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Kirchenleitende in Arusha setzen sich mit der Aufgabe der Mission auseinander: „Die Kirche ist Hoffnungsträger und Wegbereiter des Wandels.“

Kirchenleitende in Arusha setzen sich mit der Aufgabe der Mission auseinander:  „Die Kirche ist Hoffnungsträger und Wegbereiter des Wandels.“

Junge Ziegenhirten in der Nähe von Oldonyosambu, Tansania. Foto von Gregg Brekke/ÖRK

20. Mai 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 23. Mai 2019

Die Partner des Ökumenischen Rates der Kirchen in Arusha, Tansania, haben sich auf ihrer Zusammenkunft ein Jahr nach der ÖRK-Konferenz für Weltmission und Evangelisation mit der Wirklichkeit in den Gemeinschaften auseinandergesetzt, in denen sie Dienst leisten.

Sie sprachen mit der ÖRK-Kommunikationsabteilung über „Evangelisation im Kontext: Arusha, Tansania“ und über die aktuellen Stärken und Herausforderungen, die sie täglich auf der lokalen Ebene erleben.

Bischof Dr. Solomon Jacob Masangwa von der Nordzentraldiözese der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Tansania sprach darüber, wie die frohe Heilsbotschaft verkündet wird. „Die Evangelisation ist der vorbehaltlose Dienst an der Menschheit, um die frohe Heilsbotschaft zu verkünden. In unserem Kontext hier bedeutet das die Vorbereitung der Seele und des Herzens, ein freundschaftliches Verhältnis zu Gott zu haben“, sagte er. „Die Kirche ist ein Wegbereiter des Wandels.“

„Viele Menschen in Arusha haben wirtschaftliche Probleme, die durch den Klimawandel noch verschärft werden“, erklärte Masangwa weiter.  „Dieses Jahr erleben wir eine extreme Dürreperiode, und wenn es nicht genug regnet, gibt es keine gute Ernte, und die Menschen haben nichts zu essen, und wir bekommen Probleme.“

Auch HIV und AIDS, so Masangwa, seien in den örtlichen Gemeinschaften eine Herausforderung. „Die Kirche klärt die Menschen darüber auf, wie sie sich selbst schützen können“, sagte er.

Pastor Stanley Elilekia Hotay, Bischof der Mount Kilimanjaro-Diözese der Anglikanischen Kirche von Tansania, reflektierte über die Kraft des Glaubens:  „Der Glaube entwickelt Kraft aus sich selbst. Wenn Menschen glauben, können sie viel bewirken“, sagte er. „Wer an Christus glaubt, glaubt an sich selbst. Die Menschen lassen ihre Probleme hinter sich. Sie brauchen keine Handreichungen, sondern Bildung und Wissen und Unterstützung, damit sie sich verändern können.“

Hotay erzählt, er habe viele alleinerziehenden Mütter gesehen. „Sehr viele, und sie haben keine Ehemänner“, sagte er. „Sie sind nicht verheiratet. Sie haben Kinder. Sie haben keine Arbeit. Ich meine, dass wir dieses Problem angehen sollten.“

Pastor Matheos Lucas Nziku von der Griechisch Orthodoxen Kirche Evangelismos in Arusha sprach vielen aus dem Herzen, als er sagte: „Evangelisation ohne konkrete Maßnahmen bringt nichts. Wir müssen den Bedürftigen helfen, damit sie das Wirken Jesu erkennen können.“

Nziku erklärte, er wolle den Armen predigen.  „Besonders den Armen, aber ich will in den Dörfern predigen, in denen die Menschen vergessen wurden“, sagte er. „Dorthin möchte ich gehen. Ich möchte ihnen die frohe Botschaft verkünden, damit sie die Liebe Jesu erfahren und heute für sie ein Freudentag ist. Diese Freude, die ich in Jesus habe, möchte ich mit den Menschen in den Dörfern teilen.“

Sharon Mkisi, Vertreterin des Mennonitischen Zentralkomitees für Tansania, sprach über ihre Definition des Begriffs Evangelisation. „Die frohe Botschaft kann in vielerlei Weise vermittelt werden, und sie kommt von Herzen, wenn die Menschen durch die Augen Jesu sehen und wir erkennen, wie wir Gottes Liebe auf praktische Weise mit ihnen teilen können.“

Dr. Rogate Reuben Mshana, früherer amtierender ÖRK-Generalsekretär für öffentliches Zeugnis und Diakonie, stellte Betrachtungen zu den wichtigsten Diensten an, mit denen die Kirchen Antworten auf die Bedürfnisse der Menschen finden: „In diesem Land übernehmen die Kirchen auf Gemeinschaftsebene auch mehr als zehn Prozent der sozialen Dienste“, sagte er.

 

Der Aufruf von Arusha

Video „Voices from Arusha"

Präsentation des Arusha Report Package