben, die bei einer Eskalation des Konfliktes dort bedroht wären.

„Wir werden ermutigt durch die Vorschläge für einen Dialog zwischen den nationalen Führungen zu einer Zeit, in der die sich verschärfenden Spannungen unsere Länder auf den gefährlichen Weg der Konflikteskalation, wenn nicht sogar eines Krieges zu leiten schienen“, heißt es in der Erklärung. „Wir fordern alle Christinnen und Christen überall in der Welt auf, mit uns gemeinsam für eine gerechte und friedliche Lösung zu beten.“

Zu den Unterzeichnenden der Erklärung gehören neben der National Association of Evangelicals, Faith and Community Empowerment, The Kairos Company und  Evangelicals for Social Action auch eine politisch ganz unterschiedlich ausgerichtete Gruppe mit mehr als 80 evangelischen Führungskräften wie den früheren Präsidenten der Southern Baptist Convention, Ronnie Floyd und Jack Graham, und der Sojourners-Gründer Jim Wallis.

„Wir beten dafür, dass unsere politischen, diplomatischen und militärischen Führungszirkel die Weisheit haben, trotz aller Unterschiede auf Frieden, Sicherheit und Freiheit hinzuarbeiten“, heißt es in der Erklärung weiter. „Wir beten darum, dass Gott die Bemühungen der Bürgerinnen und Bürger segnen möge, die versuchen, die großen Unterschiede zwischen unseren Ländern zu überwinden.“

In der Erklärung heißt es, dass die meisten der zwei Millionen koreanischen

Amerikaner/-innen christlichen Glaubens sind und viele auch der evangelischen Kirche angehören. „Auch diese Gemeinschaft hält über humanitäre Organisationen und Familienangehörige Kontakte zu den Menschen in Nordkorea“, heißt es in der Erklärung. „In Südkorea sind ebenfalls zahlreiche evangelische Kirchen zu Hause, darunter einige der zahlenmäßig größten.“

„Diese Erklärung kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt“, erklärte Peter Prove, Direktor der  Kommission des ÖRK für internationale Angelegenheiten. „Nach Monaten und Jahren eskalierender Spannungen und Kriegsrhetorik ergeben sich jetzt neue Chancen mit den Vorbereitungen auf hochrangige Gespräche zwischen den beiden koreanischen Staaten sowie auf einen Gipfel zwischen der nordkoreanischen und der US-amerikanischen Führung.

Die evangelischen US-Kirchenleitenden, die die Erklärung unterzeichnet haben, legen Wert auf die Feststellung, dass „wir das nordkoreanische Volk nicht als unseren Feind ansehen“, und bekräftigen, dass „die zwischenmenschlichen Kontakte zwischen Nordkorea und den Vereinigten Staaten ...denjenigen ein menschliches Gesicht gegeben haben, die sich oft gegenseitig als Feinde bezeichnet haben.“

Nach Proves Überzeugung „ist dies eine Ermutigung für alle politisch und religiös handelnden Menschen, die immer nach einem Dialog und einer friedlichen Lösung der Spannungen und Konfrontationen in der Region gesucht haben und dies auch heute noch tun.“

ÖRK-Generalsekretär Pastor Dr. Olav Fykse Tveit sagte, dies sei eine vielversprechende Erklärung. „Lassen wir uns hierdurch auf der ganzen Welt inspirieren, Frieden zu einem gemeinsamen christlichen Aufruf und zu einem Teil unserer Aufrufs zur Einigkeit in unserem Zeugnis für Jesus Christus zu machen“, sagte Tveit.

Jim Winkler, Generalsekretär des Nationalen Kirchenrates der USA, sagte: „Die christliche Stimme für Frieden auf der koreanischen Halbinsel überbrückt eindeutig theologische und ideologische Gräben und bietet den seltenen Moment eines denkbaren Konsenses unserer politischen Führungen in einer Zeit der globalen Polarisierung.“

Aufruf zum Gebet für Frieden auf der koreanischen Halbinsel (nur auf EN)

ÖRK-Mitgliedskirchen mit Hauptsitz im den Vereinigten Staaten

ÖRK-Mitgliedskirchen in der Republik Korea

Osterbotschaft des Nationalen Kirchenrates von Korea (nur auf EN)