Im Bericht wird hervorgehoben, das Zentrum des Christentums habe sich vom globalen Norden in den globalen Süden verlagert, und in Afrika lebten heute mehr Christinnen und Christen als auf jedem anderen Kontinent.
Der Bericht weist auf die „großen Fortschritte und bemerkenswerten Zeichen der Hoffnung“ hin, doch auch die „unzähligen vom Menschen verursachten Herausforderungen“ werden nicht verharmlost.
Weiter wird im Bericht darauf hingewiesen, dass diese Trends „von zahlreichen politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und religiösen Interessen getragen werden“ und auch unterschiedliche Formen von strukturell verwurzelter Ungerechtigkeit und Zerstörung dazu beitragen. Doch „unser lebendiger Glaube an den lebendigen Gott durch Jesus Christus hat uns angesichts zahlreicher Prüfungen und Bedrängnisse gestärkt.“
Der Bericht spricht Bedenken an in Bezug auf Gewalt in der englischsprachigen Region Kameruns, in der Demokratischen Republik Kongo, im Südsudan, im Sudan, in Mosambik und in anderen Teilen des Kontinents und befasst sich mit den damit verbundenen humanitären Problemen und der Zunahme der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen. Der gewaltsame Ansatz zur Islamisierung durch Aktivitäten von Terrorgruppen wie Boko-Haram, Al-Shabab, IS und anderen wurde als große Besorgnis betont. Die Teilnehmenden aus Afrika wiesen auf die besondere Herausforderung hin, die diese Gewalttaten für den interreligiösen Dialog darstellten.
Im Bericht wird zu einer anhaltenden und vermehrten Beteiligung junger Erwachsener und junger Beraterinnen und Berater im Zentralausschuss und anderen Ausschüssen des ÖRK aufgerufen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten, „durch die Erneuerung unseres Geistes“ den Wandel weiter voranzutreiben und betonten die Liebe Christi und die Notwendigkeit des Missionsauftrags.
Im Bericht formulierten die afrikanischen Delegierten ihre „kühne Hoffnung auf lebensspendende Solidarität“ seitens des ÖRK „zur Unterstützung unserer Bestrebungen für ein integriertes, friedliches und blühendes Afrika.“