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Tree in sunlight in Ethiopia, 2019

Photo: Albin Hillert/LWF, 2019

Der Exekutivausschuss des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) hat eine Erklärung veröffentlicht und bittet im Gebet für die Menschen und Kirchen in Äthiopien.

„Der ÖRK verurteilt die zahlreichen brutalen und gewalttätigen Angriffe bewaffneter Gruppierungen gegen Kirchen und Gemeinschaften, die besonders die Äthiopische Orthodoxe Kirche Tewahedo betreffen, sowie gegen die Mitglieder aller Gemeinschaften, die durch Religion oder ethnische Zugehörigkeit definiert sind, gegen Kirchen und heilige Stätten und gegen die Zivilbevölkerung. „Wir beklagen den Tod so vieler Menschen, die während der letzten Angriffe ums Leben gekommen sind.“

Der ÖRK hat sich zudem besorgt wegen der zahlreichen Menschen geäußert, die aufgrund der Gewalt aus ihrer Heimat vertrieben werden. „Wir beten, dass ihre Sicherheit und ihre religiöse Freiheit garantiert werden, damit sie in ihre Heimat zurückkehren können“, heißt es in der Erklärung. „Wir verurteilen diejenigen, die versuchen, durch Spannungen, Spaltungen, Feindseligkeiten und Blutvergießen unter den Menschen in Äthiopien ihre eigenen politischen Ziele durchzusetzen.

Der ÖRK hat alle Beteiligten nachdrücklich aufgefordert, sich an das extreme Leid zu erinnern, das die Menschen in Äthiopien infolge der Konflikte und Teilung der Vergangenheit erlebt haben. „Wir appellieren an alle Beteiligten, nicht auf den Abgrund einer neuen Katastrophe zuzusteuern, und fordern die Rückkehr zum Dialog und nicht zum Konflikt, zu Zusammenarbeit und nicht zur Spaltung“, so der Text.

Lesen Sie die vollständige Erklärung hier:

ÖRK-Vorsitzende spricht über die Rolle der Kirchen „in dieser tiefen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Krise“"(ÖRK-Pressemitteilungen vom 9. November 2020)

ÖRK-Exekutivausschuss findet vom 9.–13. November als Online-Veranstaltung statt  (ÖRK-Pressemitteilung vom 9. November 2020)

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