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Kommission der Kirchen für Internationale Angelegenheiten untersucht Ungerechtigkeiten in der Region Asien

Kommission der Kirchen für Internationale Angelegenheiten untersucht Ungerechtigkeiten in der Region Asien

Während des Eröffnungsgottesdienstes läutet Pastor Frank Chikane ein Kulkul, eine traditionelle balinesische hölzerne Glocke. Foto: Ivars Kupcis/ÖRK

26. Februar 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 26. Februar 2019

Zu den Klängen der hölzernen Kulkul-Glocken der protestantischen Galang Ning Hyang-Kirche im Regierungsbezirk Badung der Provinz Bali in Indonesien begann am 24. Februar die 56. Tagung der Kommission der Kirchen für Internationale Angelegenheiten des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), die Asien als ihren diesjährigen Regionalschwerpunkt gewählt hat.

„Ein Wert der ökumenischen Bewegung ist darin zu sehen, dass wir jenseits unserer begrenzten Erfahrungen herausfinden können, welche Kämpfe in vielen  anderen Teilen der Welt geführt werden und was Gott im Sinn hat mit diesen Herausforderungen“, sagte Pastor Frank Chikane, der Vorsitzende der Kommission, in seiner Eröffnungsrede auf der Versammlung. „In unserem Zusammenkommen hoffe ich, dass wir einander zuhören können, uns gegenseitig verstehen und dort, wo es erforderlich ist, fundierte Entscheidungen treffen.“

Nach Auffassung von Pastorin Dr. Henriette Hutabarat-Lebang, Vorsitzende der Kirchengemeinschaft in Indonesien, sind die größten Probleme Indonesiens Armut, Ungerechtigkeit, Radikalisierung und ökologische Zerstörung. „Die eigentliche Ursache all dieser Probleme ist die Gier, die viele Menschen in unserer Gesellschaft an  den Rand drängt. Aber Gott hat uns viele Gaben geschenkt, und es gibt genug für alle Menschen, so lange wir bereit sind zu teilen“, sagte sie.

Hutabarat-Lebang dankte der Kommission für ihre Entscheidung, die Tagung in Indonesien zu veranstalten und auf diese Weise etwas über das Leben der örtlichen Gemeinschaften und ihre Probleme wie Menschenrechtsverletzungen und Einschränkungen der religiösen Freiheit zu erfahren. „Wie können diese Probleme besser gemeinsam und mit Menschen unterschiedlicher Glaubensrichtungen angehen und für Gerechtigkeit und Einheit sorgen.  Wir danken Ihnen dafür, dass Sie diesen Weg mit uns gehen.“

Die ÖRK-Kommission der Kirchen für Internationale Angelegenheiten berät die ÖRK-Leitenden zu kritischen Situationen in der Welt und weist auf Möglichkeiten hin, Initiativen für Frieden und Gerechtigkeit zu unterstützen. Die Kommission hilft dem ÖRK, für die Kirchen  problematische Situationen zu erkennen, und bietet Anleitung bei der Gestaltung einer in sich schlüssigen ökumenischen Antwort.

Die Kommission besteht aus 35 Mitgliedern, die von den ÖRK-Mitgliedskirchen nominiert werden, und trifft  sich einmal im Jahr zu einer Plenartagung. Die 56. Tagung findet vom 24. – 28. Februar in Bali, Indonesien statt. Während der Veranstaltung wird über den aktuellen Stand des Pilgerwegs der Gerechtigkeit und des Friedens des ÖRK berichtet, und es werden die Initiativen und Aktivitäten der Kommission für den Zeitraum 2019-2021 geplant.

Auf der Tagung geht es in erster Linie um Menschenrechte und Religionsfreiheit in Indonesien sowie die Menschenrechtssituation in Papua. Um sich gründlicher mit diesen Themen zu befassen, sind mehrere Kommissionsmitglieder im Vorfeld der Tagung mit dem ÖRK-Pilgrim Team nach Java und Papua gereist und haben dort Surabaya und die Provinzen Papua und Papua Barat besucht.

Menschenrechtssituation in Papua und religiöse Freiheit stehen im Mittelpunkt des Besuchs der ÖRK-Delegation in Indonesien (25. Februar 2019)(nur auf EN)

Kommission der Kirchen für internationale Angelegenheiten

Fotogalerie der CCIA-Tagung in Indonesien