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Sieben Wochen im Zeichen des Wassers: Wasserknappheit ist keine höhere Gewalt

Sieben Wochen im Zeichen des Wassers: Wasserknappheit ist keine höhere Gewalt

Pastorin Susan Durber, die Vorsitzende der ÖRK-Kommission für Glauben und Kirchenverfassung, im Eröffnungsgottesdienst der Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2019 in Chiang Mai. Foto: CCA

06. März 2019

Deutsche Fassung veröffentlicht am: 07. März 2019

„Es ist nicht Gottes Wille, dass die Erde zerstört wird. Wir Geschöpfe, denen die Schöpfung anvertraut wurde, zerstören uns selbst“, schrieb Pastor Arnold C. Temple, Präsident der Gesamtafrikanischen Kirchenkonferenz, in seiner Predigt für den Eröffnungsgottesdienst der Fastenkampagne des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zum Thema „Sieben Wochen im Zeichen des Wassers“ am 5. März in Chiang Mai (Thailand).

Temple konnte nicht persönlich am Eröffnungsgottesdienst teilnehmen, weil er kein Visum erhalten hatte.

Seit 2008 veröffentlicht das Ökumenische Wassernetzwerk des ÖRK in den sieben Wochen der Fastenzeit wöchentlich und zum Weltwassertag am 22. März theologische Betrachtungen und andere Materialien zum Thema Wasser.

Der Gottesdienst wurde von der Asiatischen Christlichen Konferenz abgehalten; die ÖRK-Referenzgruppe für den Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens war auch anwesend.

Wasser hat in der christlichen Tradition als Gabe Gottes spirituell eine große Bedeutung; allerdings ist dieses knappe Gut bedroht, und Milliarden von Menschen auf der Welt haben keinen Zugang dazu.

2019 setzt der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens des ÖRK den Schwerpunkt auf die Region Asien. Somit werden sich die biblisch-theologischen Betrachtungen und weitere Materialien der ÖRK-Fastenkampagne mit der Wasserkrise in Asien befassen. Dadurch sollen Mitgliedskirchen in der ganzen Welt ermutigt werden, sich im Bereich der Wasserproblematik zu engagieren.

„Christus fordert eine Kirche, die sich mit den Schutzlosen solidarisch zeigt. Deswegen sind wir hier zusammengekommen, um zum Beginn der Fastenzeit über Wassergerechtigkeit nachzudenken und Pläne zu schmieden, wie wir den Schutzlosen auf der Welt helfen können“, schrieb Temple, der auch als Co-Vorsitzender der Internationalen Referenzgruppe des Ökumenischen Wassernetzwerkes dient.

Seine Predigt wurde von Prof. Dr. Isabel Apawo Phiri verlesen, der beigeordneten Generalsekretärin des ÖRK. Nach dem Gottesdienst betonte sie, wie wichtig die Verbindung dieser Eröffnungsveranstaltung mit der Tagung der Referenzgruppe sei: „Der Startschuss für diese Kampagne im Rahmen unserer Tagung bietet uns die Gelegenheit, uns konkret mit Problemen der Wassergerechtigkeit zu befassen“, meinte sie. „Außerdem kann der ÖRK auf diese Weise eine seiner prominentesten Kampagnen mit dem Format des Pilgerwegs verbinden, wodurch die Wasserthematik stärker in den Blickwinkel der Mitgliedskirchen rückt.“

Die erste Betrachtung der Sieben Wochen im Zeichen des Wassers 2019, „Die genderspezifische Wasserproblematik“ von Renemsongla Ozukum, ist bereits auf der Websitedes ÖRK-ÖWNabrufbar.

Hier finden Sie den vollständigen Predigttext von Pastor Arnold C. Temple (in englischer Sprache)

WCC's Pilgrimage turns its eyes to Asia (ÖRK-Pressemitteilung vom 4. März 2019, auf Englisch)

Peace is common denominator of all major religions (ÖRK-Pressemitteilung vom 6. März 2019, auf Englisch)

Weitere Informationen über das Ökumenische Wassernetzwerk des ÖRK

Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens